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Vegan schmeckt fad? Das solltest du unbedingt beachten

Foto: CC0 / Pixabay / Engin_Akyurt

Hat das vegane Gericht neulich nach nichts geschmeckt? Das muss nicht sein! Die vegane Küche kann kreativ und geschmackvoll sein – wenn du ein paar Tipps beachtest.

Unabhängig davon, ob du gerade angefangen hast, dich vegan zu ernähren, schon länger Anhänger:in der veganen Küche bist, oder einfach nur ab und zu mal vegan kochst – manchmal hast du vielleicht das Problem, dass das vegane Essen fad schmeckt.

Wir erklären dir, wie du das verhindern kannst und wie du mit kleinen Tricks besonders lecker vegan kochen kannst.

Gewürze bringen Geschmack in dein veganes Essen

Mit Gewürzen bekommst du ein intensives Geschmackserlebnis.
(Foto: CC0 / Pixabay / monicore)

Egal ob vegan oder nicht: Wenn du deine Speisen nicht würzt, schmecken sie fad. Du kannst deine veganen Gerichte in ganz unterschiedliche Geschmackswelten bringen, wenn du verschiedene Gewürze verwendest.

Lerne Gewürze kennen

Neben Salz und Pfeffer kannst du frische oder getrocknete Kräuter, einzelne Gewürze wie Kurkuma und Chillis oder fertige Gewürzmischungen, zum Beispiel Currypulver, nutzen. Mit der Zeit wirst du herausfinden, wie du die Gewürze richtig einsetzen kannst. Beispielsweise solltest du Currypulver andünsten, damit es sein volles Aroma entfaltet. Mit anderen Gewürzen kannst du schon vor dem Kochen Zutaten marinieren. Es lohnt sich zum Beispiel, Tofu zu marinieren. Wenn du deinen Gerichten ein Raucharoma verleihen möchtest, kannst du geräuchertes Salz oder geräuchertes Paprikapulver verwenden. Beispielsweise in einem veganen Gulasch schmeckt das sehr gut.

Schaue, ob du einen Wochenmarkt in deiner Nähe findest, der Gewürze anbietet, sodass du an ihnen riechen oder sie auch probieren kannst. So findest du heraus, was dir am besten schmeckt. Achte wenn möglich auf Bio-Gewürze, um eine Belastung der Umwelt mit chemisch-synthetischen Pestiziden zu vermeiden.

So gibt es mehr Umami

Für einen intensiveren Umami-Geschmack eignen sich in der veganen Küche Hefeflocken, Sojasauce oder Miso-Paste sehr gut. Du kannst dir auch ein Umami-Gewürz selber machen, mit dem du veganen  Gerichten eine herzhafte, fleischähnliche Note verleihen kannst.

Gemüsebrühe statt Wasser

Beim Kochen ist es außerdem ratsam, wenn du anstelle von Wasser Gemüsebrühe verwendest. Das gibt direkt mehr Geschmack. Falls du darin Gemüse kochst, kannst du die Brühe danach weiterwenden und eine Suppe daraus machen. 

Soßen für Extrageschmack

Außerdem kannst du leckere Soßen zu deinen Gerichten servieren. Neben Klassikern wie Senf oder Ketchup kannst du auch Chimichurri, eine Kräutersoße, oder BBQ-Sauce zu den veganen Speisen reichen.

Bestimmte Zutaten sorgen für mehr Aroma

Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger.
(Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Verzichte beim Kochen nicht ganz auf Fett. Du solltest zwar nicht Unmengen davon einsetzen, aber es ist ein wichtiger Geschmacksträger. Fett kann Aromastoffe an sich binden, die fettlöslich sind und die nur wahrnehmbar werden, wenn sie beim Kochen vom Fett aufgenommen werden. Ohne jedes Fett schmecken deine Gerichte einfach etwas fad. Für den Fettanteil kannst du verschiedenste Produkte nutzen. Es bieten sich Speiseöle, Margarine oder vegane Sahne an. Aber auch Tahini, Nussmus oder Avocados sind gut geeignet. Je nachdem, wofür du dich entscheidest, kannst du die Produkte direkt beim Kochen verwenden oder sie zum Servieren obendrauf geben.

Ein weiterer Trick für ein besonders intensives Aroma sind getrocknete oder eingelegte Zutaten. Zum Beispiel Pilze, Algen oder Tomaten bringen dir in getrockneter Form einen viel konzentrierteren Geschmack in dein veganes Essen. Wenn du sie vor der Verwendung einweichst, kannst du auch die übrige Flüssigkeit nutzen. In ihr steckt ebenfalls viel Aroma. Eingelegtes Gemüse bringt dir weitere Geschmacksrichtungen dazu. Probiere es mal mit Oliven in der Tomatensoße, eingelegten getrockneten Tomaten zu Auberginen oder eingelegter Paprika als Topping.

Sofern du Zwiebeln und Knoblauch magst, sind diese ebenfalls sehr gut, um mehr Geschmack in deine vegane Küche zu bringen. Je nachdem, ob du sie kräftig anbrätst, nur kurz glasig andünstest oder ganz roh dazugibst, sorgen sie für unterschiedliche Aromen. Probiere es einfach mal aus.

Anbraten, Frische und eine Prise Mut

Frsiches Gemüse hat meist mehr Geschmack.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Noch ein Kniff für mehr Geschmack ist es, Zutaten zu braten anstelle zu kochen. Durch das Braten kannst du auch Gemüse leicht karamellisieren, wodurch es einen komplexeren Geschmack und eine andere Konsistenz bekommt. Selbst wenn du anschließend eine Suppe oder Soße daraus machen möchtest, kann es besonders lecker sein, vorher zum Beispiel Zwieblen dafür in etwas Öl anzubraten.

Setzte beim Kochen auf möglichst viele frische Produkte. Im Notfall kannst du natürlich auch mal auf Gemüse aus der Dose zurückgreifen, aber frisches und vor allem saisonales Gemüse ist meistens aromatischer und sorgt zudem für ein knackiges Kauerlebnis.

Und nicht zuletzt gilt, dass du auch in der veganen Küche gerne experimentieren darfst. Wage dich an ungewöhnliche Kombinationen von Lebensmitteln und neue Zutaten. Dies bietet dir die Möglichkeit, dazu zu lernen und herauszufinden, was du besonders gerne magst.

Fazit: So schmeckt veganes Essen nicht langweilig

Hier nochmal alle Tipps in der Übersicht, mit denen dein veganes Essen zukünftig nicht mehr fad schmeckt:

  • Nutze Gewürze, Kräuter und Salz.
  • Mehr Umami bekommst du mit Hefeflocken, Sojasauce oder Misopaste.
  • Serviere Soße zu deinen Gerichten.
  • Verwende Gemüsebrühe statt Wasser.
  • Vergiss nicht das Fett als Geschmacksträger.
  • Nutze getrocknete oder eingelegte Produkte für ein intensives Aroma.
  • Zwiebeln und Knoblauch sorgen für mehr Herzhaftigkeit.
  • Brate an statt zu kochen.
  • Nutze frische Produkte.
  • Sei mutig und probiere Neues aus.

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