Kaffee-Peeling bei dm: „das unnötigste Produkt des Jahres“

Foto: Utopia

Die Drogeriemarktkette dm bietet seit neuestem Körperpeeling auf Kaffeebasis an und blamiert sich damit. Denn Peeling aus Kaffeesatz ist so einfach selbst zu machen, dass es wirklich niemand in der Plastikdose kaufen muss – so der Tenor vieler Kommentare in den sozialen Medien.

Coffee Scrub Körperpeeling heißt das neue Produkt der dm-Eigenmarke Alverde: Ein Körperpeeling auf der Basis von Meersalz, Zucker und Kaffeebohnen.

„Für Kaffeeliebhaber ein absolutes Muss unter der Dusche. Das Peeling pflegt eure Haut mit 100% natürlichen Inhaltsstoffen, macht sie samtig weich und fördert die jugendliche Frische“, schreibt Alverde dazu auf Instagram.

Dass die Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind, stimmt: Meersalz, Zucker, Sojaöl, Kaffeebohnenpulver, Kokosöl, Mandelöl, Sonnenblumenöl und Tocopherol (Vitamin E) stecken im Alverde „Coffee Scrub“. Ein Teil der Zutaten stammt aus Bio-Anbau – leider allerdings nicht der Kaffee.

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„Zu teuer, zu viel Müll“

Das Produkt ist also auf keinen Fall schädlich, aber eben ziemlich überflüssig: Ein Kaffeepeeling selbst zu machen, dauert weniger als zwei Minuten. Noch wichtiger aber: Kaffeesatz fällt in vielen Haushalten sowieso tagtäglich als Abfall an und findet als Peeling noch eine sinnvolle Verwendung.

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Kaffee dagegen extra zu produzieren, um es mit ein paar Ölen, Salz und Zucker in eine Plastikdose zu stecken und es dann teuer zu verkaufen (die Dose mit 120 Gramm Inhalt kostet 3,25 Euro) kommt uns ziemlich unsinnig vor.

Das sehen auch viele User auf den Social-Media-Kanälen von Alverde so: „Es ist leider jetzt schon das unnötigste Produkt des Jahres. Echt schade!“, schreibt etwa eine Nutzerin auf Instagram. Eine andere kommentiert: „Sorry aber kaffeepeeling kann doch wirklich jeder selber.“

Eine Userin wird besonders deutlich: „Ne, also ernsthaft. Das ist absoluter Quatsch. Zu Teuer, zu viel Müll und kann JEDER (Ja auch die, die keinen Kaffee Trinken ;-). Ausreden Zählen nicht.) selber machen und es ist weit Umweltfreundlicher als der Quatsch. Mensch, denkt doch mal nach…“

Utopia meint: Dass ausgerechnet eine zertifizierte Naturkosmetik-Marke wie Alverde, die viele empfehlenswerte Produkte im Sortiment hat, nun mit Kaffeesatz in der Dose Geld verdienen will, finden wir schade und ziemlich unnötig. Wer gerne Kaffeepeeling verwenden möchte, macht es besser selber – und verwertet damit noch Kaffeesatz, der sonst im Müll landen würde.

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(3) Kommentare

  1. Ich freue mich sehr, dass es das Sentiment „boah das kann ich doch viel besser selbst machen“ in die Köpfe von immer mehr Menschen schafft. Ich zähle das als Erfolg von Utopia.de und unserer ganzen Community. Weiter so! 🙂

  2. Ein tolles Produkt für die Fraktion „Ich trinke kein Filterkaffee mehr!“, schließlich braucht auch der gemeine Nesspr… Nutzer eine Alternative…

    Schade dass das Peeling nicht in einer Aludose daherkommt!

    Hoffe der gemeine Utopia Nutzer erkennt die Ironie 😂

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