Haselnüsse rösten: Einfache Anleitung für Pfanne und Backofen

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Wir zeigen dir, wie du Haselnüsse ganz einfach in der Pfanne und im Backofen röstest. So entfalten die Nüsse erst ihren vollen Geschmack – und werden zu einem leckeren Snack.

Wenn du einen Haselnussstrauch im Garten hast, kannst du ihn im Herbst ernten und die Nüsse rösten.
Wenn du einen Haselnussstrauch im Garten hast, kannst du ihn im Herbst ernten und die Nüsse rösten. (Foto: CC0 / Pixabay / _Alicja_)

Von September bis Dezember haben Haselnüsse Saison. Sie sind ein gesunder Energielieferant, enthalten viele B-Vitamine und ungesättigte Fettsäuren. Zudem beinhalten sie wichtige Spurenelemente wie Eisen, Zink und Kalzium.

Das gilt auch für geröstete Haselnüsse: Wenn du sie erhitzt, werden die gesunden Inhaltsstoffe nur geringfügig verändert und gehen nicht komplett verloren.

Geröstete Haselnüsse finden sich in vielen Herbst- und Weihnachtsrezepten wieder – von Plätzchen über Schokolade bis hin zu Likör oder Haselnussmus. Du kannst sie fertiggeröstet im Supermarkt kaufen. Jedoch empfehlen wir dir, die leckeren Nüsse einfach selbst zu rösten – so sparst du dir die Plastikverpackung und teilweise auch CO2, das auf langen Transportwegen ausgestoßen wird. Denn ein Großteil der hier verkauften Haselnüsse stammt gar nicht aus Deutschland, sondern aus der Türkei oder Italien.

Vielleicht hast du einen Haselnussstrauch im Garten oder kannst Haselnüsse im Bio-Laden kaufen oder von einem Hof in deiner Nähe beziehen. Benutze am besten einen Jutebeutel, um sie zu transportieren.

So röstest du Haselnüsse in der Pfanne

Geröstet lassen sich die Haselnüsse ganz einfach schälen.
Geröstet lassen sich die Haselnüsse ganz einfach schälen. (Foto: CC0 / Pixabay / NenadDjokic)

Um Haselnüsse zu Hause zu rösten, kannst du eine einfache Bratpfanne verwenden. Gehe folgendermaßen vor:

  1. Knacke die Schale der Haselnüsse, zum Beispiel mit einem Nussknacker. (Dekorative Modelle gibt es zum Beispiel bei **Avocadostore.)
  2. Gib die Haselnüsse ohne Fett in eine Pfanne. Portioniere sie so, dass sie nicht übereinander liegen.
  3. Stelle die Pfanne bei mittlerer Hitze auf den Herd.
  4. Röste die Haselnüsse nun etwa sieben bis zehn Minuten lang an. Rühre dabei regelmäßig um, damit nichts anbrennt.
  5. Nimm die Haselnüsse aus der Pfanne.

Tipp: Wenn du möchtest, kannst du die Nüsse nun ganz einfach häuten, indem du sie in ein Stofftuch wickelst. Reibst du die Nüsse in dem Tuch aneinander, entfernt sich die Haut beinah von selbst.

Wenn du die Nüsse nicht gleich verwenden möchtest, solltest du sie auskühlen lassen und in einen verschließbaren Behälter legen. Lagere sie an einem dunklen, kühlen Ort. So halten sich die gerösteten Haselnüsse über mehrere Monate hinweg.

Haselnüsse im Backofen rösten: So gelingt’s

Alternativ kannst du die Haselnüsse auch im Backofen rösten.

  1. Knacke die Haselnüsse.
  2. Verteile die Haselnüsse auf einem Backblech. Auch hier sollten sie nicht übereinander liegen.
  3. Gib die Haselnüsse bei 180 Grad Ober-/ Unterhitze für acht bis zwölf Minuten in den Backofen. (Tipp: Wenn du Energie sparen möchtest, dann heize den Backofen nicht vor. Gib die Nüsse gleich zu Anfang in den Ofen und lasse sie einfach einige Minuten länger rösten.)
  4. Überprüfe regelmäßig, ob die Nüsse schon fertig sind – so verhinderst du, dass sie verbrennen. Sie sollten eine bräunliche Farbe haben und nussig duften.
  5. Nimm die Haselnüsse aus dem Ofen und anschließend vom Backblech. Lass sie auskühlen und fülle sie dann in ein verschließbares Behältnis.

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(1) Kommentar

  1. Das Gleiche gilt auch für andere Nüsse – Mandeln, Walnüsse z.B.
    Mittlere Hitze ist allerdings zu hoch. Bis man ein paar Erfahrungen damit gemacht hat, sollte man viel vorsichtiger sein, dauernd dabei bleiben und wenn das Rösten beginnt, die Nüsse fast ständig in Bewegung halten. Dazu eigent sich vor allem eine Pfanne mit hohem Rand oder ein Edelstahltopf, damit man nicht zu vorsichtig sein muss beim Rühren.
    Ich röste auch Sesamsamen und vermahle sie dann zur geliebten Sesampaste.
    Auch Kokosflocken röste ich gerne, die brennen aber schnell an, wenn die Hitze zu hoch ist. Daher mache ich es meistens so, dass ich zuerst die Kokosflocken röste, wenn die Hitze noch nicht voll da ist. Wenn sie leicht braun sind, fülle ich sie um zum Auskühlen, dann röste ich die Walnüsse, dann die Sesamsamen und zum Schluß die Mandeln oder Haselnüsse. Alles im gleichen Topf nacheinander, dann hat es sich gelohnt den Herd anzuschalten.
    Das Rösten im Backofen verbietet sich eigentlich von selbst, weil ein Backofen unvergleichlich mehr Energie verbraucht als eine Herdplatte auf kleiner Stufe, es sei denn, man kann das Rösten der Nüsse als Vorheizen für einen weiteren Backvorgang nutzen.

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