Kaki: So gesund ist die süße Frucht

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Kakis sind süße Früchte, die vor allem im Winter erhältlich sind. Doch wie gesund sind Kakis? Wir zeigen dir, welche Nährstoffe drinsecken und wie du Kakis richtig isst.

Kakis werden auch als "Götterfrucht" bezeichnet.
Kakis werden auch als „Götterfrucht“ bezeichnet.
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Leuchtend orangefarbene Schale, süßes Fruchtfleisch und die Form einer großen Tomate: Das ist die Kaki, auch Kakipflaume genannt. Sie ist die Frucht des Kakibaums und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. So wird sie in China bereits seit 2000 Jahren genutzt. Ihr Gattungsname lautet Diospyros und bedeutet „Götterfrucht“ oder „Götterspeise“. Besondere Kaki-Sorten beziehungsweise veredelte Zuchtformen der Kaki sind die Persimone und die Sharonfrucht.

Kakis sind hierzulande vor allem im Winter, nämlich von Oktober bis Dezember, erhältlich. Dann versorgen sie dich als gesunder Snack mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen. 

Nährwerte und Co.: So gesund ist die Kaki

Kakis eignen sich gut als Snack nach dem Sport.
Kakis eignen sich gut als Snack nach dem Sport.
(Foto: CC0 / Pixabay / happyveganfit)

Kakis sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Sie haben zwar etwas mehr Kalorien als einige andere Winterfrüchte wie Orangen, doch sie versorgen dich dafür auch mit vielen Nährstoffen. 

Nährwerte pro 100 Gramm Frucht:

  • Kilokalorien: 70 kcal
  • Protein: 0.58 g
  • Fett: 0.19 g 
  • Kohlenhydrate: 18.59 g 
  • davon Zucker: 12.53 g 
  • Ballaststoffe: 3.6 g

Kakis enthalten relativ viel Zucker, vor allem Fruchtzucker, aber auch Glukose. Das macht die Kaki zu einem idealen Post-Workout-Snack, denn die Frucht lädt nach dem Sport die Glukosespeicher schnell wieder auf und verhilft so zu neuer Energie.

Dank des hohen Gehalts an Ballaststoffen sättigt der Snack zudem auch gut und trägt zu einer gesunden Verdauung bei. 

Mineralien pro 100 Gramm Frucht (Auswahl):

  • Calcium: 8 mg
  • Magnesium: 9 mg
  • Kalium: 161 mg
  • Natrium: 1 mg
  • Phosphor: 17 mg

Vitamine pro 100 Gramm Frucht (Auswahl):

  • Vitamin C: 7.5 mg
  • Folsäure: 8 µg
  • Beta-Carotin (Provitamin A): 253 µg

Die „Götterfrucht“ verfügt über eine Vielzahl an Mineralien und Vitaminen. Besonders der hohe Gehalt an Provitamin A fällt auf. Provitamin A ist die in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln befindliche Vorstufe von Vitamin A. Vitamin A ist ein lebenswichtiges Vitamin, welches unter anderem den Sehprozess unterstützt und an vielen Wachstumsvorgängen beteiligt ist. Das in der Kaki vorhandene Kalium übernimmt Funktionen im Energiestoffwechsel und reguliert den Kreislauf.

Kakis enthalten auch relativ viele Tannine. Das sind pflanzliche Gerbstoffe, die dafür sorgen, dass die unreifen Kaki-Früchte herb schmecken und oft ein pelziges Mundgefühl hinterlassen. Wenn die Frucht reif ist, ist der Gehalt an Tanninen geringer. Übrigens enthalten die Kaki-Zuchtsorten Sharonfrucht und Persimon weniger Tannine und verursachen somit kein pelziges Gefühl.

So isst du die Kaki richtig

Du kannst die Kaki aufschneiden und auslöffeln wie eine Kiwi.
Du kannst die Kaki aufschneiden und auslöffeln wie eine Kiwi.
(Foto: CC0 / Pixabay / dfespi)

Kakis haben eine recht dicke und feste Schale, die nicht immer genießbar ist. Daher schälen viele die Frucht und schneiden sie in Schnitze wie Äpfel oder schneiden sie oben auf und löffeln das Fruchtfleisch wie bei einer Kiwi aus. Die gezüchteten Sorten wie Sharonfrucht haben eine dünnere Schale, die auch mitgegessen werden kann.

Kakis schmecken zuckersüß. Sie eignen sich daher perfekt, um das morgendliche Müsli oder Porridge natürlich zu süßen. Auch einen leckeren Kuchen kann man mit den Früchten herstellen, oder sie zu Marmelade, Gelee, Sirup oder Kompott verarbeiten.

Wem die Süße der Frucht zu intensiv ist, kann sie mit einem Spritzer Zitronen- oder Limettensaft etwas abmildern, oder stattdessen zur Sharonfrucht greifen. Diese ist weniger süß. 

Kakis schmecken außerdem gut als süßes, frisches Element in Salaten oder Currys

Tipps:

  • Wenn die Kaki noch nicht reif ist, kannst du sie einige Tage neben Bananen oder Äpfeln lagern. Diese sondern ein „Reifegas“ ab, welches Obst dazu anregt, schneller zu reifen. 
  • Die Reife der Frucht kannst du feststellen, indem du mit den Fingern leichten Druck auf die Kaki ausübst: Gibt die Schale nach, ist die Frucht reif. 
  • Braune Stellen entwickeln die Kakis schnell. Diese sind jedoch nicht unbedingt ein Zeichen von Fäulnis, sondern entstehen aufgrund des hohen Zuckergehalts.

Wie nachhaltig ist die Kaki?

Kakis stammen ursprünglich aus Asien und noch heute liegt ein Großteil der Anbaugebiete in Korea, China und Japan. Doch inzwischen werden Kakis auch in Kalifornien, Neuseeland und Israel angebaut. Kakis, die wir hierzulande bekommen, stammen meist aus Italien oder Spanien. Wirklich regional sind Kakis also nicht. Sie müssen mitunter weite Transportwege zurücklegen, bis sie es in hiesige Supermarktregale geschafft haben. Dabei entstehen teils große Mengen an klimaschädlichem CO2. Achte beim Einkauf darauf, dass du Kakis aus europäischen Anbaugebieten kaufst, um die Klimabilanz etwas zu verbessern.

Kakibäume werden kaum von Schädlingen befallen. Somit ist auch der Einsatz von chemisch Pestiziden nicht notwendig, sodass der Anbau von Kakis für Mensch, Umwelt und Tier nicht schädlich ist. Um diese trotzdem gänzlich zu vermeiden, kannst du auf Bio-Kakis achten.

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