Schwarzwälder Kirschtorte: Ein veganes Rezept

Foto: Utopia/ Leonie Barghorn

Eine vegane Schwarzwälder Kirschtorte kommt ohne Eier, Butter und tierische Sahne aus, schmeckt aber mindestens so gut wie das Original. Wir zeigen dir ein einfaches Rezept für den Tortenklassiker.

Ob die Schwarzwälder Kirschtorte wirklich aus dem Schwarzwald kommt, ist nicht genau bekannt. Klar ist jedoch: Das Schichtwerk aus Schokoladenbiskuit, Schlagsahne und Kirschen ist auf der ganzen Welt unter diesem Namen bekannt. Die Torte gehört heute zu den Klassikern der deutschen Backkunst. 

Für eine vegane Ernährung ist Schwarzwälder Kirschtorte normalerweise denkbar ungeeignet – Sahne und Eier machen einen wichtigen Teil aus. Das Gute ist jedoch, dass du beide Zutaten ersetzen kannst. Eine vegane Schwarzwälder Kirschtorte bedeutet weder mehr Aufwand noch weniger Geschmack.

Vegane Schwarzwälder Kirschtorte: Die Zutaten

Schwarzwälder Kirschtorte kannst du auch vegan zubereiten.
Schwarzwälder Kirschtorte kannst du auch vegan zubereiten.
(Foto: Utopia/ Leonie Barghorn)

Für den Teig der veganen Schwarzwälder Kirschtorte brauchst du folgende Zutaten in Bio-Qualität:

  • etwas Öl oder Margarine für die Form
  • 250 g Dinkelmehl Typ 630
  • 50 g Speisestärke
  • 1 Prise Salz
  • 100-150 g Zucker (je nach Geschmack)
  • 50 g Kakaopulver (nach Möglichkeit Fairtrade-Kakao)
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 90 ml geschmacksneutrales Öl (zum Beispiel Rapsöl)
  • 300 ml Sprudelwasser oder pflanzliche Milch
  • 1 gestr. TL Natron
  • 3 TL Apfel- oder Weißweinessig

Für die Kirschfüllung brauchst du:

  • 1 Glas Kirschen (ca. 700 g)
  • 30 g Speisestärke
  • nach Belieben einige TL Vanillezucker

Tipp: In der Kirschensaison schmecken frische Kirschen besonders lecker. Statt der Kirschen aus dem Glas kannst du 500 Gramm frische Kirschen verwenden und brauchst dann noch etwa 250 ml Kirschsaft.

Für Sahne und Garnitur der veganen Schwarzwälder Kirschtorte brauchst du:

  • 400 bis 500 ml vegane Schlagsahne (siehe Tipps am Ende des Artikels)
  • nach Belieben einige TL Vanillezucker oder das Mark einer Vanilleschote
  • nach Belieben etwas Kirschwasser
  • ca. 4 EL fertige vegane Schokoraspeln oder (besser) frisch geraspelte vegane Fairtrade-Schokolade (zart- oder edelbitter)

Vegane Schwarzwälder Kirschtorte backen: So geht’s

Die vegane Schwarzwälder Kirschtorte von innen: Zwei Lagen Schokobiskuit, Kirschkompott und Schlagsahne.
Die vegane Schwarzwälder Kirschtorte von innen: Zwei Lagen Schokobiskuit, Kirschkompott und Schlagsahne.
(Foto: Utopia / Leonie Barghorn)

Als erstes backst du den Schokobiskuit:

  1. Fette den Boden einer Springform (circa 26 Zentimeter Durchmesser) mit Margarine oder Öl ein und heize den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. In den meisten Rezepten ist Vorheizen unnötige Energieverschwendung. Biskuitteig geht jedoch besser auf, wenn er in den heißen Ofen kommt. Mehr Infos zum Thema: Backofen vorheizen: sinnvoll oder nicht?
  2. Vermische in einer großen Schüssel Mehl, Stärke, Salz, Zucker, Kakaopulver und Backpulver. Rühre anschließend Öl und Sprudelwasser oder Pflanzenmilch unter. Vermische zuletzt Natron und Essig und rühre die Mischung kurz unter den Teig.
  3. Gib den Teig in die Form und backe ihn für etwa 25 Minuten. Wann der Teig fertig ist, verrät dir die Stäbchenprobe: Stich mit einem Holz- oder Metallstäbchen in die Mitte des Teigs. Wenn nichts mehr am Stäbchen hängenbleibt, ist der Teig fertig.
  4. Lasse den Teig vollständig auskühlen. Du kannst ihn nach einer Weile aus der Form holen, solltest dabei aber vorsichtig sein: Der Teig bekommt leicht Risse. Wenn er komplett ausgekühlt ist, kannst du ihn mit einem großen Messer halbieren. Tipp: Alternativ kannst du den Teig auch bereits auf zwei Springformen aufteilen. Die Backzeit verkürzt sich dann um etwa fünf bis zehn Minuten.

Bereite, während der Teig abkühlt, die Kirschfüllung für die vegane Schwarzwälder Kirschtorte zu:

  1. Falls du frische Kirschen verwendest, wasche diese ab, halbiere und entsteine sie. Aus den Kirschkernen kannst du später ein Kirschkernkissen selber machen. Lasse alternativ die Kirschen aus dem Glas abtropfen und fange dabei den Saft auf (du brauchst circa 250 Milliliter). Tipp: Bewahre etwa zwölf Kirschen zur Dekoration auf. 
  2. Verrühre ein paar Esslöffel des Kirschsafts mit der Speisestärke und dem Vanillezucker.
  3. Gib den Rest des Kirschsafts in einen kleinen Topf und koche ihn auf.
  4. Rühre die Speisestärkemischung unter. Koche die Mischung unter stetigem Rühren nochmals auf, bis sie andickt. Nimm den Topf anschließend vom Herd und lasse die Mischung unter Rühren etwas abkühlen, bis sie dickcremig ist. Hebe anschließend die Kirschen unter. Lasse das Kirschkompott vollständig abkühlen.

Stelle die vegane Schwarzwälder Kirschtorte fertig:

  1. Schlage die vegane Sahne mit dem Vanillezucker oder -mark steif und stelle sie bis zur weiteren Verwendung kühl.
  2. Lege die untere Hälfte des Teigs auf eine Tortenplatte und beträufele sie nach Belieben mit etwas Kirschwasser.
  3. Verteile das Kirschkompott auf dem Teig und bestreiche dieses mit Schlagsahne.
  4. Lege den zweiten Biskuitboden auf die Sahneschicht. Streiche die vegane Schwarzwälder Kirschtorte rundherum mit der restlichen Sahne ein und bestreue sie mit Schokoraspeln. Dekoriere die Torte zuletzt mit den übrigen Kirschen.

Tipp: Falls du eine Spritze für Teig oder Cremes besitzt, kannst du mit einem Teil der Sahne kleine Tupfer auf die fertige Torte spritzen und diese mit Kirschen bestücken.

Vegane Schwarzwälder KIrschtorte: Tipps für die Schlagsahne

Vegane Sahne findest du inzwischen in vielen Supermärkten, in Bioläden und im Internet. 

  • Nicht jede vegane Sahne ist jedoch zum Aufschlagen geeignet. Lies dir deshalb das Etikett gut durch.
  • Manche veganen Schlagcremes enthalten Palmöl und/oder Zusatzstoffe. Greife lieber zu Produkten mit natürlichen und möglichst regionalen Zutaten. Auch ein Bio-Siegel ist sinnvoll, weil in der ökologischen Landwirtschaft keine synthetischen Pestizide und Kunstdünger erlaubt sind.

Mehr Tipps zu veganer Sahne bekommst du in diesem Artikel: Vegane Sahne: Empfehlenswerte Alternativen und wie du sie selber machst.

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