Zuckerhut-Salat: Anbau und Verwendung des Wintersalats

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Zuckerhut-Salat versorgt dich auch im Winter regional mit wertvollen Nährstoffen. Wie du die Salatsorte bei dir im Garten anbaust und wie du Zuckerhut-Salat in der Küche verwendest, erfährst du in diesem Artikel.

Der Zuckerhut stammt von der wilden Wegwarte ab.
Der Zuckerhut stammt von der wilden Wegwarte ab.
(Foto: CC0 / Pixabay / WikimediaImages)

Zuckerhut-Salat gehört wie Radicchio und Chicorée zu den Zichoriensalaten. Sie alle stammen von der wild wachsenden Wegwarte und sind dadurch besonders robust.

Zuckerhut-Salat eignet sich besonders als Herbst- und Wintersalat, da er auch mit niedrigen Temperaturen bis zu minus sieben Grad gut zurechtkommt – auch wenn der Salat ursprünglich aus Italien stammt.

Seinen Namen verdankt der Zuckerhut den großen ovalen Köpfen. Sie erreichen eine Größe von bis zu 45 Zentimetern und können bis zu zwei Kilogramm schwer werden. Wegen der festen, fleischigen Blätter wird er auch Fleischkraut genannt.

In diesem Artikel erfährst du, wie du Zuckerhut anbaust und wie du ihn in der Küche verwendest.

Zuckerhut-Salat im Garten anbauen

Du kannst Zuckerhut-Salat aussäen oder vorgezogene Pflanzen kaufen.
Du kannst Zuckerhut-Salat aussäen oder vorgezogene Pflanzen kaufen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pezibear)

Der Zuckerhut ist ein einjähriger Salat und gehört zur Familie der Korbblütler. Der Wintersalat ist robust und pflegeleicht. Folgende Hinweise solltest du berücksichtigen, damit der Salat auch in deinem Garten gedeiht:

Standort:

  • Zuckerhut bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz.
  • Nach Erbsen oder Spinat gedeiht der Salat besonders gut.
  • Wechsle das Beet für Zuckerhut-Salat jährlich und achte darauf, erst nach drei Jahren wieder andere Korbblütler wie Schwarzwurzel, Ringelblumen oder Artischocken anzubauen.

Boden:

  • Der Zuckerhut bevorzugt humusreichen, lockeren und feuchten Boden.
  • Lockere den Boden gut auf und befreie ihn von Unkraut und großen Steinen, bevor du den Salat pflanzt.
  • Reichere die Erde mit etwas reifem Kompost an, damit der Salat gut mit Nährstoffen versorgt ist.

Mischkultur:

Aussaat:

  • Der richtige Zeitpunkt, um Zuckerhut zu pflanzen, ist Ende Juni bis Anfang Juli – sowohl für Saatgut als auch Setzlinge. Der Vorteil von vorgezogenen Pflanzen ist, dass du bereits ab August ernten kannst.
  • Lege zwei bis drei Samen im Abstand von 30 Zentimetern in den Boden und bedecke sie mit etwa zwei Zentimetern Erde. Zuckerhut entwickelt feste sogenannte Pfahlwurzeln und ist daher schlecht zu pikieren. Deshalb solltest du die jungen Pflanzen so früh wie möglich vereinzeln, nachdem sie zu keimen beginnen.
  • Halte auch bei den Reihen einen Abstand von 30 bis 45 Zentimetern zwischen den Pflanzen ein.
  • Achte bei Setzlingen darauf, die jungen Pflanzen nicht zu tief zu setzen.
  • Versorge die jungen Salatpflanzen mit ausreichend Wasser, damit sie gut anwachsen.

Zuckerhut-Salat pflegen und ernten

Mit der richtigen Pflege erreicht Zuckerhut-Salat ein Gewicht von bis zu zwei Kilogramm.
Mit der richtigen Pflege erreicht Zuckerhut-Salat ein Gewicht von bis zu zwei Kilogramm.
(Foto: CC0 / Pixabay / MelissaHuang)

Zuckerhut-Salat ist genügsam, robust und auch gegenüber Schädlingen nicht sehr anfällig. Dennoch gibt es einige Punkte, die du bei der Pflege und der Ernte bedenken solltest:

Pflege:

  • Achte darauf, dass der Salat vor allem in den Sommermonaten mit ausreichend Wasser versorgt ist.
  • Lockere den Boden regelmäßig auf und entferne Unkraut.
  • Wenn du den Boden zu Beginn mit Kompost angereichert hast, musst du den Salat bis zur Ernte nicht mehr düngen. Hast du den Boden zu Beginn nicht gedüngt, kannst du den Boden später noch mit organischem Dünger wie Brennnesseljauche anreichern.
  • Wenn nötig, kannst du den Salat mit einem feinen Netz vor Schädlingen schützen.
  • Bei niedrigen Temperaturen solltest du die Salatköpfe zusätzlich mit einer Schicht Laub oder Stroh schützen. Achte darauf, dass die Blätter trocken sind, damit sich kein Schimmel bildet.

Ernte:

  • Nach acht bis zwölf Wochen kannst du den Zuckerhut-Salat ernten. Je später du den Salat erntest, desto milder wird er im Geschmack. Am besten wartest du mit der Ernte bis nach dem ersten Frost.
  • Dafür kannst du die Köpfe direkt über dem Boden mit einem Messer abschneiden. Alternativ kannst du den Salat mit seinen Wurzeln ernten, so bleibt er länger frisch.
  • An einem kühlen, dunklen Ort kannst du Zuckerhut-Salat gut lagern.

Zuckerhut-Salat: Verwendung in der Küche

Zuckerhut-Salat versorgt sich auch im Winter mit wertvollen Nährstoffen.
Zuckerhut-Salat versorgt sich auch im Winter mit wertvollen Nährstoffen.
(Foto: CC0 / Pixabay / JillWellington)

Der winterliche Zuckerhut-Salat versorgt dich auch im Winter mit wertvollen Nährstoffen und Vitaminen – und das ganz regional ohne lange Transportwege. Er enthält unter anderem:

Zuckerhut kannst du klassisch als Salat zubereiten oder auch mit anderem Wintergemüse dünsten.

Die äußeren grünen Blätter sind meist sehr bitter, weshalb überwiegend der innere, helle Teil des Salats zubereitet wird. Die enthaltenen Bitterstoffe sind jedoch sehr gesund. Deshalb solltest du auch die grünen Blätter des Zuckerhut-Salats verwenden. Mit den folgenden Tipps kannst du den bitteren Geschmack abmildern:

  • Bereite Salate mit süßem Obst wie Äpfeln, Weintrauben oder Birnen zu. Damit harmoniert der nussige Geschmack des Salats und gleicht die bittere Note aus.
  • Ein Dressing aus Essig und Zucker neutralisiert den bitteren Geschmack.
  • Koche den Salat kurz in etwas Salzwasser oder lege den geschnittenen Salat für fünf Minuten in lauwarmes Wasser ein. Dabei gehen allerdings auch wertvolle Vitamine, weshalb wir diese Methode nicht empfehlen.

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