Stoppt den Wegwerfwahn! – 15 Wege zu weniger Müll


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(32) Kommentare


  1. „Deutschland ist Europameister – wir produzieren mit Abstand am meisten Verpackungsmüll in der gesamten EU – insgesamt und pro Kopf.“ Diese erschreckende Nachricht veröffentlichte das Umweltministerium am 16.10.15 auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen hin.

    Der Onlinehandel wächst weiterhin sehr stark und glaubt man der kürzlich veröffentlichten Studie des Deutschen CleanTech Instituts (DCTI) „Klimafreundlich einkaufen – eine vergleichende Betrachtung von Onlinehandel und stationärem Einzelhandel“, so ist der Onlinehandel im Hinblick auf die Transportwege weniger klimaschädlich, als der stationäre Einzelhandel.

    Der Verpackungsmüll ist in der Studie des DCTI nicht berücksichtigt. Doch, ganz unabhängig davon, was die Studie sonst ergeben hätte, ist der Onlinehandel mit etwa 10 % des Gesamthandelsvolumens ein ernst zu nehmender Sektor und der anfallende Verpackungsmüll ein enormes Problem.

    RePack (http://www.originalrepack.com) könnte in diesem Dilemma Abhilfe schaffen. Das finnische Start Up hat ein einzigartiges und nachhaltiges Verpackungssystem für Onlinehändler und Verbraucher entwickelt. Basierend auf dem Flaschenpfand-System kann eine RePack-Verpackung aus 100 % recycelbarem Material mindestens 20 Mal wiederverwendet werden. Das intelligente Design der Verpackung erlaubt es dem Kunden, diese auf Briefformat zu falten und portofrei über jeden Postkasten auf der ganzen Welt zum finnischen Unternehmen zurückzuschicken.

    RePack wird bereits erfolgreich in etwa zehn finnischen Onlineshops für Bekleidung eingesetzt und erfreut sich außerdem am renommierten finnischen Designpreis Fennia Prize von 2014 sowie dem deutschen Green Alley Award, der im Rahmen des „InnoWASTEon – grüne Start-ups gesucht“ an RePack als eines der besten Start Ups der Green Economy vergeben wurde.

    Das Konzept ist erfolgversprechend und hat auch international bereits interessierte Onlineshops auf seiner Seite. Bleibt zu hoffen, dass RePack auch bald nach Deutschland kommt und dem Verpackungsmüll den Kampf ansagt – weg von der Wegwerfgesellschaft hin zur Kreislaufwirtschaft!

  2. Müll vermeiden: Kauft gebraucht Produkte ob elektro möbel oder Klamotten, das mach ich schon seit über 20 Jahren, klappt Prima und man spart richtig viel Geld, oft bekommt man auch einiges Gratis wenn man sich ein bischen umhört

  3. meiner meinung nach sollten aber auch die Hygienevorschriften in kliniken mal angepasst werden! da wird dann mit viel glück einmal die woche das zimmer gewischt, aber jeden tag fallen riesige berge verpackungsmüll an… jede einzelne scheibe brot ist in folie, jedes stück butter oder margarine. puddingbecher fallen auch noch an. warum geht das nicht alles ohne. früher wurde der pudding zum nachtisch doch auch gekocht und die schwester hat sich einmal-handschuhe angezogen um brot, wurst und käse auf die teller zu verteilen. ging doch – da finde ich das mit dem putzen schlimmer, wenn dann das papiertaschentuch des vorigen patienten 3 tage unterm bett liegt

  4. Ich habe in den letzten Jahren zu wenig Hausmüll produziert und bekam gestern von dem Entsorgungsbetrieb einen bösen Brief, in dem mir der Erlass einer Verfügung angedroht wurde, weil ich meine Hausmülltonne nicht leeren ließ. Tja, was tun, wenn kein Müll da ist….und der Müll, den man noch hat an der falschen Stelle (im Garten)produziert wurde und auch dort ordnungsgemäß entsorgt wurde???
    Fazit: Müllvermeidung bringt Ärger, lieber schmeiß ich jetzt alles wieder rein in die Tonne: Glas, Papier…Plastik…besser nichts trennen und nichts wiederverwerten!
    Das Gerede von der Müllvermeidung ist nur heiße Luft….denn unsere Müllverbrennungsanlagen müssen ja rauchen…ach ja…da gibt es ja auch noch Umweltnormen für Abgase… Eigentlich sollte man über den Wahnsinn lachen, wenn es nicht so traurig wäre…

    • Das ist schräg und habe ich noch nie gehört.
      Wo wohnst Du denn? (Stadt, Bundesland).
      Und auf welche Paragraphen bezieht sich das Schreiben?

    • Das hab ich auch schon öfter gehört, das ist echt der Hammer! Hier in Braunschweig muss man mindestens 10l Restmüll pro Person und Woche „produzieren“ ansonsten gibt es Ärger. Ich verstehe ja, dass man damit vielleicht verhindern will, dass man den Restmüll einfach in Nachbars Garten vergräbt, aber so ein Generalverdacht ist Mist.

    • Hey, bei uns sind auch 2 Leerungen im Jahr das Minimum….aber magst du mir verraten wie du es geschafft hast? wir haben immer recht viel Restmüll….will aber so gern auf weniger Leerungen zurückgreifen

    • Ich denke, der erste Schritt wäre, den Entsorgungsbetrieben den Sachverhalt mitzuteilen und zu erklären, dass und warum eben so wenig Restmüll anfällt. Dafür ist der Mensch ja mit Sprache begabt. Notfalls stellt man halt hin und wieder die leere Tonne raus.
      Erst wenn die dann immer noch Ärger machen kann man lamentieren.

    • Natürlich ist es ärgerlich, wenn man für die Entsorgung von Müll bezahlen muss, den man nicht produziert hat. Es gibt aber eine guten Grund dafür, eine gewisse Anzahl von Mindestlehrungen je Haushalt zu berechnen: Nach der Umstellung der Müllgebühren auf die Anzahl der Leerungen gab es eine enorme Zunahme der wilden Müllablagerungen. Außerdem entsorgen manche Sparfüchse ihren Restmüll im gelben Sack oder in öffentlichen Mülleimern. Dem lässt sich nur beikommen, indem man von jedem verlangt, eine gewisse Anzahl von Tonnenlehrungen im Jahr zu bezahlen.

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