Champignons zubereiten: Das solltest du beachten

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Champignons sind gesunde und schmackhafte Alleskönner, die sich auf verschiedene Weise zubereiten lassen. Wir zeigen dir, welche Methode welche Vorteile hat.

Champignons sind die beliebteste Pilzsorte der Welt, die in vielen Kulturen in verschiedenen Gerichten verwendet und auf verschiedene Weisen zubereitet werden. Da sie leicht im Dunkeln gezüchtet werden können, sind Champignons bei uns das ganze Jahr erhältlich. In der Natur haben sie jedoch erst im Spätsommer Saison.

Champignons stecken voller gesunder Nährstoffe: Sie bestehen zu ca. 91 Prozent aus Wasser und sind deshalb ausgesprochen kalorienarm. Sie enthalten eine Menge des gesunden Elektrolyts Kalium – ungefähr genau so viel wie die dafür berühmten Bananen. Unter anderem ist der Kalium dafür verantwortlich, deine Nervenzellen und deren Leitfähigkeit gesund zu halten.

Außerdem beinhalten Champignons Mineralstoffe wie:

Es gibt weiße und braune Champignons, die sich in ihren Inhaltsstoffen kaum voneinander unterscheiden. Die weißen schmecken lediglich etwas nussiger und die braunen etwas kräftiger.

Champignons zubereiten: die Vorbereitung

Wenn du Champignons zubereiten möchtest, solltest du vorher ein paar Punkte beachten. Dazu gehören das Kaufen hochwertiger Produkte und das Putzen der Champignons.

Was du beim Kauf beachten solltest:

  • Achte darauf, dass die Champignons frisch sind. Champignons aus der Dose oder aus dem Glas beinhalten nichts ansatzweise so viele Nährstoffe wie frische Champignons und haben auch einen gänzlich anderen Geschmack.
  • Champignons gibt es das ganze Jahr über zu kaufen, doch werden diese „Kulturchampignons“ oft mit Pestiziden behandelt. Achte also darauf, sie bio zu kaufen.
  • Die Wildpilze haben im Spätsommer bei uns Saison. Nur als erfahrener Pilzsammler solltest du sie jedoch selbst sammeln, da sie leicht mit dem gefährlichen Knollenblätterpilz verwechselt werden können.

Um Champignons sauber zu machen, solltest du sie nicht mit Wasser abwaschen: Sonst können die Aromen und Vitamine verloren gehen. Champignons lassen sich ganz einfach mit einer speziellen Bürste oder mit Küchenpapier von Schmutz befreien. Wie genau du Champignons putzt, zeigen wir dir hier:

Champignons roh zubereiten

Rohe Champignons bringen einen frischen Geschmack und ein kräftiges Aroma zu jedem Grillfest.
Rohe Champignons bringen einen frischen Geschmack und ein kräftiges Aroma zu jedem Grillfest. (Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Champignons lassen sich wie andere gesunde Gemüsesorten auch roh essen. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass sie sich schnell zubereiten lassen – sie behalten auch ihre gesamten Nährstoffe bei.

Hast du noch nie rohe Champignons gegessen, solltest du es aber nicht gleich übertreiben: Manche Menschen vertragen Champignons roh nicht so gut, was zu Blähungen führen kann. Am besten eignen sie sich roh für einen Salat.

Was du zum Zubereiten des Champignon-Salats benötigst:

  • 250 g Champignons deiner Wahl
  • 5 ELOlivenöl
  • 4 EL Zitronensaft (einer frischen Zitrone)
  • 1 EL geriebene Zitronenschale
  • 2 Knoblauchzehen (klein geschnitten oder gepresst)
  • Salz und Pfeffer nach Belieben
  • 1 halbes Bund Petersilie (gehackt)
  • 3 EL geriebener Parmesan

Rezept:

  1. Putze die Champignons und schneide sie senkrecht in sehr dünne Scheiben.
  2. Vermische das Olivenöl, den Zitronensaft, Zitronenschale und den Knoblauch für das Dressing in einer Schüssel.
  3. Würze nach Belieben mit Salz und Pfeffer.
  4. Füge das Dressing und die grob gehackte Petersilie nun zu den Champignons hinzu.
  5. Hebe sie ganz vorsichtig unter, damit die Pilze nicht zerbrechen.
  6. Streue nun Parmesan auf das Ganze.

Fertig ist dein perfekter Salat für einen sommerlichen Grillabend!

Champignons braten

Gebratene Champignons sind aromatisch, verlieren aber einen Teil ihrer Nährstoffe.
Gebratene Champignons sind aromatisch, verlieren aber einen Teil ihrer Nährstoffe. (Foto: CC0 / Pixabay / ExplorerBob)

Wenn du Champignons brätst, verlieren sie durch die hohe Hitze einen Teil ihrer Nährstoffe. Hingegen entfalten sie hierbei ihr volles kräftiges und nussiges Aroma.

Zum Braten der Champignons benötigst du vor allem eine große Pfanne, damit sie von allen Seiten gut erhitzt werden.

Was du für gebratene Champignons brauchst:

  • 250 g Champignons deiner Wahl
  • 2 EL Butter
  • Knoblauchzehen (klein geschnitten oder gepresst)
  • 2 Schalotten (klein geschnitten)
  • Salz und Pfeffer nach Belieben
  • eine Handvoll frisch gehackte Petersilie

Rezept:

  1. Putze die Champignons und viertel sie.
  2. Erhitze die Butter in einer Pfanne, bis sie anfängt zu brutzeln.
  3. Gib nun die Champignons hinzu und verteile sie in der Pfanne, sodass sie sich nicht stapeln.
  4. Gib nach ca. vier Minuten die Zwiebeln und den Knoblauch hinzu.
  5. Brate das Ganze noch ca. drei Minuten.
  6. Würze die gebratenen Champignons nach Belieben mit Salz und Pfeffer und hebe die Petersilie unter.

Champignons dünsten

Gedünstet sind Champignons besonders geschmackvoll.
Gedünstet sind Champignons besonders geschmackvoll. (Foto: CC0 / Pixabay / TeWa)

Häufig werden Champignons gedünstet zubereitet und serviert: Durch die relativ niedrige Hitze behalten sie mehr Nährstoffe bei als beim Braten. Hier entfalten sie ihren aromatischen Geschmack ebenfalls stark und nehmen Gewürze und Kräuteraromen gut an. Wenn du Öl und Fett weglässt, sind die Pilze außerdem weitaus kalorienärmer. Gedünstete Champignons können sowohl zu Fleisch als auch vegetarisch zum Beispiel zu Nudeln serviert werden.

Zutaten für gedünstete Champignons:

  • 250 g Champignons deiner Wahl
  • 1/2 Tasse wahlweise Hühner-, Rinder oder Gemüsebrühe
  • 3 Knoblauchzehen (klein geschnitten oder gepresst)
  • 2 Lauchzwiebeln
  • frischer oder getrockneter Oregano
  • Salz und Pfeffer nach Belieben

Rezept:

  1. Putze die Champignons und schneide sie grob in schmale Scheiben (Verschieden dicke Scheiben werden in verschiedenem Grad gedünstet und lassen dein Gericht rustikaler schmecken.)
  2. Schneide die Lauchzwiebeln in kleine Ringe und lege den grünen Teil vorerst zur Seite.
  3. Brate nun den Knoblauch und das weiße Ende der Lauchzwiebeln kurz auf mittlerer Hitze an.
  4. Lasse die Brühe in die Pfanne ein und erhitze sie, bis sie anfängt zu köcheln.
  5. Füge die Champignons nun hinzu und stelle die Hitze auf niedrig.
  6. Würze mit Salz, Pfeffer und Oregano.
  7. Wende die Champignons gut in der Pfanne, bis sie die Flüssigkeit komplett aufgesaugt haben.
  8. Mische am Ende das Grün der Lauchzwiebel unter. Nun kannst du sie zu deinem Lieblingsgericht servieren!

Champignons grillen

Champignons lassen sich pur oder mit Kräuterbutter grillen.
Champignons lassen sich pur oder mit Kräuterbutter grillen. (Foto: CC0 / Pixabay / Scheko46)

Ob zu Fleisch oder komplett vegetarisch, die gegrillten Champignons mit Kräuterbutter sind der Star auf dem Rost. Sie sind besonders einfach zu machen und peppen jedes Grillfest auf. Ein weiterer Vorteil dieser Zubereitung ist, dass du immer wieder eine neue Portion auf den Grill legen kannst. So kannst du Gästen immer heiße und frische Champignons reichen.

Was du zum Zubereiten der gegrillten Champignons brauchst:

  • besonders große Champignons
  • Kräuterbutter
  • Knoblauch (gepresst)

Wir zeigen dir auf Utopia.de, wie du Kräuterbutter selbst machst:

So bereitest du gegrillte Champignons zu:

  1. Säubere die Champignons und entferne die Stiele.
  2. Gib die Kräuterbutter und den gepressten Knoblauch mit einem Löffel in die Mulde.
  3. Gib die Champignons in z.B. ein Grillbrett, Grillpapier oder ein Grillgitter, damit sie nicht umfallen und die Butter ausläuft. Vermeide Alufolie oder eine Aluschale. Aluminium ist nicht nur schädlich für die Umwelt, es gelangt durch das Erhitzen auch in deine Nahrung. Wir zeigen dir verschiedene Grill-Alternativen zu Alufolie.
  4. Nach ca. zehn Minuten sollten die Champignons fertig sein.

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(1) Kommentar

  1. Pilze soll man auch aus einem anderen Grund nicht mit Wasser reinigen: Sie saugen sich damit voll! Will man sie anschließend braten, ist das von großem Nachteil, denn wenn sie erst die Flüssigkeit abgeben müssen, schwimmen sie zunächst in ihrem eigenen Sud und werden daher eher gekocht als gebraten, wobei die wertvollen Inhaltsstoffe austreten und – sobald die Flüssigkeit verkocht ist – verbrennen. Selbst wenn sie nicht gewaschen wurden, können Pilze sehr viel Wasser freisetzen. Daher lieber bei sehr großer Hitze aber dafür kürzer im Wok unter beständigem Rühren „braten“. Dafür ist Butter aufgrund ihres niedrigen Rauchpunkts natürliche nicht geeignet. Ich nehme Rapsöl oder Erdnusöl dafür. Dabei lieber regelmäßig bei Bedarf eine geringe Ölmenge nachgeben als das ganze Öl zu Anfang, da die Pilze sich sonst nur damit vollsaugen würden. Ich lösche sie zum Schluss gerne noch mit Soja-Soße ab.

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