Kürbis lagern: So machst du es richtig

Foto: CC0 / Pixabay / Picsues

Du kannst Kürbisse gut lagern, um sie über die Saison hinaus haltbar zu machen. Das Fruchtgemüse wird ab dem Spätsommer reif und begleitet uns durch Herbst und Winter. Wir verraten dir ein paar Tipps, wie Kürbisse möglichst lange frisch bleiben.

Du kannst Kürbisse lagern, um auch noch im späten Winter leckere Gerichte daraus zu kochen.
Du kannst Kürbisse lagern, um auch noch im späten Winter leckere Gerichte daraus zu kochen.
(Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Ab Ende Juli ist es soweit: Dann werden die ersten Kürbisse reif. Ihren Höhepunkt erreicht die Kürbis-Saison im September und Oktober. Die Ernte geht weiter, bis der Frost kommt. Danach musst du jedoch nicht auf Hokkaido, Butternut oder Muskatkürbis verzichten: Auch in den Wintermonaten kannst du aus eingelagertem Kürbis noch viele leckere Rezepte zubereiten, wie beispielsweise ein Kürbis-Curry, Pasta mit Kürbis, Kürbis-Lasagne, oder Kürbis-Risotto.

Wenn du Kürbisse richtig lagerst, können sie sich über Wochen oder sogar Monate halten. Wie lange genau du Kürbisse aufbewahren kannst, hängt dabei von der Kürbissorte und dem Zeitpunkt der Ernte ab. Grundsätzlich gilt: Kürbisse, die im Sommer reif sind und geerntet werden, haben eine zarte Schale und verderben schneller. Winterkürbisse halten sich dank ihrer dicken Schale hingegen länger, bis zu sechs Monate. 

Sommerkürbisse lagern: So geht’s richtig

Zu den Sommerkürbissen gehören unter anderem der Patisson und der Rondini. Sie sind ab Juli reif und werden jung geerntet, da sie dann am aromatischsten sind. Damit sie nichts an Geschmack einbüßen, solltest du diese Kürbisse möglichst bald verzehren, denn lange lagern lassen sie sich nicht. 

Du kannst die empfindlichen Kürbissorten am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren, wo sie bis zu zwei Wochen frisch bleiben. 

Als Alternative lassen sich Kürbisse auch ähnlich wie Zucchini einfrieren. Wenn du einen Kürbis so lagerst, hält er sich im Gefrierfach bis zu vier Monate. 

Winterkürbisse lagern: Erst einlagern, wenn sie reif sind

Der Butternut ist einer der beliebtesten Winterkürbisse.
Der Butternut ist einer der beliebtesten Winterkürbisse.
(Foto: CC0 / Pixabay / ulleo)

Winterkürbisse haben eine härtere Schale und sind daher robuster und länger lagerfähig. Je nach Sorte variiert die genaue Haltbarkeit. So kannst du den Hokkaido für bis zu sechs Monate aufbewahren, während Moschus-Kürbisse, zu denen der Butternut zählt, sogar bis zu einem Jahr haltbar sind. Möchtest du Winterkürbisse möglichst lange lagern, gibt es einige Punkte, die du beachten solltest:

Der richtige Erntezeitpunkt

Während Sommerkürbisse möglichst jung geerntet werden, sieht es bei den Winterkürbissen anders aus. Vor der Ernte sollten die Kürbisse voll ausgereift sein. Der Grund dafür ist, dass der Kürbis ansonsten noch Feuchtigkeit enthalten kann. Wenn du einen feuchten Kürbis lagerst, ist er anfälliger für Schimmelbildung. 

Du erkennst einen reifen Kürbis am verholzten Stiel und daran, dass die Schale ausgehärtet ist, das heißt, sie lässt sich nicht mehr mit einem Fingernagel einkratzen. Außerdem kannst du den Klopftest machen: Wenn du auf die Schale klopfst, solltest du bei reifen Winterkürbissen ein hohles Geräusch hören können. 

Hast du einen Kürbis geerntet, der noch nicht reif ist, den du aber trotzdem lange lagern möchtest, kannst du ihn nachreifen lassen. Platziere ihn dafür an einen trockenen, hellen Ort, an dem es mindestens 20 Grad Celsius warm ist. Dort wird er innerhalb von zwei bis drei Wochen nachreifen. Danach kannst du den Kürbis lagern.

Winterkürbisse lagern: Wo und wie geht es richtig?

Kürbisse beim Lagern besser nicht stapeln, sondern nebeneinander platzieren.
Kürbisse beim Lagern besser nicht stapeln, sondern nebeneinander platzieren.
(Foto: CC0 / Pixabay / pixel2013)

Der richtige Lagerort 

Ausgereifte Kürbisse lagerst du am besten an einem dunklen, trockenen Ort. Dort sollten die Temperaturen zwischen 12 bis 17 Grad Celsius liegen. Achte darauf, dass es nicht zu kalt wird, denn ansonsten könnte es zu Lagerfäule kommen. Kellerräume bieten sich daher nur bedingt als Lagerplatz an, dort ist es nämlich oft zu feucht und kalt. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du einen Vorratsraum nutzt, um Kürbisse zu lagern. Alternativ kannst du sie einfach auf einem Regal in einem nicht zu kalten oder zu warmen Raum aufbewahren. 

Die richtige Lagerweise 

Bevor du die Kürbisse lagerst, solltest du sie überprüfen:

  • Haben die Kürbisse Druckstellen oder Kratzer? Dann solltest du sie besser direkt verbrauchen, denn Kratzer oder Dellen führen oft dazu, dass sich in der Lagerung Schimmel bildet.
  • Sind die Kürbisse in einem intakten Zustand, kannst du den Stiel auf etwa einen Zentimeter kürzen. Ganz entfernen solltest du ihn nicht.
  • Außerdem solltest du den Kürbis vor dem Lagern nicht waschen. 

Wenn du mehrere Kürbisse lagern möchtest, solltest du sie besser nicht aufeinander stapeln. Reihe sie stattdessen nebeneinander auf. Als Unterlage kannst du Zeitungspapier oder Kartonstücke nutzen. So verhindest du, dass sich Druckstellen an den Kürbissen bilden.

Tipps:

  • Angeschnittene Kürbisse aufbewahren: Hast du einen Kürbis bereits aufgeschnitten, aber noch nicht vollständig verbraucht, hebst du ihn am besten im Gemüsefach des Kühlschranks auf. Du kannst ihn dabei entweder in ein Bienenwachstuch einschlagen oder in eine Aufbewahrungsbox mit Deckel geben. Dort bleiben die Kürbisstücke für bis zu vier Tage frisch. 
  • Kürbisse haltbar machen: Wenn du mehr Kürbisse hast als Platz zum Lagern, kannst du das Fruchtgemüse auch auf andere Weise haltbar machen. Du kannst die Kürbisse einlegen oder zu Kürbis-Chutney, Kürbismarmelade oder Kürbispüree verarbeiten. Diese Spezialitäten lassen sich gut in Gläsern einfrieren. Auch Kürbiskompott ist eine leckere Möglichkeit zum Haltbarmachen.  

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: