Senf selber machen: Einfaches Rezept mit 4 Varianten

Senf selber machen
Foto: CC0 / Pixabay / Engin_Akyurt; gokalpiscan

Senf selber machen ist gar nicht so kompliziert, wie du denkst. Wir zeigen dir, wie du ein Grundrezept herstellen kannst, das du dann nach Belieben erweitern kannst.

Senf ist ein leckeres und vielseitiges Würzmittel. Er darf bei keiner Grillparty fehlen und rundet den Geschmack von Saucen und Salatdressings ab. Du kannst die beliebte Würzpaste mit wenigen Zutaten selber herstellen und ganz nach deinem Geschmack verfeinern. Neben dem Grundrezept verraten dir vier weitere Varianten für den hausgemachten Senf: extra scharf, fruchtig, süß und mit Kräuternote.

Senfkörner für den hausgemachten Senf wählen

Weiße Senfkörner sind wenig scharf als braune und schwarze.
Weiße Senfkörner sind wenig scharf als braune und schwarze.
(Foto: CC0 / Pixabay / Ajale)

Es gibt weiße, braune und schwarze Senfkörner – hier gilt: je dunkler die Farbe, umso schärfer sind die Körner. Wenn du mittelscharfen Senf herstellen möchtest, mische weiße und braune Senfkörner im Verhältnis 50:50 miteinander. Qualitativ hochwertige Senfkörner bekommst du im Bioladen oder auf dem Wochenmarkt. 

Die in den Körnern enthaltenen Senföle sind nicht nur verantwortlich für die Schärfe – sie sind außerdem sehr gesund, wirken antibakteriell und appetitanregend und fördern die Verdauung. Laut einer Studie der Universität Freiburg kann scharfer Senf sogar präventiv gegen Krebs wirken.

Senf selber machen: Das Grundrezept

Für etwa drei Gläser Senf benötigst du:

  • 200 g Senfkörner
  • 275 ml weißer Balsamico
  • 100 ml Wasser
  • 80 g Zucker
  • 3 TL Salz
  • etwas Kurkuma für die Farbe

So bereitest du den hausgemachten Senf zu:

  1. Mahle die Senfkörner so fein wie möglich. Am besten gelingt dir das mit einer Kaffeemühle, alternativ mit einem Mörser. Je feiner du die Körner mahlst, umso feiner wird auch der Senf. Tipp: Wenn du die Körner nicht selbst mahlen möchtest, kannst du 200 Gramm Senfmehl verwenden.
  2. Erhitze das Wasser mit dem Balsamico in einem Topf.
  3. Nimm den Topf vom Herd und lass die Flüssigkeit auf eine lauwarme Temperatur abkühlen. Dieser Schritt ist besonders wichtig, damit der Senf nicht bitter wird.
  4. Vermische alle trockenen Zutaten miteinander.
  5. Gieße die Flüssigkeit über das Senfmehl und verrühre alles mindestens fünf Minuten lang mit einem Mixer.
  6. Fülle den Senf in sterilisierte, gut verschließbare Gläser.
  7. Lasse den Senf drei Tage stehen, dann verliert er seine anfängliche Schärfe.

Kühl gelagert ist der Senf bis zu drei Monate haltbar. Mach also nicht zu viel auf einmal.

Senf-Variationen selber machen

Mit Chilis wird dein Senf extra scharf.
Mit Chilis wird dein Senf extra scharf.
(Foto: CC0 / Pixabay / flockine)
  • Extra scharfer Senf: Wenn du deinen Senf besonders scharf magst, ergänze das Grundrezept wahlweise mit etwas Wasabipaste oder zerkleinerten Chilis.
  • Fruchtiger Senf: Um dem Grundrezept eine fruchtige Note zu verleihen, kannst du dem Rezept vor dem Abfüllen den Abrieb von einer Bio-Orange, etwas Feigenmus oder andere pürierte Trockenfrüchte hinzufügen.
  • Apfel-Senf: Ersetze dazu im Grundrezept den weißen Balsamico durch Apfelessig. Anstelle von Zucker verwendest zehn Bio-Datteln, die du vorher in Wasser einweichst und einen geriebenen Apfel. Verwende nur eine kleine Prise Salz. Mixe alle Zutaten mit einem Pürierstab zusammen. Dieser Senf ist im Kühlschrank bis zu vier Wochen haltbar.
  • Kräutersenf: Ergänze das Grundrezept mit frischen Kräutern. Es eignen sich besonders: Bärlauch, Rosmarin, Thymian und Dill.

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