Gemüse mit viel Eiweiß: Diese sollten alle Veganer:innen kennen

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Als Proteinlieferant darf Gemüse mit viel Eiweiß neben Tofu, Getreide und Nüssen in keiner veganen Ernährung fehlen. Wir zeigen dir die Sorten, die deinen Tagesbedarf leicht decken können.

Um ihren Eiweißbedarf zu decken, greifen die meisten Veganer:innen zu Nüssen oder auch Getreidesorten wie Hafer oder Amaranth und Samen wie Leinsamen oder Kürbiskernen. Daneben erfreuen sich verschiedene Hülsenfrüchte großer Beliebtheit. Doch es gibt auch anderes Gemüse mit viel Eiweiß.

Wenn du viel Sport machst, ist es wichtig, ausreichend Proteine zu dir zu nehmen. Nur so können sich deine Muskeln nach einem ausgiebigen Training wieder gut regenerieren. Wir zeigen dir eine Zusammenfassung der besten Gemüse-Eiweißquellen und was sonst noch Gesundes in ihnen steckt.

Die gelisteten Werte sind ein Zwischenschnitt der Werte der AOK-Krankenkasse, der Webseite Nährwertrechner.de und des US-amerikanischen Department of Agriculture und beziehen sich auf einen Gehalt pro 100 Gramm im rohen oder getrockneten Zustand.

Bohnen und Erbsen: Das ultimative Gemüse mit viel Eiweiß

Kichererbsen sind sehr eiweißreich.
Kichererbsen sind sehr eiweißreich.
(Foto: CC0 / Pixabay / jackmac34)

Die berühmtesten Gemüse-Eiweißquellen sind Erbsen und Bohnen. Genau genommen handelt es sich bei ihnen um Hülsenfrüchte, doch du kannst sie ähnlich wie Gemüse zubereiten. Die meisten Veganer:innen ernähren sich neben Getreide und Nüssen von verschiedenen Hülsenfrüchten, um ihren Proteinbedarf zu decken. 

Bohnen sind reich an Folsäure, Eisen, Magnesium und Kalium. Daneben beinhalten sie aber oft Lektine, die deine Blutkörpchern „zusammenkleben“ und die Sauerstoffzufuhr hemmen können. Deshalb darfst du Bohnen niemals roh, sondern ausschließlich gut durchgekocht verzehren.

Folgende Hülsenfrüchte gehören zu den Gemüsen mit viel Eiweiß (Angaben gelten, wenn nicht anders erwähnt, für die frischen Bohnen):

Obwohl die Pintobohne zu den Bohnen mit dem höchsten Gehalt an Proteinen gehört, muss diese den weiten Weg aus ihrem Ursprungsland Mexiko zurücklegen, weshalb sie weniger umweltfreundlich als manche andere Sorten ist. Ähnliches gilt für die Soja- und Edamame-Bohnen aus Japan.

Kohlgewächse und grünes Gemüse mit viel Eiweiß

Ob gekocht oder im grünen Smoothie, Grünkohl ist ein Gemüse mit besonders viel Eiweiß.
Ob gekocht oder im grünen Smoothie, Grünkohl ist ein Gemüse mit besonders viel Eiweiß.
(Foto: CC0 / Pixabay / monikabaechler)

Den größten Eiweißgehalt unter den grünen Gemüsesorten hat der Grünkohl. Ganze 4,5 Gramm Protein pro 100 Gramm stecken in dem Gemüse. Generell enthält grünes Gemüse viel Kalium, Vitamin A, Vitamin E und Senföle. Das Senföl Sulforaphan, das in Brokkoli vorkommt, soll sogar krebsvorbeugend wirken. Ein weiterer Vorteil von grünem Gemüse ist: Die meisten Sorten sind regional und wachsen auch bei uns.

Grünes Gemüse mit viel Eiweiß:

Wenn du das Gefühl hast, dass grünes Gemüse bei dir immer wieder Blähungen verursacht, kann das an den Ballaststoffen liegen. Nicht jede:r verträgt eine hohe Menge an Ballaststoffen. Was du tun kannst: Gib das Gemüse in den Mixer. So erhältst du all die gesunden Stoffe ohne die blähenden Ballaststoffe.

Pilze

Pilze sind strenggenommen kein Gemüse, enthalten aber ebenfalls viel Eiweiß.
Pilze sind strenggenommen kein Gemüse, enthalten aber ebenfalls viel Eiweiß.
(Foto: CC0 / Pixabay / mistyhamel0)

Obwohl es sich bei Pilzen streng genommen nicht um Gemüse handelt, sind sie Bestandteil vieler Gemüsegerichte. Zwar können sie nicht mit Hülsenfrüchten mithalten, ihr Eiweißgehalt ist aber nicht zu vernachlässigen 

  • Austernpilze: 3,5 g
  • Champignons: 3,1 g
  • Shiitake-Pilz: 2,2 g

Noch mehr Gemüse mit viel Eiweiß

Für eine ausgewogene Ernährung mit vielen Pflanzenproteinen lohnt es sich außerdem, auch folgendes Gemüse mit viel Eiweiß in die Ernährung miteinzubeziehen:

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(1) Kommentar

  1. Alles schön und gut, doch sollte man vielleicht auch noch erwähnen, dass Eiweiß nicht gleich Eiweiß ist. Unser Körper braucht ein breites Spektrum verschiedener Aminosäuren. Daher ist es sinnvoll, verschiedene pflanzliche Eiweißquellen zu kombinieren. Z. B. Hülsenfrüchte mit Mais und Kartoffeln. Oder an aufeinander folgenden Tagen Gerichte mit unterschiedlichen Aminosäure-Spektren zu sich zu nehmen. Nützlich wäre ein Link auf eine Tabelle, wieviel Prozent der empfohlenen Tagesdosis welches Nahrungsmittel von welcher essentiellen Aminosäure enthält.