Kohlsuppendiät: Rezepte, Anleitung und wissenswerte Infos zur Diät-Kur

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Hast du schon von der Kohlsuppendiät gehört? Wir sagen dir, wie sie funktioniert, welche Risiken mit der Crash-Diät verbunden sind und mit welchen Rezepten dir die Suppe gelingt.

Kohlsuppendiät: Was steckt dahinter?

Die These der Kohlsuppendiät ist simpel: Das Verdauen der Kohlsuppe benötige mehr Kalorien, als während der Mahlzeit aufgenommen werden. Damit sollen bis zu 8 Kilogramm Gewichtsverlust innerhalb einer Woche erfolgen, was auch viele positive Erfahrungsberichte im Netz bestätigen. Kritiker dagegen schieben die Gewichtsabnahme auf Entwässerung und Muskelabbau durch Proteinmangel

Dabei bietet die einseitige Diät aber zweifellos einige Vorteile:

So funktioniert die Kohlsuppendiät

Klassische Kohlsorten wie den Wirsing mit der Diät wiederentdecken.
Klassische Kohlsorten wie den Wirsing mit der Diät wiederentdecken.
(Foto: CC0 / Pixabay / Nietjuh)

Für die Kohlsuppendiät gibt es kein Patentrezept. Im Grunde geht es darum, eine Woche lang Kohlsuppe zu essen: morgens, mittags, abends. Je nach Variante sind zusätzliche Lebensmittel erlaubt, oder auch nicht. Während der Kohlsuppendiät darf kein Hungergefühl aufkommen, weswegen du so viel Kohlsuppe essen darfst, wie du möchtest. Außerdem ist es wichtig, dass du viel trinkst: 3 – 4 Liter Wasser am Tag sind empfehlenswert. Der Verzicht auf Kaffee und Alkohol ist obligatorisch.

Die Grundzutaten für eine Kohlsuppendiät sind vor allem diverse Kohlarten:

Aber auch Kräuter wie Petersilie oder anderes Suppengemüse, beispielsweise Sellerie, Tomaten, Möhren und Zwiebeln dürfen verzehrt werden.

 

Risiken und Nebenwirkungen der Kohlsuppendiät

Da du bei der Kohlsuppendiät keine Zwischenmahlzeiten oder Snacks zu dir nehmen darfst, steigt der Heißhunger auf Verbotenes automatisch. Daneben kannst du durch die Diät vor allem Protein- und Kohlenhydratmangel bekommen, was wiederum den Appetit auf Lebensmittel steigert, die viele Proteine und Kohlenhydrate enthalten. Außerdem weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) darauf hin, dass eine erhöhte Fettverbrennung durch die Kohlsuppendiät bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Dem Protein- und Kohlenhydratmangel kannst du entgegenwirken, wenn du andere Lebensmittel zusätzlich zur Kohlsuppe isst – wie in einigen Varianten der Diät vorgesehen. In diesem Fall bieten sich rote Linsen an: Sie enthalten viele Proteine, aber auch Kohlenhydrate.

Neben Nährstoffmangel und Heißhungerattacken kannst du Blähungen bekommen, weil Kohl viele Ballaststoffe enthält. Hier hilft nach der Mahlzeit ein Fencheltee – oder du würzt deine Suppe mit Kümmel

Wie es bei Diäten oft der Fall ist, vermuten Experten, dass die Ursache für einen Gewichtsverlust bei der geringen Kalorienzufuhr liegt und zweifeln am Wundereffekt der Kohlsuppe. Prinzipiell ist aber nichts gegen Kohlsuppe einzuwenden, vor allem bezüglich des Vitamingehaltes. Über Tage hinweg ist die Kohlsuppendiät aber wohl zu eintönig.

Die Kohlsuppendiät ist für Menschen mit Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen nicht empfehlenswert.

Kohlsuppe: Grundrezept und mögliche Variationen

Kohl all day: Die Variation macht
Kohl all day: Die Variation macht’s.
(Foto: CC0 / Pixabay / strecosa)

Das Grundrezept für Kohlsuppe ist einfach, benötigt wenig Zutaten und geht schnell. Zudem kannst du theoretisch den Kohlsuppen-Vorrat für deine komplette Diät-Woche vorkochen. Kohlsuppe lässt sich im Kühlschrank gut einige Tage aufbewahren, aber auch einfrieren.

Du benötigst zunächst folgende Zutaten:

  • 8 Zwiebeln
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 EL Senf
  • 1 kg Möhren
  • 1 Stange Staudensellerie oder einen halben Knollensellerie
  • 1 großen Kohlkopf, zum Beispiel Weißkohl
  • 1 Paprika
  • 8 Tomaten
  • Petersilie
  • Pfeffer, Salz
  • Chili
  • Kümmel
  • Ingwer

So bereitest du die Kohlsuppe zu:

  1. Schäle die Zwiebeln, schneide sie klein und dünste sie in einem großen Topf, bis sie glasig sind. Gib das Tomatenmark und den Senf hinzu.
  2. Schäle die Karotten und die Sellerieknolle, würfele sie und gib sie ebenfalls in den Topf. Brate das Gemüse für etwa vier bis fünf Minuten.
  3. Wasche den Weißkohl und die Paprika, schneide sie klein und füge sie zu dem Zwiebel-Möhren-Sellerie-Gemisch hinzu. Brate alles zusammen für drei weitere Minuten.
  4. Zerkleinere die Tomaten, gib sie mit in den Topf und brate sie für zwei Minuten mit. Lösche das Gemüse mit vier bis fünf Litern Wasser ab und würze es nach deinem Geschmack.
  5. Bringe die Suppe zum Kochen, lege den Deckel auf den Topf und lasse die Suppe für etwa 30 Minuten köcheln. Jenachdem, wie groß du dein Gemüse geschnitten hast, kann die Kochzeit ein bisschen kürzer oder länger sein. Wenn das Gemüse gar ist, ist die Suppe fertig.

Würzen kannst du die Kohlsuppe mit Gewürzmischungen aus aller Welt. So sorgen Kurkuma, Curry, Zimt und Garam Masala etwa für indische Würze. Die italienische Variante gelingt mit Oregano, Basilikum und Kräutersalz, während Miso-Paste der Suppe einen japanischen Touch verleiht.

Falls du am Morgen auf Smoothies stehst, püriere dir deine Suppe einfach und genieße sie in dickflüssiger und kalter Form wie ein Gazpacho. Damit du eine Smoothiekonsistenz erreichst, füge deiner Kohlsuppe einfach ein bis zwei Esslöffel Cashewmus hinzu.

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