Kohlsorten: Diese Arten gibt es und so kannst du sie zubereiten

Kohlsorten Kohlarten
Foto: CC0 / Pixabay / Zichrini

Kohlsorten gehören in Deutschland zu den traditionellen und heimischen Gemüsearten. Wir stellen dir die wichtigsten Kohlarten vor und geben Tipps und Informationen zu Saison, Nährstoffgehalt und Zubereitung.

Der Klassiker unter den Kohlsorten: Weißkohl

Eine der am weitesten verbreitetsten Kohlsorten: Weißkohl.
Eine der am weitesten verbreitetsten Kohlsorten: Weißkohl.
(Foto: CC0 / Pixabay / betexion)

Der Weißkohl gehört zu den typischen deutschen Kohlsorten. Auch wenn er in erster Linie als Wintergemüse bekannt ist, kannst du ihn fast ganzjährig aus deutschem Anbau kaufen. Die Hauptsaison geht von Juli bis November. Vermutlich essen wir Weißkohl dennoch insbesondere im Herbst und Winter, da er unsere Abwehrkräfte in dieser Zeit dank seines hohen Vitamin-C-Gehalts von etwa 37 Milligramm pro 100 Gramm stärkt. So decken bereits 200 Gramm roher Weißkohl einen Großteil unseres Vitamin-C-Tagesbedarfs.

Zudem versorgt dich diese Kohlsorte mit nennenswerten Mengen an B-Vitaminen, Vitamin E, Calcium, Eisen und Magnesium. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen hält zusätzlich deinen Magen-Darm-Trakt in Schwung. Besonders in rohem Zustand wird Weißkohl jedoch von einigen Menschen nicht so gut vertragen und kann zu Blähungen und Bauchschmerzen führen. Um dem vorzubeugen, kannst du Weißkohl mit etwas Kümmel würzen. Dies ergänzt gleichzeitig den deftigen, leicht scharf-süßlichen Geschmack der Kohlart.

Neben dem typischen rohen Weißkohlsalat, kannst du Weißkohl auch fermentieren und zu Sauerkraut verarbeiten. Auch für Eintöpfe, Suppen, Kohlrouladen oder blanchiert als Beilage eignet sich das rustikale Gemüse. Mehr Ideen und Rezepte findest du hier: Weißkohl zubereiten: 5 verschiedene Varianten.

Heimische Kohlsorte: Rotkohl

Im Winter essen wir Rotkohl besonders gern.
Im Winter essen wir Rotkohl besonders gern.
(Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Rotkohl, auch als Blaukraut bekannt, kannst du fast ganzjährig aus regionalem Anbau kaufen. So bekommst du frische Ware von Juli bis November. Ab Dezember ist die Kohlart aus Lagerung erhältlich. Wie sein weißer Verwandter versorgt dich auch Rotkohl mit einer hohen Menge an Vitamin C und enthält zudem Vitamin E, Vitamin K, sowie einige B-Vitamine.

Besonders in den wärmeren Monaten bietet es sich an, Rotkohl zu einem frischen rohen Rotkohlsalat zu verarbeiten. Im Winter gilt Rotkraut als typische Beilage für Fisch- und Fleischgerichte. Diese kannst du auch einfach durch eine vegetarische Alternative ersetzen, wie zum Beispiel vegetarische Bratlinge, Tofu oder einen veganen Braten. Auch im Geschmack sind sich Rot- und Weißkohl relativ ähnlich. Nur schmeckt Rotkohl etwas milder und süßlicher. So bereitest du das traditionelle Rotkohl-Gemüse zu: Rotkohl selber machen: Ein klassisches Rezept.

Vitamin-C-reiche Kohlsorte: Rosenkohl

Rosenkohl und Brokkoli sind die Vitamin-C-Bomben unter den Kohlarten.
Rosenkohl und Brokkoli sind die Vitamin-C-Bomben unter den Kohlarten.
(Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Was den Vitamin-C-Gehalt angeht, führt Rosenkohl vor allen anderen Kohlsorten die Liste an. Nur Brokkoli kann ihm das Wasser reichen. So enthalten schon 100 Gramm Rosenkohl mit etwa 85 Milligramm fast den gesamten Tagesbedarf an Vitamin C. Zudem versorgt die Kohlsorte dich mit nennenswerten Mengen an Eisen, Kalium, Calcium, Magnesium und B-Vitaminen. Mit drei bis vier Gramm Eiweiß pro 100 Gramm gehört Rosenkohl zu den proteinreichsten Gemüsesorten.

Die Rosenkohlsaison beginnt in Deutschland im Oktober und endet im März. So gilt auch diese Kohlsorte als typisches Wintergemüse. Du kannst Rosenkohl gekocht oder angebraten als Beilage oder Vorspeise servieren. Roh solltest du ihn nur in kleinen Mengen verzehren.

Die Vitamin-C-Bombe eignet sich besonders für Rosenkohlauflauf, Nudel- und Reispfannen, Rosenkohleintopf und Suppen. Wenn du von dem hohen Vitamin-C-Gehalt profitieren möchtest, solltest du jedoch darauf achten, die Kohlart schonend zuzubereiten und nicht zu lange zu garen.

Schon gewusst? Nicht nur für die Kohlsorten, sondern auch für andere Obst und Gemüse findest du die Saisonzeiten im Utopia-Saisonkalender.

Die sommerliche Kohlsorte: Blumenkohl

Deutlich milder im Geschmack und daher beliebter als andere Kohlsorten ist der Blumenkohl.
Deutlich milder im Geschmack und daher beliebter als andere Kohlsorten ist der Blumenkohl.
(Foto: CC0 / Pixabay / szjeno09190)

Im Gegensatz zu den bisherigen Kohlsorten bekommst du Blumenkohl vor allem in den warmen Sommer- und Herbstmonaten aus regionalem Anbau. So hat er in Deutschland von Mai bis Oktober Saison. Wie auch andere Kohlarten versorgt uns Blumenkohl in erster Linie mit einer hohen Menge an Vitamin C und enthält zudem Kalium, Calcium, Magnesium, Vitamin K und einige B-Vitamine.

Im Geschmack ist Blumenkohl deutlich milder als Weiß- oder Rosenkohl und ist deshalb als Gemüse in der Regel beliebter. Um von der vollen Bandbreite an Mikronährstoffen profitieren zu können, solltest du die Blumenkohl am besten roh essen. So kannst du zum Beispiel mit etwas Öl, Essig und Gewürzen einen Blumenkohlsalat zubereiten.

Du kannst den Kohl auch im Mixer fein mahlen, bis er Reiskörnern ähnelt. In dieser Form kannst du ihn mit anderem Gemüse anbraten und so eine kalorienarme Blumenkohlreispfanne kochen. Blanchiert, gebacken paniert oder gebraten kannst du ihn einfach als Beilage servieren. Ein typischer Klassiker: Panierter Blumenkohl. Auch als Zutat für Aufläufe ist die Kohlart beliebt. Weitere Rezepte findest du hier: Brokkoli-Blumenkohl-Auflauf und Blumenkohlauflauf mit Kartoffeln.

Pflanzliche Calciumquelle: Die Kohlart Brokkoli

Brokkoli versorgt uns insbesondere mit hohen Mengen an Vitamin C und Calcium.
Brokkoli versorgt uns insbesondere mit hohen Mengen an Vitamin C und Calcium.
(Foto: CC0 / Pixabay / jackmac34)

Auch wenn es der Name nicht gleich verrät, so gehört auch Brokkoli zu den Kohlsorten. Das Gemüse mit den grünen Röschen überzeugt insbesondere durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C und Calcium. So gilt Brokkoli besonders unter Veganer*innen als wichtige pflanzliche Calciumquelle. Zudem versorgt er uns mit nennenswerten Mengen an Vitamin A, Eisen, Folsäure, Magnesium und Kalium. Mit drei bis vier Gramm Protein pro 100 Gramm ist Brokkoli zudem eine gute pflanzliche Eiweißquelle.

Als typisches Sommergemüse bekommst du Brokkoli in Deutschland von Juni bis Oktober aus lokalem Anbau. Teilweise ist er auch im November noch erhältlich. Im Geschmack erinnert Brokkoli kaum an andere Kohlarten, sondern kann eher mit grünem Spargel verglichen werden.

Bei der Zubereitung kannst du nicht nur die Röschen, sondern auch den Stamm verwenden. Dieser ist in Geschmack und Konsistenz Kohlrabi sehr ähnlich. Brokkoli kannst du sowohl roh als auch gegart servieren. In rohem Zustand eignet er sich besonders für Brokkolisalate. Gegart kannst du Brokkoli als Beilage, als Topping für Pizza, als Brokkolisuppe, als Füllung für Quiches oder als Zutat für einen Brokkoli-Kartoffel-Auflauf und Reis- und Gemüsepfannen verwenden. Mehr Tipps und Inspirationen bekommst du hier: Brokkoli kochen: 4 leckere Varianten.

Das Superfood unter den Kohlsorten: Grünkohl

Intensiv in Geschmack und Farbe und voller Mikronährstoffe: Grünkohl.
Intensiv in Geschmack und Farbe und voller Mikronährstoffe: Grünkohl.
(Foto: CC0 / Pixabay / pompi)

Grünkohl erhältst du als klassisches Wintergemüse von November bis Februar aus deutschem Anbau. Besonders im Norden Deutschlands ist diese Kohlart weit verbreitet. Grünkohl zählt zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten. So versorgen dich bereits 100 Gramm mit der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin C. Zudem ist auch diese Kohlart reich an Calcium: 100 Gramm enthalten ungefähr 250 Milligramm davon – mehr als 200 Gramm Milch.

Grünkohl versorgt dich außerdem mit einer beachtlichen Portion an Provitamin A, einigen B-Vitaminen, Vitamin E, sowie Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor und Zink. Mit circa vier Gramm Eiweiß pro 100 Gramm ist auch Grünkohl eine gute Möglichkeit, deinen täglichen Proteinbedarf zu decken.

Traditionell wird Grünkohl gern lange gegart und mit viel Schmalz und Speck als „Grünkohl mit Pinkel“ serviert. Dabei gehen nicht nur viele Nährstoffe des Kohls verloren. Die vielen gesättigten Fettsäuren machen das Gericht auch zu einer sehr cholesterinhaltigen Mahlzeit.

Stattdessen solltest du Grünkohl am besten nur kurz blanchieren oder roh in einem Grünkohlsalat oder Grünkohlsmoothie verzehren. Kurz gegart kannst du die Kohlsorte zu verschiedenen Mahlzeiten als Beilage servieren. Auch als Einlage für Suppen, Füllung für Ravioli und Teigtaschen oder klein gehackt im Dip kannst du Grünkohl verwenden. Mehr Hinweise und Tipps findest du hier: Grünkohl zubereiten: So schmeckt er garantiert.

Milde und bekömmliche Kohlsorte: Kohlrabi

Vor allem in Deutschland auch pur eine beliebte Kohlart: Kohlrabi.
Vor allem in Deutschland auch pur eine beliebte Kohlart: Kohlrabi.
(Foto: CC0 / Pixabay / utroja0)

Eine weitere typisch deutsche Kohlart ist der Kohlrabi. Er versorgt uns insbesondere mit Selen, Magnesium, Kalium, Calcium, einigen B-Vitaminen und Vitamin C. Besonders nährstoffreich sind die Blätter, die leider oft im Müll landen, jedoch einfach mitgegart und ebenfalls verzehrt werden können.

Die Kohlrabi-Saison beginnt in Deutschland im Mai und endet meist im Oktober. Aufgrund seines milden und leicht süßlichen Aromas verzehren wir ihn besonders gern roh. Du kannst ihn aber auch gegart als Beilage oder als Zutat für Suppen und Eintöpfe servieren.

Wir zeigen dir, wie du aus dem Kohlgemüse eine gesunde Alternative zu Pommes herstellen kannst: Kohlrabi-Pommes: Rezept zum Selbermachen. Weitere Ideen und Rezepte findest du hier: Kohlrabi-Rezepte: Einfache Rezepte für Suppe, Salat und Co.

Weitere Kohlsorten: Wirsing, Spitzkohl und Chinakohl

Eine besonders würzige Kohlsorte: Wirsing.
Eine besonders würzige Kohlsorte: Wirsing.
(Foto: CC0 / Pixabay / ulleo)

Die Liste der Kohlarten kann noch mit vielen weiteren schmackhaften Vertretern aufwarten – zum Beispiel mit Wirsing, Spitzkohl und Chinakohl. Hier komen ein paar Rezepte dafür:

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