Veganes Brot: Diese Sorten sind pflanzlich

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Die meisten Brote sind vegan. Dennoch solltest du beim Kauf einige Dinge beachten. Wir zeigen dir, worauf du achten solltest und wie du veganes Brot leicht selbst herstellen kannst.

Veganes Brot: Darauf musst du achten

Die Hauptzutaten für Brot sind MehlHefeSalz, Wasser und eventuell Schrot oder Körner. Deshalb ist der Großteil unserer Brote vegan. Vor allem Sorten mit einem hohen Roggenanteil enthalten meist keine tierischen Inhaltsstoffe.

Es gibt jedoch einige Sorten, bei denen du vorsichtig sein solltest. So enthalten süßliche oder weichere Brotsorten, wie z.B. Milchbrötchen, Brioche, Hefezöpfe oder auch Toastbrote in der Regel Eier und Milchprodukte.

Auf folgende Weise können tierische Produkte in Backwaren gelangen:

  • Einige Bäcker verwenden Honigstatt Zucker, um Hefe oder Backferment anzusetzen.
  • Backmittel dienen dazu, den Teig besser verarbeiten zu können. Sie können auch auf tierischen Produkten wie Molke- oder Milchpulver basieren.
  • Laugengebäck wird oft mit Schweineschmalz
  • Manche Bäcker fetten ihre Bleche mit tierischem Fett

In manchen Produkten wird zudem der Zusatzstoff L-Cystein (E 920) verarbeitet. Früher wurde dieser aus Schweineborsten gewonnen, heute wird er oft synthetisch hergestellt. Auf der Zutatenliste wird er als „Cystein“ oder unter seiner E-Nummer angegeben. Ob der Stoff auf tierischer Basis hergestellt wurde oder nicht, ist dabei leider nicht zu erkennen. Wenn du herausfinden möchtest, ob Brot mit L-Cystein vegan ist, kannst du direkt beim Hersteller nachfragen.

Wie finde ich heraus, ob Brot vegan ist?

Veganes Brot kannst du auch leicht selbst herstellen. Dann weißt du genau, was drin ist und kannst die Zutaten zudem nach Belieben variieren.
Veganes Brot kannst du auch leicht selbst herstellen. Dann weißt du genau, was drin ist und kannst die Zutaten zudem nach Belieben variieren.
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Bist du dir unsicher, ob es sich wirklich um veganes Brot handelt, solltest du einfach beim Bäcker deines Vertrauens nachfragen, welche Zutaten für das Brot verwendet wurden. Bäckereien sind dazu verpflichtet, Informationen zu Allergenen und Inhaltsstoffen bereitzustellen. In vielen Bio-Läden ist veganes Brot zudem mittlerweile als solches klar gekennzeichnet. Kaufst du Brot in Bio-Qualität, unterstützt du dabei sogar noch eine Form der Landwirtschaft, die ohne Pestizide arbeitet.

Bei Brot aus dem Supermarkt verrät dir meist ein Blick auf die Zutatenliste, ob die Backwaren frei von tierischen Produkten sind. Doch bedenke: Für Inhaltsstoffe wie beispielsweise Milchpulver als Triebmittel besteht keine Deklarationspflicht. Frage sicherheitshalbe direkt beim Hersteller nach, ob das Brot wirklich vegan ist.

Brot zu extrem günstigen Preisen aus dem Discounter ist auch aus einem anderen Grund nicht empfehlenswert: Große Industriekonzerne stellen mithilfe von Maschinen und teilweise fragwürdigen Enzymen einen Großteil des Brotes in Deutschland her. Dadurch müssen immer mehr kleine Bäckereien schließen, da sie mit den billigen Preisen nicht mithalten können. Mehr zu diesem Thema erfährst du in diesem Artikel: So falsch ist unser Billig-Brot

Alternativ kannst du veganes Brot natürlich auch einfach selbst zu Hause herstellen. So weißt du genau, welche Zutaten drin sind und kannst es nach deinen Vorlieben verfeinern. Falls du noch ein paar Rezepte und Inspirationen brauchst, findest du hier einige Artikel zu verschiedenen Brotsorten:

Hast du Lust, etwas Ausgefalleneres auszuprobieren, findest du hier ein Rezept für ein herzhaftes veganes Brot mit Gewürzen und Melasse:

Rezept: Veganes Gewürz-Brot mit Fenchel und Koriander

Fenchel, Koriander und Melasse geben diesem veganen Brot eine besondere geschmackliche Note.
Fenchel, Koriander und Melasse geben diesem veganen Brot eine besondere geschmackliche Note.
(Foto: CC0 / Pixabay / kamila211)

Für ein veganes Brot mit Gewürzen brauchst du:

So geht’s:

  1. Zerbrösel die Hefe und lös sie gemeinsam mit dem Zucker in fünf Esslöffeln lauwarmem Wasser auf. Lass das Gemisch zehn Minuten stehen.
  2. Zerstoß Fenchelpollen und Korianderkörner mit einem Mörser.
  3. Fett eine Kastenform (30 Centimeter Durchmesser) mit etwas Margarine ein und bestäub sie anschließend mit etwas Mehl.
  4. Gib Mehl, Kleie und Schrot in eine große Schüssel und vermeng die Zutaten gut miteinander.
  5. Füg jetzt die Margarine (in Stücken), Melasse, Salz, Essig, die Fenchel- und Koriandermischung und schließlich das Hefegemisch, sowie circa 250 Milliliter lauwarmes Wasser hinzu.
  6. Verrühr die Zutaten am besten mit den Knethaken eines Handrührgeräts. Knet den Teig anschließend mit den Händen noch einmal gut durch.
  7. Form aus dem Teig einen länglichen Laib und gib diesen in die gefettete Kastenform. Ritz die Oberfläche des Teiges mit einem spitzen Messer längs leicht ein.
  8. Lass den Teig zugedeckt an einem warmen Ort für circa eine Stunde gehen. Das Volumen des Teiges sollte sich dabei ungefähr verdoppeln.
  9. Gib das Brot nun bei 160 Grad Celsius Umluft in den Backofen. Damit es nicht zu trocken wird, kannst du eine Tasse mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen.
  10. Das vegane Brot sollte nun 45 bis 50 Minuten backen. Stürz es anschließend aus der Form und lass es auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.

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