Wildobst in der Natur pflücken oder selbst anbauen: So geht’s

Wildobst pflücken
Foto: CC0 / Pixabay / Dave_LZ

Obst nicht kaufen, sondern selber pflücken? Das ist möglich, denn es gibt viel Wildobst, das in Deutschland wächst. Welches das ist und wie du es weiterverarbeiten kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Wildobst in Deutschland: Was, wo und wann du es am besten pflückt

Es gibt in Deutschland so einiges an Wildobst, das du selber pflücken kannst. Dazu gehören unter anderem:

  • Brombeere (Mai-Juni)
  • Holunder (Mai-Juni: Blüten, August-Oktober: Beeren)
  • Felsenbirne (Juni-Juli)
  • Wildpflaume (Juli-August)
  • Himbeere (abhängig von Art; Juli-Oktober)
  • Sanddorn (August-Oktober)
  • Quitte (September)
  • Schlehe (November-Dezember)

Einen Großteil der genannten Sorten hast du sicher schon mal gesehen oder von ihnen gehört, aber es gibt natürlich auch noch einige andere nicht so gängige Sorten.

Wenn du dich dann informiert hast, was es für Sorten gibt, kannst du auch schon losziehen und pflücken gehen. Es gibt aber ein paar Dinge, die du dabei beachten solltest:

  • Während du auf öffentlichen Flächen wie Parks, Wäldern und Feldern pflücken darfst, ist es in Naturschutzgebieten sowie auf gekennzeichneten Privatgrundstücken verboten. Versuche außerdem, nicht an Straßen oder neben chemisch behandelten Feldern zu pflücken, da das Wildobst, was du dort findest mit Schadstoffen belastet sein kann
  • Ernte nur völlig reife Früchte, denn einmal gepflückt reifen sie nicht mehr nach
  • Nimm immer nur so viel von dem Wildobst mit, wie du auch wirklich brauchst, um unnötige Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

Damit du nicht komplett ohne Plan losziehst und nach möglicherweise essbarem Wildobst suchst, gibt es eine Internetseite namens Mundraub. Auf der Webseite findest du ein Verzeichnis verschiedener Stellen, wo du Wildobst finden kannst. Außerdem sind auch Kräuter, Nüsse und Gruppen anderer „Mundräuber“ verzeichnet. Außerdem kannst du aber auch nach Bäumen oder Sträuchern Ausschau halten, die mit einem gelben Band versehen sind. Dadurch laden dich die privaten Besitzer:innen dazu ein Mitzupflücken, da sie selbst die ganze Ernte gar nicht verzehren können.

Übrigens: Neben Wildobst gibt es auch viele Wildkräuter, die du sammeln kannst. Mehr dazu hier: Wildkräuter sammeln, bestimmen, essen: 11 Tipps.

So kannst du Wildobst selber anpflanzen

Ein Quittenbaum - Wildobst das du auch in deinem eigenen Garten anpflanzen kannst.
Ein Quittenbaum – Wildobst das du auch in deinem eigenen Garten anpflanzen kannst.
(Foto: CC0 / Pixabay / jggrz)

Statt Wildobst in der Natur zu pflücken, kannst du es auch selber anpflanzen. Dafür brauchst du natürlich einen (Schreber-)Garten. Überlege dir dann Folgendes:

  • Was für Wildobst möchtest du anpflanzen?
  • In welcher Form möchtest du das tun, also zum Beispiel Hecke oder Baum?
  • Was für Vorraussetzungen braucht das Wildobst, das du anpflanzen möchtest, und wie wächst es am nesten?

Wenn du das getan hast, kannst du mit dem Pflanzen loslegen.

Falls du keinen eigenen (Schreber-)Garten hast, sondern nur einen Balkon, ist das auch kein Problem. Wildobstpflanzen wie zum Beispiel Walderdbeere, Heidelbeere oder Preiselbeere kannst du auch am Balkon anpflanzen. Mehr dazu hier: Balkongarten anlegen: Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung und Obst anbauen auf Balkon und Terrasse.

Hier sind noch ein paar Inspirationen, wie du spezielle Wildobstsorten anpflanzen kannst:

Wildobstrezepte zum Ausprobieren

Marmelade aus selbstgepflücktem Wildobst.
Marmelade aus selbstgepflücktem Wildobst.
(Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Wenn du Wildobst frisch erntest, fallen dabei oft große Mengen an Früchten an. Du kannst diese auf verschiedene Arten weiterverarbeiten.

Die gängisten Methoden sind in Form von Marmelade, Kompott, Kuchen, Saft oder Gelee. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit, dass du die Früchte einkochst und sie so länger haltbar machst.

Manche Wildobst-Sorten helfen in weiterverarbeiteter Form auch gegen bestimmte Beschwerden. Du kannst zum Beispiel:

  • Heidelbeeren trocknen und diese dann gegen Durchfall einsetzen
  • Holunder zu Saft verarbeiten, was fieberhafte Erkältungen lindert
  • Schlehensaft zubereiten, der Abhilfe bei Appetitlosigkeit schafft

Wenn dir die gennanten Rezeptideen noch nicht reichen, findest du im Folgenden auch noch ein paar Rezepte, die auf bestimmte Wildobstsorten bezogen sind:

Weiterlesen auf Utopia.de:

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