Gemüse grillen: Leckere Rezepte und Ideen für den Grill

Foto: CC0 / Pixabay / angela0716

Gemüse grillen ist mehr als nur Fleischersatz. Wir zeigen dir verschiedene Rezepte für gegrilltes Gemüse und erklären, worauf du achten musst.

Welches Gemüse eignet sich zum Grillen?

Kaufe generell Gemüse in Bio-Qualität, so stellst du sicher, dass keine chemisch-synthetischen Pestizide verwendet wurden. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch deine Gesundheit. In der Grillsaison haben auch viele regionale Gemüsesorten Saison. Schau dich ein bisschen auf den Wochenmärkten in deiner Umgebung um. Dort findest du im Sommer ein reiches Angebot an Gemüse aus deiner Region und kannst so lange Transportwege vermeiden.

Gemüse, das sich besonders gut zum Grillen eignet ist: 

  • Zucchini
  • Auberginen
  • Paprika
  • Pilze
  • Spargel
  • Zwiebeln

Als sättigende Beilagen sind Kartoffeln und Mais eine gute Wahl. Sehr wässriges Gemüse wie Tomaten sind eher weniger geeignet. 

Die Frage, ob du das Grillgemüse vorher mit Öl bestreichst oder nicht, bleibt dir überlassen. Entscheidest du dich gegen eine Marinade, empfiehlt es sich, das Gemüse nach dem Grillen mit etwas Salz und Pfeffer zu würzen und mit etwas Olivenöl zu beträufeln – so kann dein Körper die fettlöslichen Vitamine aufnehmen.

Ebenso wichtig wie die Auswahl der Gemüsesorten ist die Vorbereitung des Grills. Hier findest du eine Anleitung für selbstgemachte Grillanzünder. Auch bei der Wahl der Holzkohle gibt es einiges zu beachten, damit es wirklich nachhaltige Grillkohle ist.

Die richtige Marinade: Ein Grundrezept

Die Marinade kannst du nach Belieben verfeinern
Die Marinade kannst du nach Belieben verfeinern
(Foto: Sarah Gairing/ utopia)

Gemüse an sich hat meist einen recht milden Geschmack. Gerade deshalb ist es wichtig, das Gemüse richtig zu würzen. Wenn du es vor dem Grillen marinierst, verhinderst du außerdem, dass das Gemüse am Grillrost klebenbleibt. 

Hier ein Grundrezept, das du mit weiteren Gewürzen oder Kräutern deiner Wahl verfeinern kannst: 

  • 4 EL Olivenöl 
  • 1 Knoblauchzehe 
  • 1/2 TL Salz 
  • Pfeffer 
  • Abrieb einer halben Zitrone (unbehandelt) 
  • etwas Zitronensaft 
  • ein Zweig Rosmarin 

Vermenge alles gut und bepinsle das grillbereite Gemüse damit. In unserem Artikel zu Grillmarinaden findest du weitere tolle Ideen. 

Auberginen grillen: Darauf solltest du achten

Salz entzieht den Auberginen Wasser.
Salz entzieht den Auberginen Wasser.
(Foto: Sarah Gairing/ utopia )

Auberginen sind ein beliebtes Grillgemüse. Vor dem Grillen solltest du sie allerdings entwässern. Das funktioniert folgendermaßen: 

  1. Schneide die Auberginen in Scheiben.
  2. Bestreue sie großzügig mit Salz.
  3. Lass sie eine Viertel- bis halbe Stunde stehen.
  4. Wasche das Salz mit Wasser ab.
  5. Tupfe die Auberginen mit einem Küchentuch trocken.
  6. Streiche die Aubergine mit etwas Marinade ein und lege sie auf den Grill. 

Leckere Zucchini-Halloumi-Päckchen

Zucchini und Halloumi-Käse zum Grillen: Eine leckere Kombination.
Zucchini und Halloumi-Käse zum Grillen: Eine leckere Kombination.
(Foto: Sarah Gairing/ utopia )

Zucchini und Halloumi-Käse passen hervorragend zusammen. Für dieses leckere Rezept brauchst du gar nicht viel: 

  • eine kleine Zucchini
  • Halloumi-Käse 
  • etwas Marinade 

Wichtig ist, dass die Zucchini nicht zu groß ist, damit du kleine Rollen formen kannst.

  1. Schneide die Zucchini mit einem scharfen Messer oder einem Gemüsehobel in sehr dünne Scheiben.
  2. Rolle den Halloumi darin ein und fixiere das Ganze mit einem Zahnstocher. 
  3. Bepinsel die Rolle mit der Marinade und lege die Röllchen auf den Grill.

Achte beim Grillkäse auf Bio-Qualität. Wenn du noch einen Schritt weitergehen möchtest, kaufe Milchprodukte nur mit einem Siegel von Demeter, Naturland und Bioland. So kannst du auf eine artgerechtere Tierhaltung achten.

Gemüsepfanne mit Fetakäse vom Grill

Dieses Gericht lässt sich gut vorbereiten und im Kühlschrank lagern
Dieses Gericht lässt sich gut vorbereiten und im Kühlschrank lagern
(Foto: Sarah Gairing/ utopia )

Dieses Grillgemüse ist ein wahrer Hingucker. Das bunte Gemüse macht nicht nur optisch einiges her, sondern schmeckt in Kombination mit einer Knoblauchmarinade und Fetakäse auch sehr aromatisch.

Dafür benötigst du: 

  • 1 Paprika 
  • 1/2 Aubergine 
  • 1 kleine Zwiebel 
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen 
  • 3 mittelgroße Kartoffeln 
  • eine Packung Fetakäse 
  • ein Zweig Rosmarin 
  • etwas Marinade 
  • eine backfeste Auflaufform, Pfanne oder Grillpfanne

Zubereitung:

  • Die Kartoffeln müssen kurz vorgegart werden. Gib sie dafür in einen Topf, fülle etwas Wasser ein und gare sie etwa zur Hälfte durch.
  • Schneide das Gemüse und die Kartoffeln klein, beträufle alles mit etwas Marinade und vermische alles gründlich. 
  • Schneide den Knoblauch in feine Scheiben.
  • Gib den Rosmarin und den Fetakäse zusammen mit dem Gemüse und dem Knoblauch in die Pfanne.
  • Jetzt kann alles auf den Grill.

Alternativ könntest du dafür auch Alufolie verwenden. Allerdings sind Alternativen für Alufolie immer die bessere Wahl – nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen. Weitere Infos dazu findest du in unseren Tipps zum Grillen ohne Alufolie.

Tofu-Paprika-Spieße grillen

Für die Spieße kannst du dein Lieblingsgemüse wählen. Eine leckere Kombi sind zum Beispiel Paprika, Aubergine, Zwiebeln, Pilze und Tofu. 

Wichtig ist hier, dass du den Tofu marinierst. Lass den Tofu einige Stunden in der Marinade liegen. Bevor die Spieße auf den Grill kommen, bestreiche das Gemüse mit Marinade. 

Paprika-Frischkäse-Dip mit gegrillter Paprika

Selbstgemachter Paprika-Dip mit Frischkäse: Ideal zu gegrilltem Gemüse.
Selbstgemachter Paprika-Dip mit Frischkäse: Ideal zu gegrilltem Gemüse.
(Foto: Sarah Gairing/ utopia )

Dieser Dip ist eine tolle Ergänzung für jegliches Grillgemüse.

Dafür brauchst du: 

Zubereitung:

  • Schneide die Paprika in grobe Stücke und lege sie ohne Öl auf den Grill.
  • Wenn die Paprika schön weich und zusammengeschrumpelt ist, ist sie fertig.
  • Lass sie etwas abkühlen und püriere sie dann zusammen mit dem Frischkäse und den restlichen Zutaten im Mixer.

Weitere Tipps für gegrillte Paprika findest du hier. 

Sättigende Beilagen: Kartoffeln und Mais grillen

Mais muss vor dem Grillen vorgegart werden
Mais muss vor dem Grillen vorgegart werden
(Foto: CC0 / Pixabay / byrev)

Gegrillter Mais und Kartoffeln sind ideal als Sättigungsbeilage. Da diese Beilagen eine längere Garzeit haben, solltest du diese zuerst zubereiten. 

Kartoffeln:  

  1. Koche die Kartoffeln in einem Topf vor, bis sie bissfest sind.
  2. Halbiere die Kartoffeln und lege sie mit der Schnittfläche auf den Rost.
  3. Dazu schmeckt Kräuterquark oder ein selbstgemachter Paprika-Frischkäse-Dip (siehe oben). 

Karamellisierte Maiskolben: 

  1. Auch der Mais muss vorgegart werden. Gib etwas Wasser (circa ein halbes Glas) mit etwas Salz in einen Topf und lass die Maiskolben fünf bis zehn Minuten garen.
  2. Gieße das Wasser an. 
  3. Für ein besonders leckeres Aroma kannst du etwas Butter und einen halben Teelöffel Zucker schmelzen.
  4. Schwenke den Mais kurz darin.
  5. Danach ist der Mais bereit für den Grill. 

Dessert vom Grill: Schokobanane

Ein schnelles und einfaches Dessert
Ein schnelles und einfaches Dessert
(Foto: Sarah Gairing/ utopia )

Wer nach dem Grillen noch Lust auf ein schnelles Dessert hat, wird dieses Rezept lieben.

Schneide eine Banane an der Oberseite der Länge nach auf und stecke Schokoladenstücke hinein. Besonders schokoladig wird es mit Zartbitterschokolade. Diese harmoniert außerdem hervorragend mit der Süße der Banane. Gib die Banane für einige Minuten auf den Grill, bis die Schokolade geschmolzen ist – fertig!

Greife am besten zu Schokolade und Bananen aus fairem Handel. So kannst du dafür sorgen, dass die lokalen Kleinbäuer:innen fair entlohnt werden.

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(Foto: Foto: Getty Images / Artlite)

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(1) Kommentar

  1. Danke für die vielen leckeren Rezepte, besonders für die süße Banane. Mmmmh! 🙂
    Auch beliebt: Folienkartoffeln. Und mit etwas Geschick gelingen diese auch ohne Alufolie.
    Ganz einfach an den Rand der Glut legen und öfter mal wenden. Zwar wird die Schale etwas schwarz, man macht sie ja aber vor dem Verzehr eh ab.