Fastenzeit 2020: 12 Ideen für deinen alternativen Fastenplan

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Ideen für die Fastenzeit 2020 gesucht? Mit einem Fastenplan verzichtet man meist auf Süßes, Alkohol und Kaffee. Gut für die Gesundheit, ja. Aber das geht noch besser: Mit diesen 12 kreativen Fasten-Ideen schonst du Nerven, Geldbeutel und Umwelt!

Schon die alten Griechen übten sich in Askese und fast jede Religion kennt eine Fastenzeit. Um „Entsagung“ geht es oft nicht mehr, heute wollen wir meist den Winterspeck loswerden. Und doch kann man die Fastenzeit auch nutzen, um Dinge wegzulassen, von denen viel zu viel haben: Stress, Müll, Plastik, digitale Bedröhnung …

Abnehmen? Gesunde Ernährung? Ja klar, ganz nett, und irgendwie auch wichtig & richtig. Lies dazu unsere Ratgeber:

Aber wir hätten da echt noch ein paar andere Ideen, die dich begeistern könnten. Unser Vorschlag: Mach dir 2020 einen alternativen Fastenplan.

Faste nicht, um abzunehmen. Faste, um Gutes zu tun, etwas über deine Konsumgewohnheiten zu lernen, bewusster zu leben.

Wie lange fasten? In diesem Jahr dauert die Fastenzeit von 26. Februar bis 9. April 2020. Das sind 40 Tage bzw. etwa sechs Wochen, in denen man ruhig mal auf was verzichten kann – Verpackungen, Softdrinks, Plastik, Handy, Fleisch – du wirst sehen, dass das auch Spaß machen kann!

1. Medienfreie Fastenzeit 2020

Deutsche sehen pro Tag durchschnittlich 221 Minuten fern – über 3,5 Stunden, die wir allabendlich hypnotisiert auf das leuchtende Rechteck starren!

Verordne dir doch mal ein Medien-Fasten und versuche, einige Wochen komplett ohne den Fernseher auszukommen. Auch Hörspiele sind schön – und Lesen kann man auf der Couch auch.

Weitere Ideen zur Fastenzeit: Mal ein paar Wochen ohne Facebook leben. Den Feierabend ohne Business-Mails verbringen. Sechs Wochen lang nichts im Web shoppen. Bis Ostern keine Netflix-Serien gucken.

2. Smartphone-Fastenplan

Eine noch härtere Challenge: sechs Wochen Smartphone-Fasten! Klingt das für dich schon schlimm, geradezu unmöglich? Dann wird es 2020 vielleicht höchste (Fasten-)Zeit! Denn wir greifen längst alle paar Minuten zum Handy – und sollten uns ab und zu fragen, ob sich dieser Griff wirklich lohnt. Warum nicht mal für ein paar Wochen damit aufhören?

Wir haben die Smartphone-Diät selbst getestet und berichten hier: Die Smartphone-Diät – wie sie funktioniert, was sie bringt.

Lies auch: Smartphone-Sucht: Dieser einfache Trick hilft gegen Handy-Sucht.

Smartphone-Fastenplan: sechs Wochen einfach mal ausschalten(Foto CC0 / Pixabay - terimakasih0)
Smartphone-Fastenplan: sechs Wochen einfach mal ausschalten

 3. Wasser-Fasten: mal nur Wasser trinken

Faste doch mal Getränke! Hierfür trinkst du in deiner persönlichen Fastenzeit ausschließlich Wasser, ernährst dich aber ansonsten normal. Natürlich nimmst du Wasser aus der Leitung, denn das hat in Deutschland meist beste Qualität – teures Designer-Flaschenwasser braucht keiner.

Wird das auf Dauer langweilig?
Bestimmt.
Umso mehr wirst du nach deiner Wasser-Fastenzeit ein Bier, ein gutes Glas Wein, eine leckere Limonade völlig neu erleben. Garantiert!

Du willst es konkreter? Hier 6 Wasser, die dem gesunden Menschenverstand wehtun und auf die man daher leicht verzichten kann.

4. Verpackungsfasten

Diese spannende Idee kommt zur Fastenzeit 2020 von der Deutschen Umwelthilfe: Sie ruft unter dem Hashtag #Verpackungsfasten dazu auf, während der Fastenzeit (26.2.-9.4.) Verpackungsmüll zu vermeiden.

Du hast dir schon lange vorgenommen, kurzlebige Einweg-Verpackungen aus Plastik, Metall, Glas oder Papier bei deinem Einkauf zu vermeiden, aber weißt nicht genau, wo du anfangen sollst? Dann starte jetzt – denn es ist Fastenzeit! Ein guter Zeitpunkt, Gewohnheiten zu durchbrechen und unnötige Verpackungsmüll-Kilos einzusparen. Mach Schluß mit

  • Einwegflaschen,
  • Wegwerf-Kaffeekapseln,
  • in Plastik verpackten Gurken und Bananen,
  • Coffee-to-go-Bechern,
  • Plastikboxen und Co.!

Infos auf: duh.de/verpackungsfasten

Unterstützt wird die DUH-Aktion unter anderem von den Schauspielern und Umweltaktivisten Hannes Jaenicke und Daniel Roesner. Bei der DUH kannst du auch einen Test machen und herausfinden, welcher Abnehm-Typ du bist und welche Verpackungsmüll-Diät am besten zu dir und deinen Gewohnheiten passt.

Mach doch einfach mit und versuche, 44 Tage lang die zehn unnötigsten Verpackungen zu fasten – von Aschermittwoch (26. Februar) bis Gründonnerstag (9. April). Alles Infos wie gesagt auf duh.de/verpackungsfasten.

Die Deutsche Umwelthilfe macht übrigens inzwischen jedes Jahr einen klugen Fasten-Vorschlag – das finden wir großartig. Letztes Jahr war es Verschwendungs-Fasten – damit kannst du aber natürlich auch dieses Jahr noch deinen Foodwaste reduzieren!

5. Veggie-Fastenplan: weniger Fleisch essen

Es muss ja nicht gleich radikal fleischlos sein! Aber für einige Wochen ein bisschen veganer leben bewirkt auch schon viel.

Der Trick: Betrachte pflanzliche Lebensmittel nicht als „Ersatz“ für Fleisch, sondern als Bereicherung deines Speiseplans. So wird die trostlose Fastenzeit nämlich zur freudvollen Probierzeit: Hast du schon mal Mandelmilch und Hanfmilch, pflanzlichen Brotaufstrich oder Brownies aus Kidney-Bohnen beziehungsweise selbst gemachte Krapfen oder vegane Burger probiert?

Lies dazu auch unseren Ratgeber Fleischersatz: die vegetarischen Alternativen oder besuche die besten Vegan-Blogs mit ihren leckeren Rezepten.

6. Plastikfrei leben als Fasten-Alternative

Der BUND hatte vor einigen Jahren eine tolle Idee: das Plastikfasten. Meide ganz bewusst mal einige Wochen oder über die gesamte Fastenzeit alles, was in Plastik eingepackt ist.

Kaufe Joghurt und Sahne im Glas statt im Plastikbecher, Käse und Wurst in der Frischetheke statt abgepackt im Kühlregal, Gemüse beim Wochenmarkt oder Gemüsehändler. Sogar viele Pflegeprodukte kann man (fast) plastikfrei bekommen.

Achte auch mal in Bio-Supermärkten darauf, was dort alles in Plastik eingepackt ist. Sage in der Fastenzeit mal „Nein“, wenn dir ein Händler eine Plastiktüte anbietet. Wichtig: Beim Einkaufen den Textilbeutel nicht vergessen, den gibt’s auch speziell als Brotbeutel!

Plastik-Fastenplan: während der sechs Wochen der Fastenzeit mal nichts in Wegwerfpackungen kaufen(Foto CC0 Pixabay EKM-Mittelsachsen)
Plastik-Fastenplan: während der sechs Wochen der Fastenzeit mal nichts in Wegwerfpackungen kaufen.

Lies auch unsere Ratgeber Plastikfrei leben: 12 erstaunliche Ideen für eure leeren Schraubgläser und Plastikfrei leben: Brotdosen aus Edelstahl, Glas und Holz.

7. Fastenplan Ideen: Achtsamkeit

Übertreiben wir es jetzt?

Nein. Achtsamkeit ist kein esoterischer Unfug. Statt dessen zeigen zahlreiche Studien, dass Achtsamkeit bei gesundheitlichen oder psychischen Probleme sehr hilfreich sein kann, gegen (Winter-)Depressionen und Schmerz hilft. Sich während der Fastenzeit einmal in Achtsamkeit üben – das ist besser, als sich Schokolade zu verbieten (und sie dann doch zu essen).

Utopia zeigt, was hinter dem Konzept steckt, wie es unsere Lebensqualität verbessert und wie du achtsamer leben kannst – im Beitrag Achtsamkeit: Von der Schwierigkeit, im Hier und Jetzt zu sein.

8. Klimafasten: weniger CO2 produzieren

Beim Klimafasten machst du einfach mal, was für das Klima gut ist. Du kannst mit unseren Tipps zum Beispiel mal alles tun, um Energie zu sparen oder richtig zu heizen. Oder du kannst zum Beispiel zu einem Ökostromanbieter wechseln.

Auch die Herstellung von Gütern produziert CO2 und schadet dem Klima. Einige Wochen lang nichts neues zu kaufen, sondern nur gebrauchte Dinge oder geliehene Dinge, das könnte auch zum Klimafasten passen.

Und natürlich: Kein Auto, nicht fliegen, bestenfalls Bus und Bahn, noch besser Fahrrad und Füße … Klimafasten hält fit!

9. Sportliches Fasten: Fahrrad statt Auto

Autofasten kann sicher nicht jeder und sicher auch nicht in jeder (beruflichen) Lebenssituation. Doch Ausprobieren lohnt: Prüf doch mal, welche Alternativen zum Auto für dich vielleicht geeignet sind.

Der öffentliche Nahverkehr kann uns wesentlich entspannter zur Arbeit bringen als der Kampf durch den stressigen Verkehr. Kann man in der Arbeit Mitfahrgelegenheiten oder Carsharing organisieren? Oder wäre ein Fahrrad oder ein E-Bike mal was für dich?

Lies dazu auch den Ratgeber Das richtige E-Bike kaufen und E-Bike gebraucht kaufen.

10. Fairtrade- und Bio-Fasten

Was kann man fasten? Hier mal eine ganz andere Idee. Zur Fastenzeit verzichtet man ja für gewöhnlich auf bestimmte Produkte, etwa Süßes, Fleisch, Alkohol. Warum nicht mal anders fasten und auf „konventionelle“ und „unfaire“ Produkte verzichten – und statt dessen sechs Wochen mal nur Lebensmittel mit Bio-Siegel kaufen, auf Fair-Trade-Siegel achten? Und eben auf alles verzichten, was nicht mindestens eines der beiden Kriterien erfüllen kann.

11. Coole Alternative: Müll-Fasten

Schaffst du es, während der überschaubaren Dauer der Fastenzeit mal keinen Müll zu produzieren?

Leicht ist es nicht: Kaufe möglichst nichts ein, was Abfall enthält, also auch keine Papier-Umverpackungen. Kaufe nur mit Einkaufszettel ein und vermeide es, „für den Mülleimer“ zu kochen. Finde heraus, wo man in deiner Stadt Dinge nachfüllen lassen kann – in verpackungsfreien Läden oder auf dem Wochenmarkt.

Denk auch an scheinbare Küchenabfälle: Blumenkohlblätter, Kohlrabistängel und das Grün von Karotten und anderem Gemüse kann man problemlos essen, etwa als Gemüsesuppe oder in Gemüsebratlingen. Tipps findest du z. B. in unserem Beitrag 9 Beispiele, die zeigen, dass Zero Waste machbar ist.

12. Konsumfasten: Fastenzeit ohne Shopping

Vieles, was wir kaufen, brauchen wir eigentlich gar nicht. Muss es wirklich eine neue Digitalkamera, das neue Smartphone sein? Funktioniert unser altes nicht eigentlich noch genauso? Brauchen wir wirklich ein weiteres Geschirrservice, die ach-so-hippe Eismaschine und all diese „Wohn-Accessoires“?

Stell dir zur Fastenzeit bei jedem Kauf die Frage: Brauche ich das überhaupt? Ist weniger nicht mehr?

Konsum-Fasten bedeutet, mal einige Wochen lang nichts anzuschaffen, was du nicht wirklich benötigst. Zugleich kannst du deinen Haushalt prüfen: Gegenstände, die du seit einem Jahr nicht benutzt hast, können eigentlich raus: auf den Flohmarkt, zu Oxfam oder auf die wichtigsten Tauschbörsen im Internet. Dann haben andere noch Freude daran und die Gesamtnutzungsdauer verlängert sich.

Auch Minimalismus ist eine Art zu Fasten. Askese kann Spaß machen! Lies auch: 12 Minimalismus-Tipps, die dein Leben leichter machen.

Extra-Tipp: Fasten-Fasten

Okay, okay, so manchem geht der Fasten-Rummel schon wieder auf die Nerven … 

Daher unser Extra-Vorschlag: Fasten-Fasten!
Die Seele einfach mit weniger guten Vorsätzen belasten.
Dafür aber eine Sache besser machen.
Eine einzige!
Bloß welche?

Unsere Vorschläge findest du im Beitrag 10 Dinge, die dein Leben nachhaltig verändern. Und noch mal: Mit einer einzigen Sache davon hier und heute anfangen ist besser, als den perfekten Start auf irgendwann zu verschieben!

Diskussion: Und wie fastest du?

Worauf verzichtest du in der Fastenzeit? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Was würdest du anderen empfehlen? Schreib uns in den Kommentaren!

Tipps für eine „klassische“ Fastenzeit:

Weiterlesen auf Utopia.de:

Fastenzeit 2019: 12 Ideen für deinen alternativen Fastenplan()
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(38) Kommentare

  1. Was ich erstaunlich finde:

    Das gerade Utopia zum Medienfasten und Smartphofasten aufruft.
    Wollen die sich mit aller Gewalt den Ast absägen, auf dem die sitzen?
    Leben die in der Überzeugung, daß die hier erteilten Ratschläge sowieso keiner liest und befolgt?
    Oder sind die Utopia-Leute so betriebsblind, daß sie den Wald vor Bäumen nicht sehen?
    Man wird ja mal fragen dürfen …

  2. Ich finde die Idee super, gerade WEIL Utopia sie vorschlägt. Ich denke der Ast, auf dem Utopia sitzt, ist ziemlich dick, weil er mit Werbeanzeigen nur so gespickt ist. Es gibt noch genug Leute die sich nicht für das Medienfasten entscheiden, und wenn, sind es nur ein paar Wochen, die gehen ganz bestimmt kein Risiko ein.

  3. Fasten bedeutet, dass man sich nur einmal pro Tag satt ist. Außerdem sind nur noch zwei kleine Stärkungen pro Tag erlaubt.
    Wer also z.B. 2500 kcal benötigt, könnte z.B. eine Mahlzeit mit 2000 kcal pro Tag einnehmen und zwei Stärkungen à 250 kcal.
    Es gibt viele Entschuldigungsgründe, z.B. Krankheit und enorme Berufslast.
    Es gibt aber kein „Ersatzfasten“ – auch nicht als Pflicht, wenn man nicht beim Essen fasten kann.

  4. Also unter Fasten verstehe ich -und viele Andere- aber etwas Anderes. Dass es viele verschiedene Varianten gibt, bestreite ich nicht, aber die Ihre, Herr Lingen, als DAS Fasten zu bezeichnen, finde ich irritierend, zumindest für jemanden, der auf diesem Gebiet neu ist und sich informieren will!

  5. Ich freue mich auf „Mobiles Fasten“. Sechs Wochen plane ich ab morgen (A.-Mittwoch) mein Tablet ‚liegen‘ zu lassen und mich aus der WhatsApp-Welt zu verabschieden. Heute werde ich meine Freunde darüber unterrichten. Was nicht heißen soll, dass ich nicht online gehen werde, aber eben kabelgebunden, also nicht mobil was ja auch viel umweltfreundlicher ist. (Ich hoffe dass ich auch ohne Navi irgendwo ankomme). Das MUSS doch möglich sein! Vielleicht schreibe ich in der gewonnenen Zeit mal die ein oder andere Postkarte an meine Lieben… Ich weiß, dass sie sich freuen werden. Und? plant Ihr auch was?

  6. Der mit Abstand größtmögliche Beitrag um zu Fasten überhaupt wäre, den Planeten nicht zu zerstören:

    https://utopia.de/neue-studie-fleisch-milch-haben-groessten-umwelt-einfluss-92556/

    [Zu viele Links wegen Spam entfernt.]

    https://www.provegan.info/de/infothek/aktuelles/im-vergleich-zum-konsum-von-fleisch-und-milch-sind-die-auswirkungen-der-abgase-von-vw-sehr-klein/

    Weiterer positiver „Nebeneffekt“, kurz – mittelfristig dürfte es keine, oder nur noch an zwei Händen zählbare, „Zivilisationskrankheiten“ geben (Hauptursache von >70% aller Zivilisationskrankheiten: omnivore/vegetarische Ernährung)!

  7. Der mit Abstand größtmögliche Beitrag um zu Fasten überhaupt wäre, den Planeten (Lebensgrundlagen allen Lebens) nicht zu zerstören!

    https://utopia.de/neue-studie-fleisch-milch-haben-groessten-umwelt-einfluss-92556/

    https://www.theguardian.com/environment/2018/may/31/avoiding-meat-and-dairy-is-single-biggest-way-to-reduce-your-impact-on-earth?CMP=share_btn_fb

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/klimawandel-fleischkonzerne-co-emissionen-1.4058225

    https://www.provegan.info/de/infothek/aktuelles/im-vergleich-zum-konsum-von-fleisch-und-milch-sind-die-auswirkungen-der-abgase-von-vw-sehr-klein/

    Weiterer positiver „Nebeneffekt“, kurz – mittelfristig dürfte es keine, oder nur noch an zwei Händen zählbare „Zivilisationskrankheiten“ geben (Hauptursache von >70% aller Zivilisationskrankheiten: omnivore/vegetarische Ernährung)!

  8. Im Prinzip ganz gute Tipps, die es sich anzuschauen lohnt. Leider scheint den Autoren nicht klar zu sein, dass sie hier in den Texten zigmal das Wort „verzichten“ erwähnen … ja, zum Verzicht aufrufen. Offensichtlich kennen diese nicht die Macht des Wortes. Das Wort „Verzicht“ löst beim Leser sofort Abwehr hervor. Unbewusste Konditionierungen steuern das Gefühl, nicht auf etwas „verzichten“ zu wollen. Wenn man anderen etwas näherbringen will, sollte man das wissen. Hilfreich sind Formulierungen wie: Es ist eine Bereicherung für sein Leben, wenn man 12 Dinge weglässt … Erwiesen ist: Wenn man jemanden einladen will, seinen Blickwinkel zu wechseln, sein Bewusstsein zu verändern, dann sollte das Wort „Verzicht“ aus dem Sprachgebrauch ausgeklammert werden.
    Und leider sind die Autoren nicht frei von Vorurteilen. Da meinen sie sogar, sich entschuldigen zu müssen, dass „Achtsamkeit“ auf keinen Fall „esoterischer Unsinn“ sei … Meine Güte. häufig wird das Wort Esoterik benutzt, ohne dass sich ein Autor die Mühe macht herauszufinden, was das Wort überhaupt bedeutet. Da schnappen sie die stark verallgemeinernden Vorurteile über Esoterik (Spuki!) auf und lassen sich entsprechend konditionieren. Uiiii! Esoterik: schnell drei Kreuzzeichen!!! Ja, Achtsamkeit ist tatsächlich genau das, was das Leben bereichert. Esoterik übrigens auch! Einfach mal bei Wiki nachschauen (Esoterik bedeutet nichts weiter als nach innen gewandt … das könnte vielen nichts schaden!) Was die Zweifler dieser Welt aus der Esoterik gemacht haben, indem sie ihr unwissendes Schubladendenken verbreiten, ist im Gegensatz zur Esoterik wirklich voll gruselig!

  9. Ich gehöre zu den Menschen, denen der ganze Fasten-Rummel gehörig auf den Geist geht. Ich faste deshalb gar nicht, bzw. selbstbestimmt und nicht weil irgendeine Institution sagt, dass jetzt Fastenzeit ist. Ich esse ohnehin kein Fleisch und kaufe fast zu 100% Bio/Fair-Trade und das immer und nicht nur 6 Wochen lang.
    Aber jede/r so wie er/sie mag.