Vogelmiere: So kannst du sie beim Kochen verwenden

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Die Vogelmiere findest du häufig auf Äckern und in Gärten. Äußerlich eher unscheinbar, lässt sich das Wildkraut in der Küche vielseitig verwenden – und steckt dazu voller wichtiger Nährstoffe.

Die Gewöhnliche Vogelmiere ist in manchen Regionen Deutschlands auch als Hühnerdarm bekannt. Beide Namen leiten sich vermutlich davon ab, dass sie bei Wildvögeln, aber auch Haushühnern als Futterpflanze beliebt ist.

Bei Menschen gilt sie dagegen oft als lästiges Unkraut, weil sie sich auf Ackerland wie ein Teppich ausbreiten und große Flächen überwachsen kann. Dieser schlechte Ruf wird der Vogelmiere aber nicht gerecht, denn sie kann sehr nützlich sein: In der Küche verfeinert sie viele Gerichte und liefert dem Körper dabei auch noch reichlich Vitamine und Mineralstoffe.

Vogelmiere der Küche: Salate, Brotaufstriche und Dips

Aus den Blättern der Vogelmiere kannst du zum Beispiel ein leckeres Kräuterpesto zubereiten
Aus den Blättern der Vogelmiere kannst du zum Beispiel ein leckeres Kräuterpesto zubereiten (Foto: CC0 / Pixabay / daniFAB)

Vogelmiere ist widerstandsfähig und wächst das ganze Jahr über. Du kannst die frischen Blätter also jederzeit ernten und in der Küche verwenden. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten:

  • Salate: Die Blätter der Vogelmiere sind eine leckere Beigabe zu Wildkräutersalaten. Vor allem eignen sich dafür die kleinen, jungen Blätter, sie sind besonders zart und saftig. Im Geschmack erinnern sie an jungen Mais.
  • Kräuterbutter: Du kannst die Blätter der Vogelmiere auch kleinschneiden und für Kräuterbutter verwenden. Nach Belieben kannst du zusätzlich noch weitere Kräuter hinzufügen. (Rezept: Kräuterbutter selber machen)
  • Kräuterquark: Für einen einfachen Dip kannst du die kleingeschnittene Vogelmiere auch zusammen mit etwas Salz und Pfeffer zu einem Kräuterquark anrühren. Er eignet sich auch als herzhafter Brotaufstrich.
  • Pesto: Für ein leckeres Vogelmiere-Pesto zerkleinerst du die Blätter zusammen mit Öl, Salz und Pfeffer, etwas Zitronensaft und je nach Geschmack zum Beispiel Pinienkernen oder Haselnüssen. Wie du dabei genau vorgehst, kannst du in unserem Schritt-für-Schritt-Rezept für selbstgemachtes Pesto nachlesen.
  • Suppe: Du kannst Vogelmiere verwenden, um Suppen wie zum Beispiel Kartoffelsuppe zu verfeinern. Sie macht sich aber auch als Hauptzutat gut.

Vogelmiere-Suppe: Ein einfaches Rezept

Auch in Suppen macht Vogelmiere sich gut - als Beigabe oder als Hauptzutat
Auch in Suppen macht Vogelmiere sich gut – als Beigabe oder als Hauptzutat (Foto: CC0 / Pixabay / Einladung_zum_Essen)

Für eine einfache Suppe aus Vogelmiere-Blättern benötigst du folgende Zutaten:

Und so bereitest du die Suppe zu:

  1. Wasche die Vogelmiere-Blätter und schneide sie klein.
  2. Schäle die Zwiebel und würfle sie fein. Schäle die Kartoffeln und schneide sie in etwas größere Würfel.
  3. Schmilz die Butter im Topf. Gib die kleingeschnittene Zwiebel dazu und dünste die Zwiebelwürfel circa fünf Minuten an, bis sie glasig werden. Füge dann die Kartoffelwürfel hinzu.
  4. Lösche Zwiebel und Kartoffeln mit der Gemüsebrühe ab. Lass die Suppe anschließend auf kleiner Flamme etwa 15 bis 20 Minuten köcheln.
  5. Gib jetzt die Vogelmiere hinzu. Sobald die Blätter zusammengefallen sind, nimm den Topf von der Flamme.
  6. Püriere die Suppe mit dem Stabmixer und schmecke sie anschließend mit Salz und Pfeffer ab.

Das Rezept ergibt etwa zwei Portionen.

Vogelmiere und ihre Inhaltsstoffe: Das macht sie gesund

Die Blätter der Vogelmiere schmecken nicht nur gut, sie sind auch reich an gesunden Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen. Dazu gehören vor allem:

  • Vitamin A – wichtig für Haut und Augen
  • Vitamin B1 – notwendig für das Nervensystem und den Stoffwechsel
  • Vitamin B2 – fördert Wachstum und Entwicklung
  • Vitamin B3 – zuständig für die Verwertung von Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß
  • Vitamin C – stärkt das Immunsystem
  • Eisen – braucht der Körper, um Blut zu bilden
  • Phosphor – der wichtigste Bestandteil der Knochen
  • Magnesium – unterstützt die Muskelfunktion und den Stoffwechsel
  • Kupfer – wichtig für die Zellatmung
  • Kalium – sorgt dafür, dass die Reizübertragung der Muskeln funktioniert
  • Kieselsäure (Silicium) – gut für Gelenke, Bindegewebe und Haare

Vogelmiere enthält außerdem Saponine. Die schaumbildenden Pflanzenstoffe sind zum Beispiel auch in der Rosskastanie enthalten. Bisher gibt es wenig Untersuchungen dazu, wie sich Saponine auf den menschlichen Körper auswirken. Studien zufolge sollen sie dazu beitragen, Übergewicht zu bekämpfen.

Achtung: Wenn du Vogelmiere warm zubereitest, solltest du darauf achten, sie nicht zu lange zu kochen. Einige der wertvollen Inhaltsstoffe können dabei verloren gehen. Gib sie einer Suppe oder anderen warmen Gerichten am besten erst zum Schluss zu.

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(1) Kommentar

  1. Sehr interessant… und so gesund! Wow!
    Jetzt weiß ich auch warum meine Wellis so verrückt nach Vogelmiere sind!
    Na dann können wir sie ja in Zukunft zusammen genießen 🙂
    Danke für den Artikel