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Weltbienentag 2019: Hintergrund, Aktionen und was du selber tun kannst

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Am Weltbienentag (20. Mai) stehen die kleinen, summenden Insekten im Vordergrund. Erfahre hier mehr über die Hintergründe und Aktionen und erhalte Inspirationen fürs Mitmachen.

Am Weltbienentag geht’s um mehr als um ein Insekt

Kleine Biene ganz groß am Weltbienentag
Kleine Biene ganz groß am Weltbienentag (Foto: CC0 / Pixabay / katja)

Wie wichtig Bienen für unsere Erde sind und welche Konsequenzen das drastische Bienensterben nach sich zieht, drängt immer mehr in das Bewusstsein vieler Menschen. Daher erlebt der Bienenschutz gerade eine Welle der Zustimmung und Unterstützung.

Anfang des Jahres wurde von der bayerischen Regierung beispielsweise der Gesetzesentwurf des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ angenommen, mit dem nicht nur Bienen, sondern die heimische Insektenvielfalt insgesamt geschützt werden soll.

Jetzt naht ein weiteres Ereignis, das die Bienen in das Licht der Öffentlichkeit rückt, um auf ihre Bedeutung aufmerksam zu machen und den Bienenschutz zu fördern: Der Weltbienentag, oder World Bee Day, am 20. Mai.

Der 20. Mai wurde als World Bee Day gewählt, um an einen Mann zu erinnern, der viel zu unserem Wissen über Bienen beigetragen hat: Anton Janscha, geboren am 20. Mai 1734. Er war ein slowenischer Hofimkermeister, der unter anderem die erste moderne Imkerschule geleitet und zahlreiche Bücher über Bienen und Imkerei verfasst hat.

Hintergründe: Darum gibt es den Weltbienentag

Monokulturen bieten keine Nahrung für Bienen.
Monokulturen bieten keine Nahrung für Bienen. (Foto: CC0 / Pixabay / NatuerlichGut)

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai als World Bee Day ausgerufen. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Bienenpopulationen weltweit massiv zurückgehen und daher den dringenden Schutz von uns Menschen benötigen.

Bienen sind hauptverantwortlich für die Bestäubung von 75 Prozent der globalen Nahrungsmittelpflanzen. Auch 50.000 Pflanzenarten, die für medizinische Zwecke gebraucht werden, sind auf Bestäubung durch Bienen angewiesen. Im Alltag begegnen uns Bienen noch auf andere Weise: Ihre Wabenbauweise inspiriert den Flug- und Fahrzeugbau und die effizienten Bienenarbeiterinnen dienen als Vorbilder für Logistikprozesse.

Doch obwohl Bienen so wichtig für die Biodiversität und unsere Nahrungsmittelversorgung sind, schrumpfen ihre Populationen weltweit seit über einem Jahrzehnt merklich. Gründe für dieses Bienensterben sind unter anderem:

  • Parasiten und Pestizide: Parasiten wie die Varroamilbe können Bienenpopulationen deutlich reduzieren. Auch der Einsatz von Pestiziden ist für Bienen gefährlich. Sie stören ihren Orientierungssinn, schwächen ihr Immunsystem und sind im schlimmsten Fall tödlich.
  • Monokulturen in der Landwirtschaft: Wenn auf den Feldern nur eine Pflanzensorte wächst, ist das Nahrungsangebot für Bienen sehr eingeschränkt. Ganz besonders gilt dies für Getreidefelder.
  • Keine Nistplätze für Wildbienen: Der Lebensraum für Bienen, vor allem für Wildbienen, wird immer kleiner. Verfügbare Freiflächen werden vorzugsweise für die Agrarwirtschaft oder Neubaugebiete genutzt, in denen es kaum Nistmöglichkeiten für Bienen gibt.

Aktionen: Das passiert am Weltbienentag

Mit einem Blumenstrauß erfreust du nicht nur deine Mitmenschen – du kannst sie außerdem auf den Bienenschutz aufmerksam machen.
Mit einem Blumenstrauß erfreust du nicht nur deine Mitmenschen – du kannst sie außerdem auf den Bienenschutz aufmerksam machen. (Foto: CC0 / Pixabay / Capri23auto)

Anlässlich des Weltbienentags haben Kitas, Schulen, Bildungsvereine die Möglichkeit, vom Bienenretter Bildungsprojekt kostenlos Saatgut zu beziehen. Damit können sie Flächen wie Wiesen, Balkonkästen oder innerstädtische brachliegende Gelände bienenfreundlich gestalten.

Einzelpersonen können am Weltbienentag ihre Mitmenschen mit einem freundlichen Blumengruß auf den Bienenschutz aufmerksam machen. In der Bienenretter Manufaktur können Aktionstüranhänger erworben werden (die kostenlosen Exemplare anlässlich des World Bee Day sind bereits vergriffen), die mit einem Päckchen Saatgut ausgestattet sind.

Rund um den Weltbienentag gibt es auch viele lokale Einzelveranstaltungen. In Stuttgart feiert der Slow Food Deutschland e.V. beispielsweise auf einem umfunktionierten Parkdeck, informiert über die Bedeutung der Bienen und bietet Bienenführungen und Kinderangebote zum Mitmachen an.

Im Mai kannst du dich überall in Deutschland und Österreich außerdem einem Weltbienentag-Crowdlauf anschließen, der unter dem Monatsmotto „Bienchen summ herum“ steht. Dabei laufen die SportlerInnen für den guten Zweck und machen auf den Bienenschutz aufmerksam.

Mach jeden Tag zum Weltbienentag: Das kannst du selbst tun

Indem du bienenfreundliche Blumen pflanzt, gibst du Bienen Nahrung
Indem du bienenfreundliche Blumen pflanzt, gibst du Bienen Nahrung (Foto: CC0 / Pixabay / Cunigunde)

Bienen sind so wichtig, dass wir uns nicht nur am Weltbienentag um sie sorgen sollten. Du hast viele Möglichkeiten, den Bienen das ganze Jahr über zu helfen. Hier sind ein paar Inspirationen, was du selbst für den Bienenschutz tun kannst:

  • Bienenfreundliche Blumen pflanzen: In vielen Gärten wachsen zwar Geranien und Rosen, doch sie bieten den Bienen kein Futter. Säe zusätzlich Wildblumenmischungen aus, die viele bienenfreundliche Saaten enthalten, wie Sonnenblumen oder Kornblumen.
  • Ein Bienenhotel aufstellen: Es gibt für Wildbienen immer weniger Nistmöglichkeiten. Biete ihnen bei dir im Garten einen Nistplatz mit einem Bienenhotel.
  • Bienenpatenschaft eingehen: Mit einer Bienenpatenschaft kannst du die Arbeit von Imkern unterstützen, die ihre Bienen wesensgemäß und natürlich halten.
  • Bio-Lebensmittel kaufen: Indem du Lebensmittel aus ökologischem Anbau kaufst, unterstützt du eine Agrarwirtschaft, die ohne Chemie auskommt. Das kommt der Natur und somit auch den Bienen zu Gute.

In der Utopia-Galerie 10 Dinge, die du tun kannst, um den Bienen zu helfen, findest du noch mehr Anregungen.

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