Alternativer Fastenplan: 11 Dinge, auf die man 2017 mal verzichten könnte

Fasten
Foto: Charly's / photocase.com

Ab Aschermittwoch startet der Fastenplan 2017: Verzichtet wird meist auf Süßes, Alkohol und Kaffee. Gut für die Gesundheit, ja. Aber das geht noch besser: mit diesen 11 kreativen Fasten-Ideen schonst du Nerven, Geldbeutel und Umwelt!

Schon die alten Griechen übten sich in Askese und fast jede Religion kennt eine Fastenzeit. Um „Entsagung“ geht es nicht mehr, heute wollen wir den Winterspeck loswerden.

Gesunde Ernährung: Ja klar, auch die ist wichtig & richtig. Lies dazu unsere Ratgeber:

Aber wir hätten da noch ein paar andere Ideen…

Mach dir 2017 einen alternativen Fastenplan. Faste nicht einfach nur, um Abzunehmen. Faste, um Gutes zu tun, etwas über deine Konsumgewohnheiten zu lernen und bewusster zu leben.Wie lange Fasten? In diesem Jahr dauert die Fastenzeit von 1. März bis 15. April 2017. Das sind etwa sechs Wochen, in denen man ruhig mal auf was verzichten kann – Plastik, Facebook, Handy – du wirst sehen, dass das auch Spaß machen kann!

1. Medienfreier Fastenplan

Deutsche sehen pro Tag durchschnittlich 234 Minuten fern – fast vier Stunden, die wir allabendlich wie hypnotisiert auf das leuchtende Rechteck starren! Verordne dir doch mal ein Medien-Fasten und versuche, einige Wochen komplett ohne den Fernseher auszukommen. Auch Hörspiele sind schön! Und Lesen kann man auf der Couch auch.

Weitere Ideen: Mal ein paar Wochen ohne Facebook leben, den Feierabend ohne Business-Mails verbringen, sechs Wochen lang nichts im Web shoppen.

2. Smartphone-Fastenplan

Noch härter: Sechs Wochen Smartphone-Fasten. Klingt das für dich schon schlimm, geradezu unmöglich? Dann wird es 2017 vielleicht höchste Zeit! Denn wir greifen längst alle paar Minuten zum Handy – und sollten uns ab und zu fragen, ob sich dieser Griff wirklich lohnt. Warum nicht mal für ein paar Wochen damit aufhören?

Wir haben die Smartphone-Diät selbst getestet und berichten hier: Die Smartphone-Diät – wie sie funktioniert, was sie bringt.

Smartphone-Fastenplan: sechs Wochen einfach mal ausschalten
Smartphone-Fastenplan: sechs Wochen einfach mal ausschalten (Foto CC0 / Pixabay - terimakasih0)

 3. Wasser-Fasten: mal nur Wasser trinken

Faste doch mal Getränke! Hierfür trinkst du in deiner persönlichen Fastenzeit ausschließlich Wasser, ernährst dich aber ansonsten normal. Natürlich nimmst du Wasser aus der Leitung, denn das hat in Deutschland meist beste Qualität – teures Designer-Flaschenwasser braucht keiner.

Wird das auf Dauer langweilig?
Bestimmt.
Umso mehr wirst du nach deiner Wasser-Fastenzeit ein Bier, ein gutes Glas Wein, eine leckere Limonade völlig neu erleben. Garantiert!

4. Veggie-Fastenplan: weniger Fleisch essen

Es muss ja nicht gleich radikal fleischlos sein! Aber für einige Wochen ein bisschen veganer leben bewirkt auch schon viel.

Der Trick: Betrachte pflanzliche Lebensmittel nicht als „Ersatz“, sondern als Bereicherung deines Speiseplans. So wird die trostlose Fastenzeit nämlich zur freudvollen Probierzeit: Hast du schon mal Mandelmilch und Hanfmilch, pflanzlichen Brotaufstrich oder Brownies aus Kidney-Bohnen probiert? Lies dazu auch unseren Ratgeber Fleischersatz: die vegetarischen Alternativen oder besuche die besten Vegan-Blogs mit ihren leckeren Rezepten.

Du suchst einen Veggie-Fastenplan? Hierfür eignet sich gut der planvolle Newsletter Vegan Taste Week.

 5. Plastikfrei leben als Fasten-Alternative

Der BUND hatte vor einigen Jahren eine tolle Idee: das Plastikfasten. Meide ganz bewusst mal einige Wochen oder über die gesamte Fastenzeit alles, was in Plastik eingepackt ist.

Kaufe Joghurt und Sahne im Glas statt im Plastikbecher, Käse und Wurst in der Frischetheke statt abgepackt im Kühlregal, Gemüse beim Wochenmarkt oder Gemüsehändler. Sogar viele Pflegeprodukte kann man (fast) plastikfrei bekommen. Achte auch mal in Bio-Supermärkten darauf, was dort alles in Plastik eingepackt ist. Sage „Nein“, wenn dir ein Händler eine Plastiktüte anbietet. Wichtig: Beim Einkaufen den Textilbeutel nicht vergessen, den gibts auch für Gemüse und Gebäck!

Lies auch unsere Ratgeber Plastikfrei leben: 12 erstaunliche Ideen für eure leeren Schraubgläser und Plastikfrei leben: Brotdosen aus Edelstahl, Glas und Holz.

Plastik-Fastenplan: sechs Wochen nichts in Wegwerfpackungen kaufen
Plastik-Fastenplan: sechs Wochen nichts in Wegwerfpackungen kaufen (Foto CC0 Pixabay EKM-Mittelsachsen)

6. Fastenplan: Achtsamkeit

Übertreiben wir? Nein, im Ernst: Achtsamkeit ist kein esoterischer Unfug. Statt dessen zeigen zahlreiche Studien, dass Achtsamkeit bei gesundheitlichen oder psychischen Probleme sehr hilfreich sein kann, gegen (Winter-)Depressionen und Schmerz hilft. Sich während der Fastenzeit einmal in Achtsamkeit üben – das ist besser, als sich Schokolade zu verbieten (und sie dann doch zu essen).

Utopia zeigt, was hinter dem Konzept steckt, wie es unsere Lebensqualität verbessert und wie du achtsamer leben kannst – im Beitrag Achtsamkeit: Von der Schwierigkeit im Hier und Jetzt zu sein.

7. Klima-Fasten: weniger CO2 produzieren

Beim Klimafasten machst du einfach mal, was für das Klima gut ist. Du kannst mit unseren Tipps zum Beispiel mal alles tun, um Strom zu sparen oder andere Energie sparen. Oder du kannst zum Beispiel zu einem Ökostromanbieter wechseln.

Auch die Herstellung von Gütern produziert CO2 und schadet dem Klima. Einige Wochen lang nichts neues zu kaufen, sondern nur gebrauchte Dinge oder geliehene Dinge, das könnte auch zum Klimafasten passen. Und natürlich: Kein Auto, nicht fliegen, bestenfalls Bus und Bahn, noch besser Fahrrad und Füße … Klima-Fasten hält fit!

8. Sportliches Fasten: Fahrrad statt Auto

Autofasten kann sicher nicht jeder und sicher auch nicht in jeder (beruflichen) Lebenssituation. Doch Ausprobieren lohnt: Prüfe doch mal, welche Alternativen zum Auto für dich vielleicht geeignet sind. Der öffentliche Nahverkehr kann uns wesentlich entspannter zur Arbeit bringen als der Kampf durch den stressigen Verkehr. Kann man in der Arbeit Mitfahrgelegenheiten oder Carsharing organisieren? Oder wäre ein Fahrrad oder ein Pedelec mal was für dich?

Lies dazu auch den Ratgeber Das richtige E-Bike kaufen und E-Bike gebraucht kaufen.

Fahrrad

9. Fairtrade- und Bio-Fasten

Okay, hier mal eine ganz andere Idee. Zur Fastenzeit verzichtet man ja für gewöhnlich auf bestimmte Produkte, etwa Süßes, Fleisch, Alkohol. Warum nicht mal anders fasten und auf „konventionelle“ und „unfaire“ Produkte verzichten – und statt dessen sechs Wochen mal nur Lebensmittel mit Bio-Siegel kaufen, auf Fair-Trade-Siegel achten. Und eben auf alles verzichten, was nicht mindestens eines der beiden Kriterien erfüllen kann.

10. Coole Alternative: Müll-Fasten

Schaffst du es, während der überschaubaren Dauer der Fastenzeit mal keinen Müll zu produzieren? Leicht ist es nicht: Kaufe möglichst nichts ein, was Abfall enthält, also auch keine Papier-Umverpackungen. Kaufe nur mit Einkaufszettel ein und vermeide es, „für den Mülleimer“ zu kochen. Finde heraus, wo man in deiner Stadt Dinge nachfüllen lassen kann – in verpackungsfreien Läden oder auf dem Wochenmarkt.

Denk auch an scheinbare Küchenabfälle: Blumenkohlblätter, Kohlrabistängel und das Grün von Karotten und anderem Gemüse kann man problemlos essen, etwa als Gemüsesuppe oder in Gemüsebratlingen. Tipps findest du z. B. in unserem Beitrag 9 Beispiele, die zeigen, dass Zero Waste machbar ist oder Zero Waste: besser leben ohne Müll.

11. Fasten als Verzicht auf fiebrigen Konsum

Eigentlich brauchen wir vieles, was wir kaufen, gar nicht. Muss es wirklich eine neue Digitalkamera, das neue Smartphone sein, funktioniert unser altes nicht eigentlich noch genauso? Brauchen wir wirklich ein weiteres Geschirrservice, die ach-so-hippe Eismaschine und all diese „Wohn-Accessoires“? Stell die Frage: Brauche ich das überhaupt?

Konsum-Fasten bedeutet, mal einige Wochen lang nichts anzuschaffen, was du nicht wirklich benötigst. Zugleich kannst du deinen Haushalt prüfen: Gegenstände, die du seit einem Jahr nicht benutzt hast, können eigentlich raus: auf den Flohmarkt, zu Oxfam oder auf die wichtigsten Tauschbörsen im Internet.

Auch Minimalismus ist eine Art zu Fasten: lies dazu auch unseren Ratgeber 12 Minimalismus-Tipps, die dein Leben leichter machen.

Extra-Tipp: Fasten-Fasten

Okay, so manchem geht der Fastenkult schon wieder auf die Nerven. Daher der Extra-Vorschlag: Fasten-Fasten! Die Seele einfach mit weniger guten Vorsätzen belasten – dafür eine einzige Sache besser machen.

Bloß welche? Unsere Vorschläge findest du im Beitrag 10 Dinge, die dein Leben nachhaltig verändern. Und nochmal: Ein einziges davon reicht für den Anfang!

Diskussion: Und wie „fastest“ du?

Worauf verzichtest du in der Fastenzeit? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Was würdest du anderen empfehlen? Schreib uns in den Kommentaren!

Weiterlesen auf Utopia.de:

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(21) Kommentare

  1. Wasserfasten wird das auf Dauer langweilig? Nein, denn man kann ja das Wasser veredeln..:-)
    Schwarz-, Kräuter- oder Grüntee sind ja auch magenfreundlich und haben ja eine einigermaßen gute Energie-Bilanz..:-D Nur der Kaffee schneidet in beiden Punkten schlechter ab..;-)

  2. Ich verstehe ja, dass Designer-Wasser wie Volvic und Konsorten von euch nicht gut geheißen werden – stimme ich voll zu, würde ich auch niemals kaufen. Jedoch konnte ich noch nie auf Utopia lesen, dass es wirklich gute Mineralwasser für „wenig“ Geld gibt (z.B. Naturparkquelle).

    Da würden z.B. 2l täglich für die komplette Calcium und Magnesium Versorgung ausreichen. Die Mineralien sind nicht zugesetzt, sonder stammen wohl meist aus einer der reinsten Formen überhaupt…

    Ich finde andere Aspekte manchmal wichtiger, als 100% ökologisch perfekt zu handeln. Dann ist die Quelle halt mal 200km vom Wohnort entfernt und Glasflaschen sind auch nicht das größte Übel aus ökologischer Sicht… Dafür ist ein teil der Mineralienversorgung einfach gesichert.

    Ich weiß.. Wenn man sich sehr gut ernäht deckt man den Mineralien-Bedarf mit seinen Lebensmittel und dem Leitungswasser ab. Aber mal ehrlich schafft ihr das immer? Dafür ist schon so einiges nötig…

    Vielleicht habe ich da einen Denkfehler? Wie seht ihr das?

    Ich bin vor Jahren über die „gesündere Ernährung“ zum ökologischeren Lebensstil gewechselt und habe die Priorität glaube ich einfach bei der Gesundheit…

    • „Aber mal ehrlich schafft ihr das immer? Dafür ist schon so einiges nötig…

      Vielleicht habe ich da einen Denkfehler? Wie seht ihr das?“

      IMMER ist der Denkfehler. Immer-alles-täglich-Hundertprozent-richtig-machen.

      Der menschliche Körper hat Puffer. Je nach betreffenden „Stoff“ ist dieser Puffer kleiner oder größer, das fängt schon beim Trinken an, der Füllmenge des Magens, der Verstoffwechslung und dem direkt messbaren Gehalt von Stoffen im Blut.

      Unser Körper ist weniger angelegt auf perfekte, just-in-time Nährstoffversorgung. Das ist m.M. eine unzulässige wie falsche Analogie aus unserer Produktionsdenke.

      Die Optimierung des Körpers ist aber hipp, trendig und wird als konsequente Fortsetzung des allumfassenden Optimierungsgedankens aufgefasst, durch die Werbung, durch unklare medizinische Empfehlungen, durch hochstilisierte Mangelphänomene, u.a. in Austauschforen im Internet.

      Zurück zur Natur – bedeutet nicht allein eine naturnahe Ernährung, sondern auch die Gewöhnungseffekte zu beachten. Wer sich just-in-time Immerrichtig ernährt, trimmt seinen Körper. Wie es Hochleistungs- bzw. Extremsportler tun. Das mag für Einzelfälle in unserem Berufsalltag zutreffend sein. Ein 16 Stunden Arbeitsalltag ist machbar, kaum auf Dauer, aber wer solche Arbeitsanforderungen hat, muss seinen Körper wirklich gut kennen und muss (m.M.) langfristige Folgen ausblenden.

      Sonst würde man ja von selbst entschleunigen und dem Körper Zeit lassen. Für vollwertige Ernährung statt Blut-Drogen (Zucker, Vitamine, Salze etc.).

      Doping im Privaten ist legitim und ein Massenphänomen im Einkaufsverhalten.

      Unser Körper verzeiht fast alles, weil im Hintergrund Ausgleichsprozesse laufen. Zum Beispiel Raubbau an Ressourcen wie unseren Knochen. Ist man jung, alles „no problem“, spätestens beim Ansteckungsrisiko bzw. einer gewöhnlichen Heilungsphase (Erkältung, Grippe) wird der Effekt messbar, ob der Körper noch auf Puffer zurückgreifen kann.

      Wie beim Motoröl Stand im Auto, genügen Abweichungen im Millimeterbereich für manche Zeitgenossen als Anlaß, das Kanonenfutter zu holen, um den eigenen Organismus auf die Diagnose Ausnahmezustand hin zu behandeln.

      Anstatt den natürlichen Prozessen die Zeit zu geben. Zeit ist für mich der Dreh- und Angelpunkt im Lebensstil hin zur Nachhaltigkeit, dieser Faktor ist Problemfeld wie Lösungsweg. Zeit anders zu denken und Zeit als Methode einzusetzen, Alternativen auszuprobieren, ist m.M. der Schlüssel.

      Doch es gibt Lebensphasen, in denen ist Zeitdruck und unsere Umgang damit ein objektivierbares Kriterium, gefordert in einer Leistungsgesellschaft. Unser Körper macht das mit, mit etwas Nachsicht und unterstützender Vorsorge. Ein Blick auf die Krankenstatistik zeigt jedoch die Grenzen.

      Stichwort Überversorgung, mangelnde Vorsorge, zuwenig Bewegung, zuviel Sorgen – das sind alles Themen im Großen wie im Kleinen, in einer Gesellschaft wie im Einzelhaushalt.

      Die objektiven 2 Liter können eben bei einem „Normalgesunden“ reichen, ist man unglücklich braucht der Körper evtl. 2,5, schwebt man frisch verliebt auf Wolke Sieben reichen 1 Liter. Das ist möglich mit (ich nenne es mal) Hintergrundprozessen. Unser abstraktes wie programmatisches Denken jedoch will eine Formel, eine Handlungsanweisung, eine leicht zu befolgende Regel, das wären dann die 2 Liter Mineralwasser. Schmeckt die ökorrekte, regionale Sorte aber grausam, zeigt sich das instinkte Verhalten unseres Organismus. Leider viel zu selten, würden wir naturnah leben und essen, müsste unser Körper viele weitere „Lebensmittel“ ablehnen. Also gaukeln wir durch Kochen und Würzen bewusst unseren Geschmackssensoren etwas vor, was wir verstandesgemäß als richtig befunden haben. Dann zieht das Kreise bis … zu einem Zusammenbruch, Leistungseinbruch, Krankheit … und zwingt uns wieder zur Mäßigung, zur alternativen Ernährung und zum … Zeit nehmen. 😉

    • Der Beitrag soll inspirieren, nicht verbieten. Wenn Du also Flaschenwasser trinken willst, dann sei es so – lass es Dir schmecken! 😉 Hier ging es ja auch um die Fasten-Ideen: Einige Menschen trinken ja den ganzen Tag Limonade, Spezi, solche Sachen – da bilden sieben Wochen ungezuckertes Sprudel-Mineralwasser auch schon eine „Fastenzeit“.

      Was die Versorgung mit Calcium und Magnesium angeht: Bei normaler Ernährung mit dunkelgrünem Gemüse, Obst, Vollkornbrot reicht Leitungswasser völlig aus.

      Oder anders: Niemand, der sich normal ernährt und verhält, muss zur „Nahrungsergänzung“ ein Flaschenwasser trinken.

      Aber: Wenn Du glaubst, dass Du einen Magnesiummangel oder Calciummangel hast, dann lass Dir das von einem Arzt diagnostizieren. Denn wenn das wirklich so ist, dann hat es vielleicht konkrete Ursachen (Darmkrankheit, etc.), und es ist dann sinnvoller, diese zu kurieren.

      • Hallo Andreas,

        stimme Dir zu: aber ich möchte keinem „Zucker-Limonaden-Junkie“ begegnen, der von heute auf morgen auf Wasser umsteigt 😉

    • Hallo Bartholus,

      zu einem „ökologischeren“ (ich bevorzuge das Wort „nachhaltigeren“: wo herauszufinden wäre, inwieweit sich diese Begriffe unterscheiden?) Lebensstil gehört für mich auch, mir Gedanken über die Hintergründe eines Lebensmittels zu machen.
      Am Beispiel Wasser als Lebensmittel einige Punkte:
      -wo wird es gewonnen?
      -wie sind die Arbeitsbedingungen im abfüllenden Betrieb?
      -aus welchem Material bestehen die Flaschen?
      -welche Wege legt das Wasser (von der Gewinnung über den abfüllenden Betrieb bis zur Verkaufsstelle) zurück?
      -wie wird die Qualität und Hygiene während des gesamten Prozesses gesichert?

      Da, wie Du schreibst, Deine Priorität „bei der Gesundheit“ liegt, dürfte vor allem letzterer Punkt für Dich intereressant sein.
      Was die Qualität und Hygiene angeht, durchläuft das Wasser in Flaschen durch seine „Verarbeitung“ mehrere kritische Stellen, wo sich mikrobielle und/oder chemische Verunreinigungen einschleichen könnten:
      -Gewinnung (z.B. Zapfstelle, Tankwagen)
      -Abfüllung (z.B. bei Mehrweg-Flaschen hygienische Reinigungsprozesse ohne Rückstände)

      Ich weiß, das hört sich erstmal sehr umfassend an: aber mir ergeht es so, dass ich mich mit der intensiven Beschäftigung dieser Gedanken immer weiter entwickelt habe: und für mich selbst auch zu mehr Klarheit komme, was meine eigenen Prioritäten sind.

      Dabei habe ich mich auch über das Thema der Mineralienversorgung durch „Mineral“-Wässer beschäftigt: und wie Du selbst bereits schreibst, deckt der Mensch im Allgemeinen diesen Mineralienbedarf durch eine ausgewogene Ernährung.

      Ich würde also die Mineralienversorgung meines Körpers nicht einseitig dem Verzehr eines „Mineral“-Wassers-und/oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel-überlassen, sondern in der Gesamtheit meiner Nahrungsmittel betrachten.

      Falls ich trotzdem Zweifel hätte, würde ich mit meinem Hausarzt darüber sprechen, damit dieser ggf. entsprechende Tests durchführt.

    • Stimme ich dir zu, Leitungswasser würde ich niemanden empfehlen. Als Beispiel wurden in Berlin 14(!) verschiedene Medikamentenrückstände gefunden. Aber auch Hormone und teils Schwermetalle werden nicht rausgefiltert. Eine Quelle in der Nähe gibt es auch oft, von der man sich in Glas gefülltes Wasser holen kann, da muss man nur schauen ob das Wasser mit Flourid versetzt ist.

      • „Eine Quelle in der Nähe gibt es auch oft, von der man sich in Glas gefülltes Wasser holen kann“
        Und Du meinst, dass dieses Wasser dann nicht belastet ist?
        „da muss man nur schauen ob das Wasser mit Flourid versetzt ist“
        Wieso gerade Fluorid (Ich nehme an, das meinst Du.)? Wieso nur Fluorid? Wer versetzt das Wasser damit? Und, nachdem „schauen“ ja wohl nicht genügt, wie stellst Du das fest?

      • Haha, kein gut getestetes Leitungswasser trinken wollen, aber aus irgendeiner Quelle, wo min. die gleichen Rückstände drinnen sind, und niemand weiß, was noch alles.
        Oder sagen wir mal, alles außer Fluorid.
        Ich hoffe doch, daß niemand solche Kommentare hier für bare Münze nimmt und darauf seinen täglichen Verzehr ausrichtet.

  3. Schon mal Geld-Fasten ausprobiert?
    Falls es schwer erscheinen mag, wohl ein Zeichen wie tief der Kapitalsismus in unserem Glaubenssystem sich verankert hat.
    Ich hab Geld-Fasten mal ausprobiert. Und es ist definitiv leichter als man meinen mag 🙂
    …und seitdem auch dabei geblieben! 🙂
    Warum ich mich dazu entschieden habe hab ich in diesem blogpost versucht darzustellen:
    http://ohnegeldumdiewelt.blogsport.de/leben-frei-von-geld-warum/

  4. Was den Minersalstoffgehalt des Leitungswassers angeht lohnt es sich diesen bestimmen zu lassen. Oder beim Wasserversorger nachzufragen. Die wissen das meist. Kommunizieren es leider viel zu selten. Auch das Leitungswasser enthält oft viele Minersalstoffe. Wobei ich nicht denke dass egal welches Wasser der wichtigste Punkt der Versorgung mit essentiellen Mineralien ist.

    Ich werde dieses Jahr eine Form des Medienverzichts praktizieren bzw mich in Achtsamkeit üben.
    Ich ernähre mich nahezu vegan. „Sündige“ nur bei Parmesan hin und wieder. Esse zu 100 Prozent Bio und sehr regional. Obst und Gemüse beziehe ich von einem Landwirt 15km entfernt. Daher gibt es momentan nur Lagergemüse Äpfel und eingemachtes. Plastik fasten würde mich sehr reizen aber scheitert an den mangelnden Alternativen. Mandelmilch und veganen Käse habe ich bisher nicht in Glas oder offen gefunden. Kann man sicher alles selber machen. Aber mit Kind Vollzeitjob und Fortbildung fehlt leider die Zeit.

    Ich denke jeder bewusste Verzicht macht Sinn. Nicht nur zur Fastenzeit. Zu leicht schleichen sich Gewohnheiten ein. Kein Verzicht sollte aus Tradition geschehen. Dann passiert nichts in den Köpfen. Aber wenn der Verzicht auf Wasser und Plastikflaschen, Fleisch oder überzogenen Konsum dazu führt dass die Person sich der Gewohnheiten bewusst wird ist das viel wert. Wenn dann nach dem Fasten nicht in alte Muster zurückgefallen wird. Das Fleisch die Schokolade der Fernsehabend mehr geschätzt wird als früher ist das auch etwas Gutes.

  5. Warum wird beim Autofasten ausschliesslich verwiesen auf e-bike und Pedelec? Es gibt gute und leichte Fahrräder (im Fachhandel auch gebraucht, für kleines Geld).Sich ein wenig anstrengen (man nennt es auch Training) und Schwitzen schadet nicht. Im Gegenteil – sich täglich auch mal außerhalb der Komfortzone zu bewegen ist der Gesundheit förderlich!

  6. Manchen Punkte lassen sich von mir leicht umsetzen, wie z. B. Plastikverzicht – da wir bei solidarischen Landwirtschaft mitmachen, holen wir unsere Lebensmittel direkt beim Bauern ab. Wasser trinke ich sowieso meistens. Fernsehen schaue ich meistens nur die Nachrichten, fahre mit dem Zug zur Arbeit. Als Vegetarierer essen wir sowieso kein Fleisch und von dem erhaltenenen Gemüse, wird das meiste verwendet. Das einzige worauf ich wahrscheinlich nicht verzichten kann, wird das Smartphone sein, da ich es doch gerne dabei habe, falls der Zug Verspätung oder ausfällt, damit Arbeitgeber oder Familie informieren kann.

  7. Ich habe an meinem 33 Geburtstag im November entschieden das dies mein Jahr wird und ich die Langeweile in meiner Ernährung als ersten beseitigen will, so mache ich das Jahr jeweils 33 Tage 10 verschiedene Ernährungsarten mit. Von No Fast Food, über Veggi bishin zu kein Zucker. Ganz viele haben mich gefragt was mir das bringt um abzunehmen (da ich einige Pfunde zu viel habe) müsste ich das jeweils länger machen. Dabei geht es mir nicht ums abnehmen sondern das ixh neugierig auf neues bin. So will ich jetzt mein Jahr aich erweitern und Pro Woche einen Handy freien Tag einlegen und vieles mehr versuchen.
    Ich kann nur sagen über den Tellerrand zu schauen und mal was neues auszuprobieren macht echt Spaß. Jedoch sollte jeder für sich entscheiden was er selbst machen will. Mein Mann und Kind können bei meinen Aktionen mitmachen müssen es aber nicht. Eure Vorschläge finde ich echt gut.
    Wer mehr von meinem Jahr erfahren will kann mir gerne auf instagram folgen ankegarba_Mua

    • Puh, da mußt Du aber schon ein sehr langweiliges Leben geführt haben, wenn es Dir erstrebenswert erscheint, alle 33 Tage eine andere Mangelernährung zu testen. 😉

      Jeden Tag was Neues erleben, bedeutet für mich, die Vielfalt gesunder und ökologischer (Bio-)Lebensmittel jeden Tag völlig neu zu kombinieren.

      Wir leben auf dem Lande und versuchen bio+ regional + saisonal bei kleinen Betrieben zu kaufen oder selbst anzubauen.
      Das heißt z.B. im Garten wächst dies, im Hofladen gabs schöne Pilze.
      Dann frage ich das Netz, was kann man aus dies + Pilzen kochen?
      Und schon kommen die erstaunlichsten Kombinationen.

      Wenn ich das im Rahmen irgendwelcher vorgeschriebenen Diäten machen würde, wäre es eine sehr frustige Angelegenheit und weder gesund, noch ökologisch sinnvoll, weil ich weit fahren oder im Netz bestellen müßte, um mich so zu ernähren.

      Meiner Form der Ernährung habe ich auch einen Namen gegeben.
      Sie heißt WaGraDa-Ernährung.
      Dazu führe ich auch – sehr sporadisch – einen Blog:
      https://utopia.de/0/blog/wagrada-rezepte

  8. Ich habe jetzt den ersten Bewegtbild-Fastentag hinter mir. Ich muss sagen, ich bin ein Netflix-Junkie und lass das Zeug oft so nebenbei dudeln.
    Mir geht es um die Zerstreuung die ich erstmal nicht mehr will. Schließlich kann man so gut seine Gedanken übertönen. Hat vielleicht auch mit Achtsamkeit zu tun.
    ich habe gestern sehr viel geschafft und freue mich auf das Ergebnis. Ich erhoffe mir mehr Klarheit und inspirierendes Gedankengut.

    • Ja, in dem Bereich muß ich mich auch immer wieder achtsam einschränken.
      Weniger Social Media war mein Neujahrsvorsatz und das klappt so lala…
      Aber natürlich merke ich auch, daß ich mehr schaffe, wenn ich weniger Kanäle auf mich einprasseln lasse.

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