Fastenzeit 2019: 12 Ideen für deinen alternativen Fastenplan

Fastenzeit Fastenplan
Foto: © Charly's / photocase.com

Ideen für die Fastenzeit 2019 gesucht? Mit einem Fastenplan verzichtet man meist auf Süßes, Alkohol und Kaffee. Gut für die Gesundheit, ja. Aber das geht noch besser: Mit diesen 12 kreativen Fasten-Ideen schonst du Nerven, Geldbeutel und Umwelt!

Schon die alten Griechen übten sich in Askese und fast jede Religion kennt eine Fastenzeit. Um „Entsagung“ geht es oft nicht mehr, heute wollen wir meist den Winterspeck loswerden. Und doch kann man die Fastenzeit auch nutzen, um Dinge wegzulassen, von denen viel zu viel haben: Stress, Müll, Plastik, digitale Bedröhnung …

Abnehmen? Gesunde Ernährung? Ja klar, auch letzteres ist wichtig & richtig. Lies dazu unsere Ratgeber:

Aber wir hätten da echt noch ein paar andere Ideen, die dich begeistern könnten. Unser Vorschlag:
Mach dir 2019 einen alternativen Fastenplan.
Faste nicht, um Abzunehmen. Faste, um Gutes zu tun, etwas über deine Konsumgewohnheiten zu lernen, bewusster zu leben.

Wie lange Fasten?
In diesem Jahr dauert die Fastenzeit von 06. März bis 28. April 2019. Das sind etwa sechs Wochen, in denen man ruhig mal auf was verzichten kann – Plastik, Facebook, Handy – du wirst sehen, dass das auch Spaß machen kann!

1. Medienfreie Fastenzeit 2019

Deutsche sehen pro Tag durchschnittlich 221 Minuten fern – über 3,5 Stunden, die wir allabendlich wie hypnotisiert auf das leuchtende Rechteck starren! Verordne dir doch mal ein Medien-Fasten und versuche, einige Wochen komplett ohne den Fernseher auszukommen. Auch Hörspiele sind schön – und Lesen kann man auf der Couch auch.

Weitere Ideen zur Fastenzeit: Mal ein paar Wochen ohne Facebook leben. Den Feierabend ohne Business-Mails verbringen. Sechs Wochen lang nichts im Web shoppen. Bis Ostern keine Netflix-Serien gucken.

2. Smartphone-Fastenplan

Noch härter: Sechs Wochen Smartphone-Fasten. Klingt das für dich schon schlimm, geradezu unmöglich? Dann wird es 2019 vielleicht höchste (Fasten-)Zeit! Denn wir greifen längst alle paar Minuten zum Handy – und sollten uns ab und zu fragen, ob sich dieser Griff wirklich lohnt. Warum nicht mal für ein paar Wochen damit aufhören?

Wir haben die Smartphone-Diät selbst getestet und berichten hier: Die Smartphone-Diät – wie sie funktioniert, was sie bringt. Lies auch: Smartphone-Sucht: Dieser einfache Trick kann bei Handy-Sucht helfen.

Smartphone-Fastenplan: sechs Wochen einfach mal ausschalten
Smartphone-Fastenplan: sechs Wochen einfach mal ausschalten (Foto CC0 / Pixabay - terimakasih0)

 3. Wasser-Fasten: mal nur Wasser trinken

Faste doch mal Getränke! Hierfür trinkst du in deiner persönlichen Fastenzeit ausschließlich Wasser, ernährst dich aber ansonsten normal. Natürlich nimmst du Wasser aus der Leitung, denn das hat in Deutschland meist beste Qualität – teures Designer-Flaschenwasser braucht keiner.

Wird das auf Dauer langweilig?
Bestimmt.
Umso mehr wirst du nach deiner Wasser-Fastenzeit ein Bier, ein gutes Glas Wein, eine leckere Limonade völlig neu erleben. Garantiert!

Du willst es konkreter? Hier 6 Wasser, die dem gesunden Menschenverstand wehtun und die man daher leicht verzichten kann …

4. Veggie-Fastenplan: weniger Fleisch essen

Es muss ja nicht gleich radikal fleischlos sein! Aber für einige Wochen ein bisschen veganer leben bewirkt auch schon viel.

Der Trick: Betrachte pflanzliche Lebensmittel nicht als „Ersatz“, sondern als Bereicherung deines Speiseplans. So wird die trostlose Fastenzeit nämlich zur freudvollen Probierzeit: Hast du schon mal Mandelmilch und Hanfmilch, pflanzlichen Brotaufstrich oder Brownies aus Kidney-Bohnen beziehungsweise selbstgemachte Krapfen probiert?

Lies dazu auch unseren Ratgeber Fleischersatz: die vegetarischen Alternativen oder besuche die besten Vegan-Blogs mit ihren leckeren Rezepten. Und falls Du einen Veggie-Fastenplan suchst:

 5. Plastikfrei leben als Fasten-Alternative

Der BUND hatte vor einigen Jahren eine tolle Idee: das Plastikfasten. Meide ganz bewusst mal einige Wochen oder über die gesamte Fastenzeit alles, was in Plastik eingepackt ist.

Kaufe Joghurt und Sahne im Glas statt im Plastikbecher, Käse und Wurst in der Frischetheke statt abgepackt im Kühlregal, Gemüse beim Wochenmarkt oder Gemüsehändler. Sogar viele Pflegeprodukte kann man (fast) plastikfrei bekommen. Achte auch mal in Bio-Supermärkten darauf, was dort alles in Plastik eingepackt ist. Sage „Nein“, wenn dir ein Händler eine Plastiktüte anbietet. Wichtig: Beim Einkaufen den Textilbeutel nicht vergessen, den gibts auch für Gemüse und Gebäck!

Plastik-Fastenplan: während der sechs Wochen der Fastenzeit mal nichts in Wegwerfpackungen kaufen
Plastik-Fastenplan: während der sechs Wochen der Fastenzeit mal nichts in Wegwerfpackungen kaufen (Foto CC0 Pixabay EKM-Mittelsachsen)

Lies auch unsere Ratgeber Plastikfrei leben: 12 erstaunliche Ideen für eure leeren Schraubgläser und Plastikfrei leben: Brotdosen aus Edelstahl, Glas und Holz.

6. Fastenplan Ideen: Achtsamkeit

Übertreiben wir? Nein, im Ernst: Achtsamkeit ist kein esoterischer Unfug. Statt dessen zeigen zahlreiche Studien, dass Achtsamkeit bei gesundheitlichen oder psychischen Probleme sehr hilfreich sein kann, gegen (Winter-)Depressionen und Schmerz hilft. Sich während der Fastenzeit einmal in Achtsamkeit üben – das ist besser, als sich Schokolade zu verbieten (und sie dann doch zu essen).

Utopia zeigt, was hinter dem Konzept steckt, wie es unsere Lebensqualität verbessert und wie du achtsamer leben kannst – im Beitrag Achtsamkeit: Von der Schwierigkeit im Hier und Jetzt zu sein.

7. Klima-Fasten: weniger CO2 produzieren

Beim Klimafasten machst du einfach mal, was für das Klima gut ist. Du kannst mit unseren Tipps zum Beispiel mal alles tun, um Strom zu sparen oder andere Energie sparen. Oder du kannst zum Beispiel zu einem Ökostromanbieter wechseln.

Auch die Herstellung von Gütern produziert CO2 und schadet dem Klima. Einige Wochen lang nichts neues zu kaufen, sondern nur gebrauchte Dinge oder geliehene Dinge, das könnte auch zum Klimafasten passen. Und natürlich: Kein Auto, nicht fliegen, bestenfalls Bus und Bahn, noch besser Fahrrad und Füße … Klima-Fasten hält fit!

8. Sportliches Fasten: Fahrrad statt Auto

Autofasten kann sicher nicht jeder und sicher auch nicht in jeder (beruflichen) Lebenssituation. Doch Ausprobieren lohnt: Prüfe doch mal, welche Alternativen zum Auto für dich vielleicht geeignet sind. Der öffentliche Nahverkehr kann uns wesentlich entspannter zur Arbeit bringen als der Kampf durch den stressigen Verkehr. Kann man in der Arbeit Mitfahrgelegenheiten oder Carsharing organisieren? Oder wäre ein Fahrrad oder ein E-Bike mal was für dich?

Lies dazu auch den Ratgeber Das richtige E-Bike kaufen und E-Bike gebraucht kaufen.

9. Fairtrade- und Bio-Fasten

Was kann man fasten? Hier mal eine ganz andere Idee. Zur Fastenzeit verzichtet man ja für gewöhnlich auf bestimmte Produkte, etwa Süßes, Fleisch, Alkohol. Warum nicht mal anders fasten und auf „konventionelle“ und „unfaire“ Produkte verzichten – und statt dessen sechs Wochen mal nur Lebensmittel mit Bio-Siegel kaufen, auf Fair-Trade-Siegel achten. Und eben auf alles verzichten, was nicht mindestens eines der beiden Kriterien erfüllen kann.

10. Coole Alternative: Müll-Fasten

Schaffst du es, während der überschaubaren Dauer der Fastenzeit mal keinen Müll zu produzieren? Leicht ist es nicht: Kaufe möglichst nichts ein, was Abfall enthält, also auch keine Papier-Umverpackungen. Kaufe nur mit Einkaufszettel ein und vermeide es, „für den Mülleimer“ zu kochen. Finde heraus, wo man in deiner Stadt Dinge nachfüllen lassen kann – in verpackungsfreien Läden oder auf dem Wochenmarkt.

Denk auch an scheinbare Küchenabfälle: Blumenkohlblätter, Kohlrabistängel und das Grün von Karotten und anderem Gemüse kann man problemlos essen, etwa als Gemüsesuppe oder in Gemüsebratlingen. Tipps findest du z. B. in unserem Beitrag 9 Beispiele, die zeigen, dass Zero Waste machbar ist.

11. Verschwendungsfasten

Diese spannende Idee kommt von der Deutschen Umwelthilfe und Foodsharing und soll die Lebensmittelverschwendung reduzieren. So wirst du „Verschwendungs-Faster*in“:

  • Sammle zur Fastenzeit vom 6. März bis 20. April 2019 alle Abfälle, die essbar waren. Wiege sie wöchentlich oder mache ein Foto davon, um sie kennen zu lernen.
  • Du erhältst bis zum Ende dieser Fastenzeit per E-Mail von der Deutschen Umwelthilfe, foodsharing und ihren prominenten Botschaftern exklusive Tipps, Videos und Infos rund um die Vermeidung von Lebensmittelabfällen.
  • Details auf www.duh.de/verschwendungsfasten-2019/

12. Konsumfasten: Fastenzeit ohne Shopping

Vieles, was wir kaufen, brauchen wir eigentlich gar nicht. Muss es wirklich eine neue Digitalkamera, das neue Smartphone sein, funktioniert unser altes nicht eigentlich noch genauso? Brauchen wir wirklich ein weiteres Geschirrservice, die ach-so-hippe Eismaschine und all diese „Wohn-Accessoires“?

Stell dir zur Fastenzeit bei jedem Kauf die Frage: Brauche ich das überhaupt?

Konsum-Fasten bedeutet, mal einige Wochen lang nichts anzuschaffen, was du nicht wirklich benötigst. Zugleich kannst du deinen Haushalt prüfen: Gegenstände, die du seit einem Jahr nicht benutzt hast, können eigentlich raus: auf den Flohmarkt, zu Oxfam oder auf die wichtigsten Tauschbörsen im Internet.

Auch Minimalismus ist eine Art zu Fasten: lies dazu auch unseren Ratgeber 12 Minimalismus-Tipps, die dein Leben leichter machen.

Extra-Tipp: Fasten-Fasten

Okay, so manchem geht der Fastenkult schon wieder auf die Nerven.

Daher der Extra-Vorschlag: Fasten-Fasten! Die Seele einfach mit weniger guten Vorsätzen belasten – dafür eine einzige Sache besser machen.
Bloß welche?
Unsere Vorschläge findest du im Beitrag 10 Dinge, die dein Leben nachhaltig verändern. Und nochmal: Ein einziges davon reicht für den Anfang!

Tipps für eine „klassische“ Fastenzeit:

Diskussion: Und wie „fastest“ du?

Worauf verzichtest du in der Fastenzeit? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Was würdest du anderen empfehlen? Schreib uns in den Kommentaren!

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(27) Kommentare

  1. Was ich erstaunlich finde:

    Das gerade Utopia zum Medienfasten und Smartphofasten aufruft.
    Wollen die sich mit aller Gewalt den Ast absägen, auf dem die sitzen?
    Leben die in der Überzeugung, daß die hier erteilten Ratschläge sowieso keiner liest und befolgt?
    Oder sind die Utopia-Leute so betriebsblind, daß sie den Wald vor Bäumen nicht sehen?
    Man wird ja mal fragen dürfen …

  2. Fasten bedeutet, dass man sich nur einmal pro Tag satt ist. Außerdem sind nur noch zwei kleine Stärkungen pro Tag erlaubt.
    Wer also z.B. 2500 kcal benötigt, könnte z.B. eine Mahlzeit mit 2000 kcal pro Tag einnehmen und zwei Stärkungen à 250 kcal.
    Es gibt viele Entschuldigungsgründe, z.B. Krankheit und enorme Berufslast.
    Es gibt aber kein „Ersatzfasten“ – auch nicht als Pflicht, wenn man nicht beim Essen fasten kann.

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