Hartweizen: Besonderheiten und Unterschiede zu Weichweizen

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Hartweizen ist ein bedeutender Bestandteil der europäischen Küche. Pasta, Pizza & Co. wären ohne die beliebte Getreidesorte undenkbar. Hier erfährst du, was es mit Hartweizen genau auf sich hat und wie du es verwendest.

Was ist Hartweizen?

Hartweizen ist eine Getreidesorte, die vom Urgetreide Emmer abstammt. Man findet sie auch unter dem Namen Durum oder Durumweizen. In Europa gehört Hartweizen als die Hauptzutat von Nudeln zu den verbreitetsten Getreidesorten. Weitere Lebensmittel, die aus Hartweizen hergestellt werden, sind unter anderem:

Generell eignet sich Hartweizen sehr gut als Zutat für Teigwaren, da es relativ viel Gluten enthält. Dadurch wird der Teig fester und elastischer. Du kannst auch die ganzen Getreidekörner kochen und den Getreidebrei als Sättigungsbeilage, Basis von Salaten oder Einlage für Suppen verwenden.

Weich- und Hartweizen: Das sind die Unterschiede

Die Ähren des Hartweizens sind etwas länger als die des Weichweizens.
Die Ähren des Hartweizens sind etwas länger als die des Weichweizens. (Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Im Gegensatz zu Weichweizen schmeckt Hartweizen herzhafter und wird deshalb weniger für süße Speisen verwendet. Auch in der Form und Farbe unterscheiden sich die beiden Getreidesorten: Die Ähren des Hartweizens sind etwas länger, während die gesamte Pflanze etwas weniger hoch wächst. Die Getreidekörner sind gelb und glasig. Die Weichweizen-Körner sind dagegen deutlich heller und fast weiß.

Hartweizen findest du im Geschäft meist als Grieß. Weichweizen ist dagegen der Rohstoff des typischen Weizenmehls und als solches Bestandteil von Brötchen, Broten und süßen Backwaren. In Grießform wird Weichweizen zum Beispiel für Grießbrei oder Babynahrung verwendet. Er hat deutlich weniger Biss und sorgt eher für eine sämige und weiche Konsistenz.

Nährstoffe und Kalorien: So gesund ist Hartweizen

Sowohl Weich-, als auch Hartweizen versorgen dich in der Vollkorn-Version mit mehr Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.
Sowohl Weich-, als auch Hartweizen versorgen dich in der Vollkorn-Version mit mehr Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. (Foto: CC0 / Pixabay / acekreations)

Bezüglich des Kaloriengehalts unterscheiden sich Hart- und Weichweizen kaum voneinander. Beide Sorten enthalten im getrockneten Zustand etwa 330 bis 350 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Auch der Anteil von Fett und Kohlenhydraten ist ungefähr gleich: Beide Weizenarten bestehen zu etwa einem bis zwei Prozent aus Fett und zu etwa 70 Prozent aus Kohlenhydraten. Hartweizen enthält aber mehr Gluten, also Klebereiweiß, und mit 13 bis 14 Prozent auch allgemein einen höheren Proteinanteil. Weichweizen weist dagegen einen Eiweißanteil von zehn bis elf Prozent auf.

In beiden Fällen lohnt sich der Griff zu Vollkornprodukten: Denn in der Hülle stecken die meisten Ballaststoffe. Außerdem enthält sie wichtige Mikronährstoffe wie insbesondere B-Vitamine, Phosphor, Kalium und Magnesium.

Hartweizen: Herkunft, Anbau und Einkaufstipps

Hartweizen wächst am besten in warmen Gebieten, in denen es wenig Niederschlag und viele Sonnenstunden gibt. So bauen Landwirt*innen Hartweizen besonders am Mittelmeer in Italien, Frankreich, Spanien und Griechenland an. In Deutschland macht das beliebte Getreide nur einen geringen Teil der Landwirtschaft aus.

Daher wird Hartweizen in großen Mengen nach Deutschland importiert. Kaufe deshalb möglichst regionale Ware, die zumindest aus einem europäischen Land kommt. Wenn du auf Bio-Ware zurückgreifst, unterstützt du dabei zudem eine Landwirtschaft, die synthetische Pestizide vermeidet.

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