Wok-Rezepte: Einfache und schnelle Gerichte aus dem Wok

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Wok-Rezepte gehen schnell, sind einfach und leicht abzuwandeln: Letztendlich kannst du alle erdenklichen Zutaten verwenden. Hier sind drei Rezept-Ideen – von klassisch bis saisongerecht.

Was du bei jedem Wok-Rezept beachten solltest

Der große Vorteil bei Wok-Rezepten: Sie sind schnell zubereitet, weil der Wok beim Kochen sehr heiß wird. Dadurch sind auch die Zutaten schnell angebraten.

Im Wok kannst du alles zubereiten: von Gemüse, über Tofu bis zu Fleisch und Fisch. Allerdings musst du ein paar Dinge beachten, wenn du mit dem Wok kochen möchtest:

  • Nutze ein hitzebeständiges Öl, wie z.B. Sesamöl, Erdnussöl, Sojaöl oder Bratöl.
  • Beachte die Garzeiten der Zutaten: Gib zuerst hartes Gemüse in den Wok, dann weiches.
  • Sojasauce brennt an, gib diese erst am Ende hinzu.
  • Wenn du große Mengen an Essen zubereitest, solltest du das in mehreren Durchgängen tun. Der Wok hat nur begrenzte Kapazitäten.
  • Falls der Wok zu heiß ist, kannst du mit etwas Wasser ablöschen.

Typisches Wok-Rezept: Thai Curry

Eines der typischsten Gerichte aus dem Wok ist „Thai Curry“. Die Speise basiert auf der Thai-Curry-Paste, die du entweder selbst machen, oder im Biomarkt sowie im Asia-Shop kaufen kannst. Es gibt drei verschiedene Thai-Curry-Pasten: Rot, gelb und grün. Die Gelbe schmeckt am mildesten, die Rote ist mittelscharf und die Grüne schmeckt am schärfsten.

Zutaten für das Thai-Curry:

  • Als Beilage: Reis
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer (etwa daumengroß)
  • 3 Möhren
  • 1/2 Kopf Blumenkohl
  • 100 g Tofu (Natur oder geräuchert)
  • Zuckerschoten oder grüne Bohnen
  • 1 Dose Kokosmilch
  • Limonenblätter
  • Thai Basilikum
  • Currypaste nach Wahl
  • Salz und Pfeffer
  • Etwas Sojasauce

Zubereitung des Thai-Currys:

  1. Wasche den Reis und gib ihn mit der doppelten Menge Wasser in einen Kochtopf. Lasse ihn so lange kochen, bis er die gewünschte Bissfeste erreicht hat. Während der Reis kocht, kannst du das Wok-Gericht zubereiten.
  2. Schäle alle Zutaten und schneide sie klein. Stelle sie griffbereit neben deinen Wok.
  3. Erhitze den Wok und gib das Kokosöl hinein.
  4. Gib zuerst die Zwiebeln, den Knoblauch und den Ingwer in den Wok und lass sie glasig dünsten.
  5. Füge unter Rühren die Möhren und den Blumenkohl hinzu und brate es für zwei bis drei Minuten scharf an. Schiebe das Zwiebel-Knoblauch-Ingwer-Gemisch an den Rand deiner Wok-Pfanne.
  6. Nun folgen Tofu und Zuckerschoten. Gehe hier genauso vor: Schiebe das schon angebratene Gemüse an den Rand, damit das neue Gemüse die volle Hitze abbekommt und lasse es weitere zwei Minuten braten.
  7. Lösche alles mit der Kokosmilch ab, gib die Limonenblätter, den Thai-Basilikum und die Currypaste dazu und lass alles köcheln. Wie viel Currypaste du verwenden solltest, hängt davon ab, welche Paste du verwendest. Lies dafür die Hinweise auf der Verpackung.
  8. Würze abschließend mit Salz, Pfeffer und Sojasauce und lass alles so lange köcheln, bis die Möhren und der Blumenkohl deiner gewünschten Bissfestigkeit entsprechen.
  9. Richte das Wok-Gemüse nun zusammen mit dem Reis an.

Tipp: Verwende anstatt Kokosöl Erdnuss- oder Sesamöl.

Achtung bei Kokosöl: Kokosnuss-Produkte haben einen sehr langen Transportweg mit entsprechend hohem CO2-Ausstoß hinter sich, bevor sie bei uns in den Läden landen. Du solltest Kokosöl also nicht für die tägliche Küche verwenden, sondern sparsam damit umgehen. Außerdem solltest du auf Bio-Qualität achten.

Wok-Rezept: Papaya in Kokosmilch

Kennengelernt auf den Philippinen: Papaya in herzhaften Gerichten.
Kennengelernt auf den Philippinen: Papaya in herzhaften Gerichten. (Foto: CC0 / Pixabay / falco)

Darf’s mal etwas Anderes sein? Dann teste doch Papaya in Kokosmilch. Und nein, es handelt sich dabei nicht um eine Nachspeise aus dem Wok. Das Rezept ist angelehnt an die philippinische Küche. Verwende am besten grüne Papayas oder zumindest noch nicht sehr reife. Diese sind weniger süß und lassen sich besser schneiden.

Zutaten für das Wok-Rezept mit Papaya:

  • 1 EL Kokosöl
  • Als Beilage: Reis
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1 große Zwiebel
  • etwas Ingwer
  • 1 grüne Papaya
  • 2 frische Tomaten
  • Kreuzkümmel
  • Currypulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1/2 TL Tomatenmark
  • 1 Stange frisches Zitronengras (alternativ: getrocknetes Zitronengras)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Schuss Sojasauce
  • Salz und Pfeffer

So bereitest du das Wok-Gericht zu:

  1. Erhitze das Kokosöl in deinem Wok und setze den Reis auf.
  2. Schneide den Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer, Papaya und Tomaten klein, damit alles schon bereit liegt zum Braten.
  3. Gib als Erstes Knoblauch, Zwiebeln und Ingwer in den Wok und vermenge es mit Kreuzkümmel und Currypulver. So können die Gewürze ihren vollen Geschmack entfalten. Lass alles so lange braten, bis sich das Öl von den Gewürzen trennt.
  4. Füge anschließend die Papaya und das Lorbeerblatt hinzu. Schiebe Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch zur Seite, damit die Papaya ca. 3 Minuten gut anbraten kann.
  5. Lösche die Zutaten mit den klein geschnittenen Tomaten ab und vermenge alles.
  6. Gib die Kokosmilch, das Tomatenmark, und das Lemongras hinzu, lass alles etwas vor sich hin köcheln, bis du die Papaya gut durchstechen kannst.
  7. Schmecke es mit Zitronensaft, Sojasauce, Salz und Pfeffer ab.
  8. Serviere die Papaya in Kokosmilch mit dem Reis.

Auch hier gilt: Papaya hat keine gute Ökobilanz. Deshalb solltest du das Gericht nicht zu oft machen und möglichst Bio-Papayas verwenden.

Tipp: Um das Gericht regionaler zu gestalten, kannst du Kürbis anstelle von Papaya verwenden – schmeckt auch super.

Wok der Saison: Frühjahr und Sommer

Lass dir die Spargelzeit nicht entgehen.
Lass dir die Spargelzeit nicht entgehen. (Foto: CC0 / Pixabay / Pezibear)

Im Frühjahr und Sommer hast du eine große Auswahl an regionalem und saisonalem Gemüse, das du zu einem leckeren Wok-Gericht verarbeiten kannst. So zum Beispiel Spargel.

Zutaten für dein Spargel-Wok-Gericht:

  • 1 EL Bratöl
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 200 g Räuchertofu
  • 1/2 Bund grüner Spargel
  • 1/2 Bund weißer Spargel
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 3 frische Tomaten
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Zitronensaft
  • etwas Sojasauce
  • Als Topping: geröstete Sonnenblumenkerne und Sesam
  • Als Beilage: Kartoffeln

Zubereitung des Spargel-Woks:

  1. Solange du dein Wok-Gericht zubereitest kannst du die Beilage, also die Kartoffeln, kochen.
  2. Schäle zuerst die Knoblauchzehen und schneide sie anschließend in Scheiben.
  3. Putze und schneide auch den Spargel, die Frühlingszwiebeln, den Räuchertofu und die Tomaten.
  4. Erhitze das Bratöl und gib den Knoblauch hinein. Lass ihn nur kurz anbraten, sodass er nicht anbrennt.
  5. Gib den Räuchertofu in den Wok und brate ihn kross an.
  6. Füge den weißen Spargel hinzu und lasse ihn ein bis zwei Minuten scharf anbraten. Schiebe den Knoblauch an den Rand der Wokpfanne.
  7. Gib nun den grünen Spargel dazu, schiebe den Weißen etwas zur Seite und lass den Grünen für weitere drei Minuten brutzeln.
  8. Abschließend fügst du noch die Frühlingszwiebeln und die Tomaten hinzu. Die Tomaten löschen den heißen Spargel etwas ab und verleihen dem Gericht Feuchtigkeit.
  9. Schmecke nun die Spargel-Wokpfanne mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Sojasauce ab.
  10. Wenn du Lust hast, kannst du als Topping geröstete Sonnenblumenkerne und Sesam darüber streuen und alles mit den Kartoffeln servieren.

Wok der Saison: Herbst und Winter

Die beiden ersten Rezepte sind asiatisch angehaucht: Sie enthalten Zutaten, die du in Deutschland kaum regional erhältst. Das muss deinem nächsten Wok-Gericht aber nicht im Weg stehen, denn mit saisonalen Zutaten kannst du im Winter und Herbst leckere Pannengerichte kochen.

Zutaten für den Winter-Wok:

Zubereitung des saisongerechten Wok-Gerichtes:

  1. Schneide zunächst alle Zutaten klein und stelle sie zum Braten bereit.
  2. Setze die Hirse auf.
  3. Erhitze das Bratöl. Gib nun zuerst Zwiebeln und Knoblauch in den Wok und lass sie glasig dünsten.
  4. Nun kannst du die Kartoffeln hinzufügen. Schiebe davor die Zutaten, die sich bereits im Wok befinden, an den Rand.
  5. Nach zwei bis drei Minuten solltest du Möhren und Pastinaken dazugeben und die Kartoffeln an den Rand schieben.
  6. Gehe genauso vor, wenn du den Weißkohl hinzufügst. Lass diesen ebenfalls glasig dünsten.
  7. Lösche das Gemüse mit den Dosen-Tomaten ab. Schmecke alles mit den Gewürzen und dem Balsamico ab und lass alles so lange köcheln, bis die Kartoffeln durch sind.
  8. Serviere regional angebaute Hirse zu dem Wok-Gemüse.

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