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Versteckte Kosten erkennen: Wie dir der Energieausweis dabei hilft

Energieausweis ista
© ista

Zehn Jahre gibt es den Energieausweis für Gebäude bereits. Für Mieter ein Grund zum Feiern, denn das Dokument ist eine überaus nützliche Erfindung. Schon bei der Wohnungsbesichtigung lässt sich hier der energetische Zustand eines Gebäudes auf einen Blick ablesen. Je nach Energiekennwert bleibt dann nur noch die Frage: Einziehen oder nicht?

Das Jubiläum des Energieausweises bedeutet aber auch, dass Hunderttausende der Ausweise in Kürze ablaufen. Die Dokumente sind nämlich nur zehn Jahre gültig. Wichtig ist dabei das exakte Ausstellungsdatum, denn Energieausweise verfallen stichtagsgenau. Das Argument „Der ist doch noch bis Jahresende gültig“ zieht also nicht. Hierauf sollten Mieter ruhig ein Auge haben. Schließlich sind die aktuellen Energiekennwerte eines Gebäudes viel aussagekräftiger als die von vor zehn Jahren.

Energieausweis ist nicht gleich Energieausweis

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen: verbrauchsorientiert oder bedarfsorientiert. Der sogenannte „Verbrauchsausweis“ basiert auf dem, was die Bewohner in den letzten drei Jahren verbraucht haben. Die Energiekennwerte werden dann in Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter (m2) und Jahr (a) angegeben. Je höher der Wert, desto höher sind die zu erwartenden Heizkosten. Nebenbei: Mieter und Energiedienstleister sind verpflichtet, die Verbrauchsdaten für den Energieausweis anzugeben. Sie können sich nicht auf den Datenschutz berufen. Beim „Bedarfsausweis“ hingegen berechnen Energieberater anhand verschiedenster Faktoren den theoretischen Energiebedarf eines Hauses. Dabei führen zum Beispiel energetische Sanierungsmaßnahmen zu einem besseren Kennwert. Ob er einen Verbrauchs- oder ein Bedarfsausweis beantragt kann der Vermieter in den meisten Fällen frei wählen.

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Alles auf einen Blick: Mit dem Energieausweis von ista erhalten Mieter leicht verständliche Informationen zum energetischen Zustand eines Gebäudes. (© ista)

Die Farbe zeigt die Effizienz

Auf beiden Ausweisen werden die Energiekennwerte zusätzlich durch eine Farbskala in Grün, Gelb und Rot veranschaulicht. Liegt ein Gebäude im grünen Bereich, ist der Energiestandard hoch. Bei tiefrot eingestuften Häusern sieht es deutlich schlechter aus. In neueren Energieausweisen sind auch die von Elektrogeräten bekannten Energieeffizienzklassen von A+ bis H angegeben.Der Grund: Die Dokumente werden immer gemäß der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) ausgestellt. Die EnEV 2014 brachte hier große Veränderungen – wie etwa die Effizienzklassen. Gleichzeitig wurde das Farbband erheblich verkürzt. Seitdem werden Gebäude insgesamt strenger bewertet. Ein Mehrfamilienhaus mit einem Endenergiebedarf von 200 kWh/(m2a) war auf den alten Ausweisen im gelben Bereich. Heute würde dasselbe Gebäude am roten Bereich kratzen.

Kein Mietvertrag ohne Energieausweis

Für Mieter brachte die EnEV 2014 noch zwei weitere wichtige Neuerungen. So müssen heute bereits Immobilienanzeigen Angaben aus dem Energieausweis enthalten. Außerdem legt der Vermieter den Energieausweis bereits bei der Wohnungsbesichtigung vor. Tut er dies nicht, droht ihm ein Bußgeld.Wohnt der Mieter bereits im Haus, ist der Energieausweis dagegen für ihn tabu. Er kann den Vermieter nicht zur Vorlage zwingen. Eine Mietminderung wegen schlechter Kennwerte ist ebenso nicht möglich. Kulante Vermieter lassen ihre Mieter aber sicher einmal in den Energieausweis schauen. Schließlich möchten Mieter doch wissen, wie das eigene Haus abschneidet. Fragen kostet ja nichts. Noch mehr ista-Expertenwissen auch nicht.

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