Kalte Hände: Ursachen und einfache Hausmittel

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Kalte Hände plagen viele Menschen vor allem in der Winterzeit. Wir erklären dir die Ursachen und zeigen dir, wie deine Hände wieder warm und gut durchblutet werden.

Wer unter chronisch kalten Händen leidet, hat es zur Winterzeit besonders schwer. Doch was verursacht fröstelnde Hände? Und warum leiden manche mehr darunter als andere? Wir erklären es dir und geben Tipps, wie du deine Hände vor Kälte schützt.

Hormonelle Ursache: Darum haben Frauen öfter kalte Hände

Insbesondere Frauen scheinen oft unter kalten Händen zu leiden: Da sie generell über weniger Muskelmasse als Männer verfügen, frieren sie insgesamt schneller. Bei gleichem Gewicht verfügen sie über eine durchschnittlich größere Körperoberfläche. Das heißt, mehr Blutgefäße sind der Kälte ausgesetzt.

Hinzu kommen hormonelle Unterschiede: Frauen besitzen mehr Östrogen, welches die Blutgefäße weitet. So können alle Organe – also auch der Uterus und ein darin heranwachsendes Baby – besser versorgt werden. Das Östrogen sorgt auch dafür, dass Frauen schneller auf Kälte reagieren: Es verengt die Blutgefäße bei niedrigeren Temperaturen. Dadurch wird die Durchblutung verringert. Der Körper verliert so langsamer Wärme – allerdings steigt so auch das Kälteempfinden.

Aber: Nicht jede Frau friert schneller als jeder Mann. Und sowohl Frauen als auch Männer können sich vor Wärmeverlust schützen.

Kalte Hände durch Bewegung durchbluten

Auch im Winter wirkt ein Waldspaziergang wie Medizin für den Kreislauf.
Auch im Winter wirkt ein Waldspaziergang wie Medizin für den Kreislauf. (Foto: CC0 / Pixabay / magdalenaszpunt)

Kalte Hände können ein Zeichen dafür sein, dass du unter schlechter Durchblutung leidest. Vor allem Menschen in Bürojobs leiden oft unter schlechtem Blutfluss: Wenn du viel sitzt, werden deine Beine und Arme nicht optimal durchblutet. Beine und Hände können nicht nur einschlafen, sondern auch frösteln.

Vom vielen Sitzen können sich deine Nacken- und Rückenmuskeln auch verspannen. Dies kann ebenfalls verhindern, dass dein Körper richtig durchblutet wird. So kann auch Sauerstoff nicht mehr richtig transportiert werden, was schlimmstenfalls zu Schwindelanfällen führen kann.

Doch was kannst du tun?

  • Regelmäßige Bewegung: Finde eine Sportart, die dir Freude bereitet und versuche diese regelmäßig durchzuführen.
  • Häufige Spaziergänge: Auch für Sportmuffel ist ein Spaziergang nach der Arbeit oder langem Sitzen in der Bibliothek wie Medizin für deine Muskeln und Gefäße.
  • Gymnastik am Arbeitsplatz: Versuche, kurze Übungen in deinen Arbeitsalltag einzubauen. Stehe öfter auf, um dir ein Glas Wasser zu holen, strecke die Arme und Beine, öffne und schließe deine Hände mit gespreizten Fingern.
  • Rücken dehnen: Wir zeigen dir, wie du schnelle und effiziente Rückenübungen in deinen Alltag einbauen kannst.
  • Lass dich nicht vom Winter einschüchtern: Gerade jetzt solltest du dich genug bewegen. Pack dich warm ein und versuche, regelmäßig frische Waldluft einzuatmen.
  • Und nicht vergessen: Habe immer die richtigen Handschuhe dabei. Verwende am besten Paare aus isolierenden und hochwertigen Materialien. (Ein besonders nachhaltiges Paar Fingerhandschuhe aus echter Alpaka-Wolle findest du zum Beispiel im **Avocadostore.)

Gesunde Ernährung gegen kalte Hände

Eine Heiße Zitrone wärmt dich auf und versorgt dich mit ausreichend Vitamin C.
Eine Heiße Zitrone wärmt dich auf und versorgt dich mit ausreichend Vitamin C. (Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

Wenn du an kalten Händen oder genereller Kälteempfindlichkeit leidest, kann das auf einen Mangel in deiner Ernährung hinweisen. Vitamine und Spurenelemente sind wichtig für ein starkes Immunsystem.

  • Achte deshalb besonders im Winter darauf, genügend Vitamin C und Zink zu dir zu nehmen.

Außerdem kann ein Eisenmangel dafür sorgen, dass dir oft kalt ist. Auch hier sind Frauen häufiger betroffen, da sich ihre Monatsblutung erheblich auf ihren Eisenhaushalt auswirken kann. Auch Vegetarier und Veganer leiden besonders häufig unter Eisenmangel, da unser Körper pflanzliches Eisen nicht so gut aufnehmen kann.

  • Vitamin C hilft Betroffenen, Eisen besser zu binden.
  • Außerdem können Vegetarier diese eisenhaltigen Lebensmittel zu sich nehmen.

Zu Nahrungsergänzungsmitteln solltest du nur greifen, wenn von deinem Arzt ein Mangel diagnostiziert worden ist. Sonst könntest du zu viel der Nährstoffe zu dir nehmen.

Vergiss außerdem nicht, viel zu trinken. Bei den niedrigen Temperaturen kann es schwer fallen, regelmäßig zur Wasserflasche zu greifen. Zu wenig Flüssigkeit in deinem Blutkreislauf sorgt aber dafür, dass das Blut verdickt und langsamer fließt.

  • Unser Tipp: Nimm immer eine Kanne Tee oder heiße Zitrone mit. So nimmst du regelmäßig Flüssigkeit zu dir und kannst dich außerdem aufwärmen. (Stylische, umweltschonende und BPA-freie Thermosflaschen aus Edelstahl findest unter anderem auf **Avocadostore)

Stress vermeiden & viel Schlaf

Nicht nur das Sitzen auf der Arbeit verursacht Durchblutungsstörungen
Nicht nur das Sitzen auf der Arbeit verursacht Durchblutungsstörungen (Foto: CC0 / Pixabay / caio_triana)

Wer viel unter Stress leidet, ist durch die ständige Nervosität häufiger verspannt. Dieses Stressgefühl kann sich zur Angststörung entwickeln – viele Angstpatienten leiden unter einem Gefühl von „blutleeren“ Händen. Ein Angstgefühl löst eine Fluchtreaktion im Körper aus, woraufhin Adrenalin ausgeschüttet wird. Der Blutdruck erhöht sich und das Herz pumpt schneller, um die wichtigsten Organe zu versorgen. „Unwichtige“ Körperteile wie Hände und Füße werden dann unterversorgt.

So kannst du kalten Händen durch Stress vorbeugen:

  • Versuche dich in Meditation oder autogenem Training. Dafür kannst du dich in einem Kurs anmelden, eine CD kaufen oder dir ein Youtube-Video ansehen. Finde eine Entspannungstechnik, die zu dir passt.
  • Mache eine To-Do-Liste. Stressgefühle entstehen häufig, weil du den Überblick über deine Aufgaben verloren hast. Sobald du sie ordnest, erscheinen sie dir harmloser.
  • Viele Menschen, die häufig unter Stress leiden, greifen öfter mal zur Zigarette. Kurzzeitig erhöht das Nikotin den Blutdruck, was zu einem Wärmeempfinden führen kann. Doch auf Dauer können die enthaltenen Schadstoffe laut einer Studie zu Ateriosklerose führen, was ebenfalls den Blutfluss in den Händen stören kann.

Krankheitsbedingte kalte Hände

Auch Diabetes und andere Erkrankungen können Ursache für kalte Hände sein.
Auch Diabetes und andere Erkrankungen können Ursache für kalte Hände sein. (Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Chronisch kalte Hände können auch auf eine ernstere Erkrankung hinweisen, wie zum Beispiel:

  • Herzerkrankungen (z.B. Folgen einer Herzattacke, Bradykardie)
  • Hormonstörung (z.B. Schilddrüsenunterfunktion)
  • Diabetes
  • Autoimmunerkrankungen (z.B. Rheuma)
  • Raynaud-Syndrom

Bei Herzerkrankungen aller Art kann die Durchblutung gestört sein und zu kalten Händen führen. Doch vor allem bei der sogenannten Bradykardie haben Patienten einen stetig verlangsamten Herzschlag und somit chronisch niedrigen Blutdruck. Um das Herz ausreichend zu versorgen, fließt oftmals zu wenig Blut in peripheren Körperteile wie z.B. die Hände.

Eine der Ursachen für eine Bradykardie kann unter anderem die sogenannte Schilddrüsenunterfunktion sein. Bei dieser Krankheit werden bestimmte Hormone, die wichtig für den Stoffwechsel sind, weniger produziert. Somit laufen verschiedene Stoffwechselfunktionen langsamer ab, so auch die Durchblutung des gesamten Körpers. Dies führt zu Schwächegefühlen und einem stärkerem Kälteempfinden – vor allem in Händen und Füßen. Nachgewiesenermaßen kannst du durch die Aufnahme des Spurenelements Selen hierbei die Symptome der Krankheit lindern.

Auch bei Diabetes kommt die Gefäßregulation aus dem Takt. Konstant erhöhter Blutzucker kann dazu führen, dass die Nerven angegriffen werden und eine sogenannte „periphere Neuropathie“ entsteht. Der Blutfluss in die geschädigten Nerven der Arme und Hände, Beine und Füße, kann so bei schwerwiegendem Diabetes gestört werden, woraufhin die schlechte Durchblutung sie erkalten lässt.

Auch bei Autoimmunerkrankungen wie Rheuma sind entzündete Nerven in den Gelenken dafür verantwortlich, dass der Blutfluss gestört ist. Als erstes betroffen sind dabei meist die Hand- und Fingergelenke.

Wenn dir ein Gefühl der „Blutleere“ in deinen Fingern sogar Schmerzen bereitet, könnte es sein, dass du unter dem Raynaud-Syndrom leidest. Bei dieser Krankheit erleben Patienten Gefäßkrämpfe, die in ganz plötzlichen Anfällen auftreten. Du erkennst dies vor allem daran, dass deine Hände, aber auch Füße, Nase oder Ohrläppchen, sich bläulich blass verfärben. Schließlich können sie sogar sehr rot werden. Das Syndrom ist meist eine Folge anderer Autoimmunerkrankungen und auch hier leiden Frauen häufiger drunter. Durch Veränderung deines Lebensstils und Stressverminderung kannst du auch diese Symptome in den Griff kriegen. Suche jedoch im Falle starker Symptome immer einen Arzt auf!

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