7 Dinge, bei denen weniger wirklich mehr ist

Fotos: © Brigida Soriano / Adobe Stock; Colourbox.de

Ob exotisches Superfood, Waschmittel, Smartphone oder Reinigungsmittel: Weniger von diesen Dingen tut nicht nur der Umwelt gut, sondern auch dir und deinem Geldbeutel.

„Verzichte doch mal auf dieses oder jenes!“ – zugegeben, selbst zur Fastenzeit klingen solche Sätze nach Einschränkung. Das macht nicht immer Lust, solchen Rat umzusetzen – auch wenn das eigentlich sinnvoll wäre. Wir zeigen euch daher, wann Weniger mehr ist – und dass ein Weniger von bestimmten Dingen nichts mit Verzicht zu tun hat. Im Gegenteil.

1. Weniger Waschmittel = mehr Geld in der Tasche

Ein bisschen mehr Waschmittel schadet nicht? Doch, denn die Folge sind zusätzliche Spülgänge und ein höherer Wasserverbrauch. Das belastet die Umwelt – und es kostet dich bares Geld. Und das völlig ohne Not: Denn in der Regel reicht eine halbe Tasse Waschmittel (Pulver) aus, um deine Wäsche gut zu reinigen.

Auf der Rückseite der Verpackung findest du Dosierungsanleitungen, doch Vorsicht: Auch, wenn dein Wasser „hart“ sein sollte, musst du nicht unbedingt die passende Dosierung wählen, die auf der Verpackung angegeben ist. Schau, wie dreckig deine Wäsche ist: Oft ist nur bei stark verschmutzter Wäsche eine Dosierung nach Härtebereich „hart“ sinnvoll.

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2. Weniger exotisches Essen ist mehr CO2-Einsparung

Avocado ist beliebt – ob als Guacamole zum Dippen, als Scheiben geschnitten auf dem Brot oder gewürfelt für den Salat. Doch die grüne Frucht ist lang gereist, um bei uns in den Auslagen der Supermärkte zu liegen: Die meisten Avocados bei uns stammen aus Peru, Chile, Mexiko oder Südafrika.

Unterwegs lagern die Avocados in Kühlcontainern, um nach dem langen Transportweg noch frisch zu bleiben. Und der Avocadobaum ist durstig: Ungefähr 1.000 Liter Wasser schluckt die Produktion von knapp drei Avocados.

Speziell in Mexiko, die vor allem die USA mit Avocado beliefern, beklagen Umweltorganisationen, dass illegal Wälder gerodet werden, um Platz zu machen für Avocadofelder. Ein Sternekoch sagt gar: „Avocados sind die Blutdiamanten Mexikos“.

Es sieht also nicht gut aus für die Avocado. Aber keine Sorge, weniger Avocado ist ganz leicht: Leckere gesunde Brotaufstriche kannst du aus nur zwei Zutaten selber machen, gute Fette gibt es auch aus Nüssen und wie wäre leckeres Hummus aus Kichererbsen zum Dippen?

Doch wir wollen der Avocado nicht den Miesepeter zuschieben, weit gereiste Exoten wie Papaya, Jackfrucht oder Kokosnuss haben ebenfalls eine miese Öko-Bilanz. Auch von ihnen sollten wir eher weniger als mehr essen.

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Tipp: In unserem Saisonkalender siehst du, welches Obst und Gemüse es gerade regional und saisonal zu kaufen gibt, das freut sich nicht nur die Umwelt, sondern es schmeckt meist deutlich aromatischer.

3. Weniger Smartphone ist mehr Zeit für dich

Das Smartphone ist meist das Erste am Morgen und das Letzte am Abend, was viele in die Hand nehmen – ein iPhone wird statistisch gesehen pro Tag 80 Mal entsperrt. Jeder von uns verbringt also zusammengerechnet mehrere Stunden am Tag mit seinem Mini-Computer.

Wir haben die Smartphone-Diät probiert, ihre Erfahrungen haben uns überzeugt: Weniger Handy tut gut, denn du hast mehr Zeit für dich (schließlich fallen die durchschnittlich zwei bis drei Stunden Handy-Zeit weg), du bist konzentrierter und es geht dir generell besser. Schließlich vergleichst du dich nicht ständig in den sozialen Medien mit anderen, teils fremden Leuten.

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4. Weniger Superfood ist mehr regionales Essen

Quinoa, Goji-Beeren, Avocado, Acai-Beeren, Kokoswasser, Weizengras und Chia-Samen sind wohl vielen ein Begriff. Diese sogenannten Superfoods sind nicht nur weit gereist, teuer, sondern auch in manchen Fällen mit Mineralöl, Blei und Pestizid belastet, wie die Zeitschrift Öko-Test im März 2016 herausfand.

Klüger ist es daher, zu unserem „regionalen Superfood“ zu greifen. Für jedes mit Lobeshymnen versehene exotische Superfood gibt es eine regionale Variante: Leinsamen statt Chia-Samen, schwarze Johannisbeere statt Goji-Beere, Sauerkirsche statt Acai-Beeren, Brokkoli statt Weizengras und Dinkel statt Quinoa.

Regionale Alternativen zu Superfoods
Regionales Superfood statt importiertes: Brokkoli statt Weizengras (Foto: © Kristoffer Trolle - flickr.com, Colourbox.de)

Dieses Weniger an importiertem Superfood und Mehr an heimischem Gewächs hat gleich mehrere Vorteile: Du sparst Geld, unterstützt die regionale Wirtschaft und schonst das Klima, wenn Quinoa und Co. nicht tausende Kilometer zu uns fliegen.

5. Weniger Auto ist mehr Fitness

Viele nutzen ihr Auto, um weite Strecken zurückzulegen, Einkäufe und Kinder zu transportieren, Freunde und Familie zu besuchen oder für den täglichen Weg zur Arbeit. Vieles davon kannst du auch ohne eigenes Auto machen, die Alternativen haben viele Vorteile:

  • Kein Benzin, keine Steuer, keine Versicherung: Mit dem Fahrrad bist du mobil und deutlich günstiger als mit dem Auto unterwegs (vom Anschaffungspreis gar nicht zu sprechen).
  • Mit einem E-Bike bewältigst du auch längere Strecken, ohne durchgeschwitzt zu sein.
  • Schwerer Transport, kein Problem: Praktische Fahrradanhänger oder Lastenräder transportieren Kind und Kegel.
  • Frische Luft einatmen und fit bleiben erledigst du mit dem Fahrrad gleich nebenbei.
  • Einfach am Stau vorbeiradeln: In der Innenstadt kommst du mit dem Rad oft schneller ans Ziel.
  • Abschalten statt aufregen: Wenn andere im Feierabendverkehr die Hand auf der Hupe haben, schaltest du beim Radeln auf dem Heimweg ab und lässt Meter für Meter den Arbeitsalltag gedanklich hinter dir.
  • Parkplatzsuche? Nicht mit dir und deinem Fahrrad.
Nachhaltig leben: Mann fährt Fahrrad
Entspannt im Feierabend nach Hause radeln statt im Stau stehen: So sieht Lebensqualität aus (Foto "driving into the sunset" von Daniel Wehner unter CC BY 2.0 )

Es muss doch das Auto sein? Durchschnittlich 23 Stunden am Tag steht ein privater PKW still (so der Verkehrsclub Deutschland): Bilde Fahrgemeinschaften und nutze Carsharing, statt dir ein eigenes Auto zu kaufen.

6. Weniger Reinigungsmittel, mehr Platz im Schrank

Badreiniger, WC-Reiniger, Scheuermilch, Backofenreiniger, Glasreiniger, Fliesenputzmittel, Teppichreiniger, Kalkentferner oder Desinfektionsmittel: weniger davon! Du brauchst nicht für jede Anwendung ein extra Produkt, die meisten der in der Drogerie und im Supermarkt verkauften Produkte sind überflüssig.

Und du brauchst nicht nur weniger davon, sondern kannst deine Putzmittel mit einfachen Hausmitteln ohne Aufwand selber machen. Das ist nicht nur gut für deinen Geldbeutel und die Umwelt, sondern auch für deine Gesundheit (und mehr Platz im Schrank hast du gleich dazu).

Tipps Großeltern Putzen mit Hausmitteln
Einfache Hausmittel statt Unmengen an aggressiven Reinigern (Foto: © Utopia)

Mit den fünf Hausmitteln Essig, Zitronensäure, Soda, Natron und Kernseife kannst du fast alle Putzmittel ersetzen.

7. Weniger Fleisch ist mehr kreatives Kochen

Mehr pflanzliche Produkte und weniger Fleisch – wir müssen nicht mehr erklären, warum das besser für die Umwelt und natürlich für die Tiere ist. Und wem der Umstieg schwer fällt, dem helfen vielleicht diese Infos:

Wovon noch können wir getrost weniger nehmen? Schreib uns einen Kommentar.

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(42) Kommentare

  1. Seife aus Castilla in Pulverform​ 100% Olivenöl
    für die Waschmaschine und Spülmaschine, sehr sparsam
    Waschmaschine 2 Esslöfel = 10g
    Spülmaschine 1 Teelöffel = ?g plus einen Schuss ZitronenEssigWasser
    Für die Handwäsche von Geschirr, Besteck, Porzellan, Glaskeramik, Kleidung, Textilien, Babysachen.
    für´s Bad, Keramik, Waschbecken, etwas SeifenPulver aus Castilla, sparsam, man braucht nicht viel, und Kaffeesatz. Reinigt gründlich ohne zu verkratzen und reinigt beim abspülen selbstständig Abflussrohr von innen.
    für verschiedene Fussbodenarten, wie Holzparkett, Keramik…
    Inhaltssoffe: Olivenöl, Wasser aus natürlicher Quelle, Soda.
    eine umweltfreundliche, wirtschaftliche und gesunde Art zu waschen
    …und das alles ohne PlastikMüll.
    http://www.emporion.es/Seife-aus-Castilla-in-Pulverform

  2. Und wie soll Seife, also Olivenöl mit Natronlauge versetzt (auch bekannt unter dem Begriff Tensid), bitte in der Spülmaschine Verkrustungen von Stärke und Eiweiß aufbrechen? Wenn du das erklärst, ist dir der Nobelpreis in Chemie so gut wie sicher.

    Und in der Waschmaschine hast du dann sicher auch eine Erklärung, wie bleichbare Flecken sich nur durch Tenside entfernen lassen sollen. Mal abgesehen davon, dass Seife mit dem Kalk im Wasser auf sehr unangenehme Art und Weise reagiert.

  3. Sehr geehrter Herr Steffen, weder sind wir am einem Nobelpreis interessiert noch sind wir interessiert die Welt zu erklären, beides überlassen wir Ihnen Herr Steffen.
    Unser Interesse ist eine Seife für die Waschmaschine und Spülmaschine, die Handwäsche von Geschirr, Besteck, Porzellan, Glaskeramik, Kleidung, Textilien, Babysachen.
    für´s Bad, Keramik, Waschbecken, für verschiedene Fussbodenarten, wie Holzparkett, Keramik…
    und das alles umweltfreundlich, wirtschaftlich und auf gesunde Art zu waschen.
    …und das alles ohne PlastikMüll und ohne MikroPlastik.

  4. Das verstehe ich ich. Und ich verstehe auch, dass „Reinigung“, „Hygiene“ und „Sauberkeit“ in dieser Aufzählung der Wünsche fehlen. Und das deckt sich dann auch mit dem aus chemischer Sicht zu erwartenden Ergebnis.

  5. Wie bekommt man denn 100% Olivenöl in Pulverform und hat dann noch Platz hat für Soda?

    Es muß nicht gleich für den Nobelpreis reichen, aber eine etwas sorgfältigere Produktbeschreibung wäre wünschenswert.

  6. Herr Steffen, Sie schreiben uns zuviele „ich´s“, Sie sind nicht das Thema hier. Thema: Dinge, bei denen weniger wirklich mehr ist.
    Frau Maria_L, ¿100% Olivenöl in Pulverform? + Ihre anderen Kommentare hier, da erübrigt sich jede weitere Beschreibung 🙂
    Kreative Ideen und Anregungen sind willkommen.

  7. Schuldigung emporion.es, daß ich so einen Blödsinn schreibe.
    Aber den habe ich von Eurer Webseite.
    Da wird die Seife in Pulverform geschrieben und an Inhaltsstoffen wird 100% Olivenöl, Wasser und Soda genannt.
    Das hat mich dann doch etws gewundert, und Dich ja offentsichtlich auch.
    Tut mir leid, aber eure Webseite macht keinen seriösen Eindruck.

  8. Maria_L: aus Inhaltssoffe: Olivenöl, Wasser aus natürlicher Quelle, Soda. machen Sie „100% Olivenöl in Pulverform und hat dann noch Platz hat für Soda?“ siehe oben.
    Sie sind hier nicht seriös / ernsthaft, Sie brauchen keine Seife, Sie brauchen einen Arzt für Ihr Seelenheil.
    Thema hier: „Dinge, bei denen weniger wirklich mehr ist“

  9. Du hast es offensichtlich immer noch nicht verstanden.
    Ich zitiere von E u r e r Webseite:
    „Seife aus Castilla in Pulverform​ 100% Olivenöl

    Inhaltssoffe: Olivenöl, Wasser aus natürlicher Quelle, Soda.“

    Und meine Frage war, wie das 100% Olivenöl sein kann, wenn auch noch Wasser und Soda drinnen ist.
    Unseriös finde ich, daß nicht die genauen Angaben da stehen, Wieviel Prozent Öl, Wasser, Soda.

  10. Ich vermute es handelt sich bei der Seife um eine die ausgesalzen wurde und somit der Kernseife recht ähnlich ist. Kernseife ist durchaus gut zum Putzen und waschen geeignet. Jedoch gibt man für die Spülmaschine und Waschmaschine normal schon noch andere Substanzen zu um ein gutes Ergebnis zu erhalten. Zum Putzen reicht die Seife.

  11. Regina, Seife aus Castilla ist nicht vergleichbar / nicht ähnlich mit Kernseife.
    Wenn Sie damit zufrieden sind dann bleiben Sie dabei, soweit die Kernseife nicht nochmals in Plastik verpackt ist. Das Thema ist hier „Dinge, bei denen weniger wirklich mehr ist“ und Kernseife kann da sicher Sinn machen.

  12. @ Maria, das mit dem Wasser kann ich dir erklären, Wasser ( oder andere Flüssigkeit) wird zu Verseifen benötigt, darin löst man das NAOH. Jedoch verdunstet es zum Teil während des anrührens und der Rest davon während der Trocknungszeit der Seife so das in der fertigen Seife keins mehr vorhanden ist. Erst wenn das Wasser weg ist hat die Seife den entgültigen PH – Wert. Aber die 100% können wegen dem Soda halt nicht sein.

  13. 100% Olivenöl, keine anderen Öle, keine Öle aus der Petrochemie, keine tierische Fette, 100% Olivenöl, Seife aus Castilla nach uralter traditioneller Art.

  14. Puh, normalerweise lese ich die Seitenn und Kommentare hier sehr gerne. Aber diesmal??
    Ja, das Thema ist „Dinge, bei denen weniger wirklich mehr ist“, aber dass man über Leute herzieht, die nicht wissen, wie aus Olivenöl feste Seife gemacht wird und schlicht und ergreifend recht damit haben, dass ein Produkt nicht zu 100% aus Zutat A sein kann, wenn noch Zutaten B und C hinzugefügt werden, finde ich persönlich unseriös. Ich dachte immer, dass alles huer veröffentlichte zum Hinterfragen anregen sollte. Aber wenn das von Grund auf unterbunden wird, geht der Sinn des ganzen hier in Unsinn über. Schade, denn auch die Hinweise, dass mit bestimmten (wenn auch umweltschonderen) Verfahren bestimmte Ergebnisse möglicherweise nicht erzielt werden können, sind doch mindestens genauso wichtig, wie die Verfahren selbst.

  15. Herr Alex, wir leben fast Plastikfrei und lesen die Seiten und Kommentare hier normalerweise sehr gerne um uns neue Idden und Anregungen zu holen. Es bleibt nicht aus das wir auch mal über unsere unser plastikfreies Produkt schreiben und linken und informieren.
    Nur wenn mir ein Her Steffen hier einen Nobelpreis in Chemie verspricht wenn ich erkläre wie man mit Wasser und Seife wäscht, dann fassen wir uns hier an den Kopf.
    Wenn dann noch eine Frau Maria_L eine Frage stellt die eigentlich gar keine Frage ist „Wie bekommt man denn 100% Olivenöl in Pulverform und hat dann noch Platz hat für Soda?“ dann lachen wir uns nur schief.
    Herr Alex, 100% Olivenöl, keine anderen Öle, keine Öle aus der Petrochemie, keine tierische Fette, 100% Olivenöl.
    Es ist klar und deutlich angegeben Inhaltssoffe: Olivenöl, Wasser aus natürlicher Quelle, Soda.
    Klarer und deutlicher geht es nicht.
    Herr Alex, „die nicht wissen, wie aus Olivenöl feste Seife gemacht wird“ ? wissen sie wohl siehe:
    regina81:“Jedoch verdunstet es zum Teil während des anrührens und der Rest davon während der Trocknungszeit der Seife so das in der fertigen Seife keins mehr vorhanden ist. Erst wenn das Wasser weg ist hat die Seife den entgültigen PH – Wert.“
    daher auch die Reaktion: Maria_L „wertvolles Lebensmittel und wegen diverser eingeschleppter Schädlinge“
    ich käme nicht auf die Idee zu fragen wie man Aleppo Seife kaufen kann wenn doch Aleppo zerbomt ist. P.S. Aleppo Seife ist super ok
    Jetzt gehe ich runter zum Hafen, die Fischer zutexten das sie wieder Hanfnetze benutzen statt Plastiknetze. Die Fischer sind zwar sturr aber auch weltoffener und nicht rechthaberich.

  16. Ich habe nicht gefragt, wie man mit Wasser und Seife wäscht. Ich habe aber sehr wohl gefragt, wie nur mit Tensiden Wäsche weiß, Flecken gebleicht und Stärke und Proteine aufgebrochen werden sollen. Das ist nun mal chemisch schlicht unmöglich. Und genau deshalb ist ihnen der Nobelpreis sicher, wenn sie erklären würden, wie denn das dennoch gehen soll.

    Aber das können und wollen sie nicht. Ist ja auch OK. Niemand zwingt sie dazu. Andere dann aber als rechthaberisch hinzustellen, ist schon arg grenzwertig.

  17. Da hab ich auch kein Plan, in die Haarseife mach ich Zitronensäure gegen Kalkseife. Soda wird bei mir unter Kleingeraspelte Seife gerührt beim Waschmittel herstellen. Dazu warum man es in Naturseife verseift und das man sowas überhaupt macht hab ich noch nie was gelesen. Evl. Bringt es einen ähnlichen Effekt wie das oben schon mal angesprochene Aussalzen. Das erhöht die Reinigungskraft von Seife, entfernt allerdings die Hautpflegenden Eigenschaften da das natürliche Glyzerin und die Überfettung entfernt wird. Vom Salz ist nachher dann auch nichts in der Seife da es mit den Ausgesalzenen Bestandteilen im Wasser verbleibt während die Seife abgeschöpft und gegossen wird. So wird Kernseife oder Haushaltsseife schon ewig Hergestellt. Aber er meinte ja das die Seife nichts mit Kernseife zutun hat, also is das auch nicht einleuchtend

  18. Da ist einiges nicht einleuchtend.
    Ich finde es auch etwas kritisch, Olivenöl für die Waschmaschine zu verwenden.
    Das ist so ein wertvolles Lebensmittel und wegen diverser eingeschleppter Schädlinge wird es immer rarer.
    ABer vielleicht gibt es genug Rückstände, die nicht als Lebensmittel verwendet werden können, dann lasse ich es mir eingehen.

  19. Da hast du recht Maria, die Eltern eines Freundes von uns haben in Griechenland eine Olivenplantage und machen selbst Öl. Wenn ich nur höre was es für ein Aufwand ist es herstellen. Verwende zwar auch welches für meine Seifen, sehe aber zu das ein großer Teil des Öles Raps und Sonnenblumenöl ist. Die Seifen mit hohem Anteil an Importöl werden nur zum Duschen, Gesicht waschen und Haare waschen genutzt.

  20. Ich kenne es aus Italien, wo ganze uralte Olivenheine umgehauen werden, wegen Pilz und Ernten ausfallen wegen Oliven-Fliege.
    Kein leichter Job…
    Ich scherze immer, wer jetzt Geld anzulegen hat, kauft am Besten gutes Olivenöl.

  21. Maria_L, wenn Sie das wirklich aus Italien kennen dann haben Sie sicher auch die chemischen hochgiftigen Abfälle und den Unrat in den italienischen Olivenhainen gesehen, diese sind gut sichtbar und unübersehbar.
    Wer mir hier nicht glaubt lese es auch nach im Buch von Roberto Saviano „Gomorrha“.
    Maria_L, Sie kennen es nicht wirklich, stimmt´s?
    Die Oliven-Fliege haben wir auch in Griechenland schon mal, alle paar Jahre, und wir haben wie die Italiener auch ganz viele natürliche Gegenmassnahmen.

  22. Ich habe nicht gesagt, daß ich es in Italien kaufe…
    Ich habe eine Quelle von Bio-Öl auf Kreta.
    Bzw. manchmal bekomme ich eine Flasche aus Piemont mit gebracht.
    Die Problematik mit dem Giftmüll ist mir gut bekannt.
    Ich habe vor vielen Jahren ein Praktikum in Italien gemacht und bin seit dem immer wieder dort und habe Kontakte, die mir genau das erzählen.
    Letztes Jahr war ich in der Nähe von Neapel…ich verfolge das Thema sehr aufmerksam.

    Unrat in Olivenhainen hab ich leider in Griechenland auch gesehen und wie vergiftet der Boden ist, kann man als Verbraucher aus der Ferne sowieso nicht sagen.
    Da hilft nur, daß Rückstände gemessen werden.

  23. Liebes Utopia und liebe Utopisten,

    Bitte bedenkt auch (und in den Artikel aufnehmen), dass es nicht mit weniger Exotischem getan ist, sondern, dass wenn man schon Exotisches kauft (und dazu gehören auch Bananen!!!), bitte auch auf Bio und Fair achtet! Damit hat man weniger Schadstoffe zu Hause und kann z.B. Bananenschalen auch noch weiterverwenden.
    Vor allem aber nimmt man nicht die Vergiftung der Bevölkerung und Umwelt in weit entfernten Gegenden in Kauf und beutet die Menschen vor Ort aus! Auch illegale und unnachhaltige Rodung wird so vermieden. Bei konventionellen exotischen Früchten ist es leider normal, dass Mensch und Umwelt durch Pestizide in riesigen Monokulturen stark geschädigt werden und viele Menschen in moderner Sklaverei leben!
    Wer meint, er könne sich Bio-Exoten nicht leisten (Bananen sind mitunter nicht mal teurer), sollte lieber seltener kaufen und bei unnötigen und schädlichen Dingen wie Industrie-Limo, -Süßigkeiten, Alkohol, Fertig-, ToGo- u. Einweg-Produkten etc sparen (das kommt dann nebenbei auch der eigenen Gesundheit und Umwelt zu gute).
    Wer dann noch die Ausrede hat, dass es das im eigenen Discounter nicht gibt, sollte das zum Anlass nehmen und einen Biohändler suchen (die gibt’s sogar auf dem Land) und beim örtlichen Supermarkt den Wunsch nach Bio/fair äußern (und auf die Gründe hinweisen!) oft ändern/erweitern auch konventionelle Läden ihr Angebot wenn die Kunden mitziehen, einen Versuch ist es jedenfalls Wert. Manchmal kann man schon mit sehr wenig Aufwand die Welt ein kleines Stück besser machen, man muss nur die Ausreden ablegen 🙂

  24. Weniger Medikamente und Arztbesuche
    = Mehr Gesundheit

    Weniger in der „schlimmen“ Vergangenheit hängen bleiben
    und weniger auf die bessere Zukunft hoffen
    = Mehr Zufriedenheit im JETZT!

    Herzliche Grüße
    stefan nathan

  25. Tolle Tipps, die (leider) auch den eigenen Konsum in Frage stellen.
    Quinoa mit Dinkel zu ersetzen halte ich jedoch für absolut unzureichend. Viel besser eignet sich der heimische Buchweizen, der nicht nur eine ähnlich nussige Note hat, sondern vor allem auch die ideale Eiweißstruktur des Quinoa besitzt und so ebenso vollwertig ist, wie er – und genauso glutenfrei!

    Buchweizen kann man zudem auch kochen, rösten (und in die Suppe tun) und zu Mehl verarbeiten und exquisites Pfannenbrot daraus zaubern 🙂

  26. Warum denn das eine oder das andere?
    Dinkel oder Buchweizen oder beides zusammen und maaaanchmal auch Quinoa.
    Vielfalt heißt das Schlüsselwort für Gesundheit und Ökologie.

  27. Ich halte von Waschen bei niedrigen Temperaturen gar nichts. Meine Vermieter haben alles immer nur mit maximal 40 Grad gewaschen und die Wäsche stank nach dem Waschen schlimmer als vorher. Erst als ich meine Unterwäsche auf 60 Grad gewaschen hab ging dieser Gestank langsam wieder raus. Mit niedrigen Temperaturen züchtet man sich nur eine Keimschleuder ran.

  28. Vielleicht lag die wäsche zu lange nass in der Maschine vorm aufhängen? Ich wasche fast alles mit 30 Grad ohne große Mengen Weichspüler und sonstige Bedufter und meine Wäsche stinkt nicht. Oder die Maschine war zugedreckt. Reinigen und Entkalken muss man die Maschine schon regelmäßig.

  29. Bei 40°C züchtet man sich keine Keimschleuder mehr, wenn man die Wäsche nicht zu lange in der Maschine läßt, am Besten im Freien trocknet (geht mit entsprechender Halterung an jedem Fenster) und die Maschine – wie von meiner Vorschreiberin geschrieben – reinigt und Türo offen läßt.
    Ich wasche fast alles bei 40°C und es stinkt nur, wenn ich sie mal wieder vergesse…

  30. Sowohl niedrige Temperaturen als auch zu wenig Waschmittel können auf Dauer zu diversen Problem führen. Und Menschen sind halt unterschiedlich und darum sind die Verschmutzungen unterschiedlich, und nur weil es bei einem selbst die Wäsche bei 40 °C nicht stinkt, heißt das nicht, dass das bei anderen auch nicht sein kann, es spielen da sehr viele Faktoren mit rein.

    Ich empfehle ab und zu eine Kochwäsche, zumindest jedoch ne 60 °C Wäsche mit einem pulverförmigen Vollwaschmittel, und das ist auch eine generelle Empfehlung von Leuten, die sich mit dem Thema beschäftigen.

    Und den im Artikel beschriebenen Rat, weniger Waschmittel zu verwenden als empfohlen kann ich auch nicht so unterschreiben. Es geht halt nicht nur um die Sauberkeit der Wäsche, sondern auch um die Maschine, die dann bei sehr hartem Wasser verkalkt, und dann umso mehr Strom braucht. Nur weil das in München anscheinend noch in Ordnung ist, etwas weniger als empfohlen zu dosieren, muss das nicht überall so sein. Und eine halbe Tasse wie im Artikel beschrieben ist für heutige Kompaktwaschmittel eigentlich viel zu viel! Bei dm an der Kasse gibt es kostenlos diese kleinen Becherchen, wo dann 90 ml oder so reinpassen. Und bei weichem Wasser und niedriger Verschmutzung ist die Empfehlung für beispielsweise mein Waschpuler gerade mal 55 ml!

    Und dann sind in Waschmitteln auf guten Gründen noch viele andere Sachen drin neben Tensiden, und die alleine sind schon eine Wissenschaft für sich. Klar geht die Waschmaschine nicht gleich kaputt nur weil man mal 1x mit Olivenölseife oder was auch immer wäscht. Aber auf Dauer sind negative Wirkungen sowohl auf Wäsche als auch auf die Maschine nicht auszuschließen. Und dann ist auch wieder keinem geholfen.

    Um es kurz zu machen: Vom generell extremen Sparen halte ich langfristig nicht viel. Einfach vernünftig verhalten, grob an die Empfehlung für niedrige Verschmutzung auf der Verpackung halten, und dann passt das schon. Nur weil viele Leute extrem überdosieren (Wenn das ganze Bullauge voller Schaum ist), bringt es im Umkehrschluss nichts, wenn man selbst zu wenig dosiert. Wenn man hier Wasser spart, kommt in Afrika trotzdem nichts an. Halt immer etwas mitdenken, dann macht man schon vieles richtig.

  31. Kann es sein das John in der Waschmittelindustrie arbeitet? Wir hier in Griechenland haben Olivenölseifen für den Körper und andere Sorten Olivenölseifen für die Waschmaschinen.
    Kapput gingen die deutschen Waschmaschinen unabhängig ob man und Nachbarinnen Olivenöseifen benutzte oder industrielle chemische Waschmittel benutzte, immer kurz nach Garantiezeit.
    Asiatische Waschmaschinen, japanische oder koreanische, laufen immer noch.
    Wir notieren hier das die Olivenölseifen von Nordeuropäern jetzt stark nachgefragt wird, Nordeuropäern, speziell Deutsche, die dies früher abwertend belächelt haben.
    Türken, Araber, und seit den 90er auch Russen schätzten die Seifen schon immer.

  32. Waschmittelindustrie: Nein. Aber generelles Interesse an Waschmaschinen und Waschmitteln, und allgemein Chemie. Und was ich sage, kann man selber auch nachlesen, wenn man mal in Bücher guckt, die sich mit dem Thema beschäftigen. Gerne gebe ich da bei Bedarf Literaturtipps, die auch für Laien verständlich sind.

    Wenn hier jemand was verkaufen möchte, dann jemand anderes 🙂

    Das Problem ist ja generell, dass im Internet viel Unfug / Halbwissen steht. Und die Leute die Ahnung haben, haben aber anderes zu tun, als den ganzen Tag Sachen richtig zu stellen. So ist das bei jedem Thema.

    Dass eure Waschmaschinen immer kurz nach der Garantiezeit kaputt gingen kann ja durchaus sein. Unsere letzte Waschmaschine hat aber über 15 Jahre gehalten, wobei einzelne Teile ausgetauscht werden mussten. Und dass in anderen Teilen der Welt ganz andere Waschmaschinen und auch andere Chemie eingesetzt wird, dagegen sage ich ja auch nichts. Ich sage nur, dass es bekanntermaßen langfristig zu Problemen kommen kann, wenn man zu kalt oder mit zu wenig Waschmittel oder mit ungeeignetem Waschmittel wäscht. Aber das allerwichtigste: Jeder darf machen was er möchte und seine eigenen Erfahrungen sammeln.

  33. Nein, man braucht nicht auf Avocados zu verzichten. Wer verzichtet schon auf Orangen, weil sie aus Spanien kommen? In Andalusien, wo ich lebe, werden viele Avocados angepflanzt, so wie auch Mangos, Chirimoyos…ales „tropisch“. Es gibt super gute BIO-Avocados aus Spanien – jedenfalls in der Schweiz. Man muss die Etiketten gut lesen…

  34. Susanna Hilty, Avocado Plantagen haben wir in Griechenland auch, wir kennen die Plantagen in Andalusien, erzähle hier blos nicht das man die Tropfenbewässerung einsetzt, da kommen die deutschen Biobauer und gärtner nicht klar mit. Verseuchen selbst das Grundwasser mit Gülle, erklären aber der Welt wie es geht.
    Eine Maria_L kommt sofort mit ihren Läusen und Schädlinge, ich habe nie welche gesehen, auch haben wir nie Chemie gebraucht, wozu auch. Aber vielleicht ist die Arbeit auf den Avocado Plantagen zu unmenschlich für Leute wie Maria. Ich habe mit meiner Reisegruppe nur glückliche Arbeiter und Besitzer angetroffen, wir haben Infos und Zweige zum veredeln ausgetauscht .
    Natürlich müssen die Avocados kühl transportiert werden, man kann sie ja schlecht warm stellen beim Transport.

  35. „Eine Maria_L kommt sofort mit ihren Läusen und Schädlinge, ich habe nie welche gesehen, auch haben wir nie Chemie gebraucht, wozu auch. Aber vielleicht ist die Arbeit auf den Avocado Plantagen zu unmenschlich für Leute wie Maria.“

    Was hast Du denn für ein Problem???
    Ich habe kein Wort über Avocados geschrieben.
    Aber Du hast recht, ich finde die Arbeit auf vielen Plantagen in der Tat unmenschlich…

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