Ostern: Der Osterhase liebt es nachhaltig & ökologisch korrekt

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Schokohasen, bunte Eier, kleine Geschenke – Ostern ist ein Fest, das vor allem Kinder lieben. Der ökologische Fußabdruck wird da gerne mal vergessen. Wir zeigen dir, wie du Ostern umweltfreundlich und fair feiern kannst. Mit biologischen Eiern, ohne Berge von Verpackungsmüll und mit fairer Schokolade.

Hier findest du neun Tipps, um das Osterfest mit der Familie dieses Jahr besonders grün und nachhaltig zu feiern.

1. Schokohasen zu Ostern – gibt es auch in bio & fair

Schokoladenhasen und -eier gehören zu Ostern einfach dazu. Der Otto-Normal-Hase aus dem Supermarkt ist aber in der Regel ein No-Go: außen viel problematische Verpackung, innen Schokolade mit Palmöl, Kinderarbeit inklusive.

2017 wurden in Deutschland 200 Millionen Osterhasen produziert. Die wenigsten davon waren bio. Schokohasen gibt es jedoch auch in der Bio- und Fairtrade-Variante. Im Gepa Shop** findest du beispielsweise Bio-Osterhasen.

Gießform, um Schokolade selbst zu gießen.
Gießform, um Schokolade selbst zu gießen.

Solltest du auf herkömmliche Ware zurückgreifen, wirf unbedingt einen Blick auf die Zutatenliste. Die sollte möglichst kurz sein und ohne Palmöl auskommen.

Wer Verpackung ganz vermeiden möchte, kann auch einfach leckere Osterhasen backen. Oder mit einer Gießform (zum Beispiel von ChocQlate**) selbst gießen.

Faire Schokolade findest du auch in unserer Bestenliste:

2. Zero-Waste-Osternester

Künstliches Ostergras braucht niemand. Viel hübscher: echtes Heu oder echtes Gras. Wer ein paar Tage vor Ostern Sommergerste oder Katzengras sät, hat zu Ostern ein wunderbar grünes, nachhaltiges Osternest. Auch die Plastiknester, die es vor Ostern im Supermarkt oder Drogeriemarkt zu kaufen gibt, stammen aus zweifelhafter Produktion und sind unnötig.

Ein Nest kann man übrigens auch selbst flechten oder basteln. Hier findest du drei Ideen, um Osternester selbst zu basteln.

Kreatives Osterprojekt: Ein Osternest selbst flechten
Kreatives Osterprojekt: Ein Osternest selbst flechten (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / annca)

3. Bio-Ostereier? Mangelware!

Hartgekochte bunte Eier verschleiern ihre wahre Herkunft. Rohe Eier müssen EU-weit gekennzeichnet sein – für hartgekochte Eier gilt das nicht. Die leuchtend bunten Eier, die es einzeln beim Metzger oder in der Plastikpackung im Supermarkt zu kaufen gibt, stammen meist aus mieser Käfighaltung. Finger weg!

Ostern wird aber trotzdem bunt: Kauf einfach Bio-Eier, die du dann selbst mit Naturfarben färbst. Macht sowieso viel mehr Spaß!

4. Blühende Zweige zu Ostern

Alternative zu den teuren Zweigen aus dem Super- oder Gartenmarkt, die – wenn man Pech hat – nicht mal aufgehen: Frag einfach bei den Nachbarn, ob du von ihrem Baumschnitt etwas abhaben kannst.

Keine gute Idee: Weiden- oder Palmkätzchen abschneiden. Die flauschigen Blüten sind eine der wenigen Nahrungsquellen, die Insekten in dieser Zeit zur Verfügung stehen. In vielen Bundesländern steht die Sal-Weide sogar unter Naturschutz.

5. Fisch am Karfreitag

Traditionen gehören zu Ostern dazu – und damit auch der Fisch an Karfreitag. Wenn du Fisch essen möchtest, solltest du auf seine Herkunft und die richtigen Siegel achten.

Wie wär’s dieses Jahr beispielsweise mit einem Karpfen? Sowohl der WWF wie auch Greenpeace empfehlen den heimischen Süßwasserfisch uneingeschränkt. Schlecht sind dagegen Zuchtlachse, deren Aufzucht sehr energieintensiv ist.

Nähere Infos zu Fischen, die du ohne Bedenken verzehren darfst, findest du hier: WWF-Fischratgeber.

6. Osterlamm

Das Osterlamm ist Sinnbild für den Opfertod von Jesus. Auch heute noch essen viele Christen zu Ostern Lammfleisch.

Das ist fast immer mit Tierleid verbunden: Das konventionelle Lammfleisch, das zu Ostern auf den Markt kommt, stammt von Lämmern, die im Winter geboren und meistens im Stall gemästet werden, um zu Ostern das Schlachtgewicht zu erreichen.

Lea Schmitz, Pressesprecherin des Deutschen Tierschutzbundes, meint: „Unser Tipp an die Verbraucher: Wer dennoch Lammfleisch essen möchte, sollte regionales Fleisch kaufen und sich anschauen, wie die Tiere gehalten werden.“ (Quelle: FNP)

7. Osterfeuer sind für Tiere gefährlich

Für viele gehört zum Osterfest auch ein traditionelles Osterfeuer: Das gesellige Beisammensein mit den Nachbarn ist ein uralter Brauch. Allerdings zum Leidwesen der Umwelt und der Tiere: Die Feinstaubwerte erreichen an Ostern Rekordwerte.

Da Tiere sich gerne in den Haufen verstecken und dort eventuell sogar brüten, solltest du Holz und Reisig auf keinen Fall schon Tage vor dem Fest aufstapeln, sondern erst an Ostern auftürmen.

Für Tiere sind Osterfeuer lebensgefährlich.
Für Tiere sind Osterfeuer lebensgefährlich. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / JuliaBoldt)

8. Ostermärsche für Frieden und Solidarität

In der Osterzeit finden in vielen Städten Ostermärsche und -aktionen der Friedensbewegung statt. Hier kannst du schauen, wo der nächste Ostermarsch stattfindet: Friedenskooperative.de.

9. Faire Geschenktipps

Der Osterhase hat aufgerüstet: Früher war er nur für bunte Eier und ein bisschen Schokolade zuständig. Heute bringt er gerne mal auch kleine (und auch größere …) Geschenke. Bei diesen nachhaltigen und fairen Geschenken strahlen Kinderaugen:

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