Vitamin B12: Mangel, Lebensmittel und Präparate

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Vitamin B12 spielt eine wichtige Rolle im menschlichen Stoffwechsel. Besonders als Veganer oder Vegetarier solltest du aufpassen: Wenn du dich nicht ausgewogen ernährst, kannst das zu einem Mangel an Vitamin B12 führen. 

Vitamine sind essenzielle Bestandteile unseres Stoffwechsels. Viele davon müssen dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden, da er nicht alle selbst herstellen kann. Prinzipiell unterscheidet man zwischen fettlöslichen Vitaminen (beispielsweise Vitamin A, D, E und K) und wasserlöslichen Vitaminen. Zur letzteren Gruppe gehören das Vitamin C (das im Körper als Radikalfänger wirkt, eine antioxidative Wirkung hat und allgemein als Ascorbinsäure bekannt ist) und eben die Vitamine des B-Komplexes.

Die Funktion von Vitamin B12

Das Vitamin ist hauptsächlich für die richtige Funktion all unserer Nerven und dadurch gesteuerter Prozesse zuständig. Die Funktionen im Überblick:

  • Es trägt zur Blutbildung bei;
  • es sorgt für ein funktionierendes Nervensystem.
  • Auch an der Zellteilung ist Vitamin B12 beteiligt
  • sowie am Fettstoffwechsel.

Vitamin B12 Mangel: So entsteht er

Normalerweise sorgt eine ausgewogene Ernährung für eine ausreichende B12-Versorgung des Körpers. Ein Hauptgrund für eine mangelhafte Vitamin-Zufuhr ist einerseits Alkoholismus. Aber auch Vegetarier oder Veganer sind schnell betroffen, sofern sie den Mangel nicht durch sehr bewusste Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel ausgleichen.

Grundsätzlich kann ein Vitamin-B12-Mangel immer durch Mangelernährung ausgelöst werden, zum Beispiel auch bei Senioren. Diese sind trotz Konsum von tierischen Lebensmitteln oft mangelernährt, weil sie sich aus verschiedenen Gründen zu „schlechten Essern“ entwickelt haben. In Entwicklungsländern ist Vitamin-B12-Mangel ebenfalls weit verbreitet, da sich die in Armut lebende Bevölkerung tierische Lebensmittel oft nicht leisten kann.

Weitere Gründe für Mangelerscheinungen sind außerdem Magenerkrankungen (beispielsweise eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut) oder verschiedene Erkrankungen, die dazu führen, dass Nährstoffe im Darm nicht oder nicht optimal resorbiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) und Morbus Crohn.

Manche Medikamente, zum Beispiel solche, bei Diabetes eingesetzt werden, können ebenfalls verhindern, dass der Körper die ihm mit der Nahrung zur Verfügung gestellten Nährstoffe, in diesem Fall Vitamin B12, nicht richtig aufnehmen kann. Auch ein Befall mit Fischbandwurm kann zu Problemen führen, da Vitamin B12 als Ernährungsgrundlage für den Fischbandwurm dient und er es dem Körper sozusagen wegisst.

Folgen und Symptome von Vitamin-B12-Mangel

Vitamin-B12-Mangel
Vitamin-B12-Mangel kann auch psychische Folgen haben. (Foto: nicolasberlin / photocase.de)

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und dem Vegetarierbund (Vebu) kann ein Langzeit-Mangel an Vitamin B12 schwere Folgen haben. Unter anderem kann die Zellteilung gestört werden. Weitere Folgen von Vitamin-B12-Mangel können sein:

  • Anämie (Blutarmut)
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Fingern oder Zehen
  • Lähmungserscheinungen
  • Verwirrtheit
  • Demenz
  • Koordinationsschwierigkeiten und
  • Gedächtnisverlust

Auch psychisch kann Vitamin-B12-Mangel zu unangenehmen Folgen führen, wie zum Beispiel:

Ein Mangel an diesem so wichtigen Vitamin kommt schleichend und macht sich zunächst durch typische Anzeichen einer Anämie bemerkbar, wie

  • Müdigkeit
  • Blässe
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • verringerte Merkfähigkeit

Dazu gesellen sich kribbelnde Finger oder Zehen, chronische Verdauungsbeschwerden und eine verfärbte Zunge.

Wie kann ein Vitamin B12 Mangel festgestellt werden?

Vitamin B12
Lachs und Rindfleisch enthalten z. B. Vitamin B12. (Foto: © cattalin / Pixabay)

Alle hinreichend seriösen Quellen zu diesem Thema machen klar: Um eine aussagekräftige Diagnose des Krankheitsbildes zu treffen, sind medizinische Untersuchungen notwendig.

Der Körper kann Vitamin B12 in relativ großer Menge speichern, sodass sich ein Mangel erst nach vielen Jahren bemerkbar macht. Wenn ein Mensch sich beispielsweise vegan ernährt, ohne zusätzliche Vitamin-B12-Quellen einzunehmen, kann man den Mangel oft erst fünf, manchmal auch bis zu 10 Jahre später feststellen.

Mit der richtigen Ernährung bzw. Nahrungsergänzungsmitteln kann man einem Mangel aber wirksam vorbeugen.

Ein Mangel an B12 kann unter anderem durch einen Bluttest festgestellt werden – allerdings zeigen sich die Auswirkungen nicht sofort: B12 wird vorwiegend in der Leber gespeichert, wobei sich eine Mangel-Anämie in der Regel erst nach zwei bis fünf Jahren entwickelt. Betroffene bekommen die damit potenziell einhergehenden Probleme somit unter Umständen erst nach einiger Zeit zu spüren.

Ein günstiger und schneller Test stellt der „MMA Test“ dar, mit dem man seinen Urin auf Methylmalonsäure untersuchen kann. Ist der Wert dieser Säure erhöht, ist das ein recht sicheres Indiz für Vitamin-B12-Mangel. Der Vorteil des Urintests liegt darin, dass damit ein Vitamin-B12-Mangel schon sehr früh festgestellt werden kann.

Auch eine Blutuntersuchung kann Vitamin-B12-Mangel aufzeigen. Allerdings sollte man darauf achten, dass nicht nur der B12-Gehalt im Blut untersucht wird, denn dieser allein gibt keinen Aufschluss darüber, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt oder nicht. Wer sich auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung in Hinsicht auf seine Versorgung mit Vitamin B12 verlassen möchte, lässt die Serum-Homocystein- und Methylmalonsäure-Spiegel überprüfen. Sind diese Werte erhöht, liegt mit Sicherheit ein Vitamin-B12-Mangel vor.

Lebensmittel mit viel Vitamin B12

Das für unseren Stoffwechsel wichtige Vitamin findet man leider vorwiegend in tierischen Nahrungsmitteln. Bakterien, Pilze und diverse Algen sind die einzigen natürlichen Produzenten des Vitamins, die nicht selbst Tiere sind.

Vitamin B12
Vitamin-Präparate sind nicht immer Lösung des Problems. (Bakanasan)

Bakterien, die es produzieren, sind auch im menschlichen Darm vorhanden, allerdings halten die Darmwände fast 99% des Vitamins zurück, sodass dem Körper bei vorwiegend pflanzlicher Ernährung gezielt B12 zugeführt werden muss.

Die einfachste Methode, den Körper mit dem benötigten Vitamin B12 zu versorgen, ist der Verzehr von tierischen Nahrungsmitteln. Hier reichen auch geringe Mengen aus, zum Beispiel von Milch, Milchprodukten und Eiern.

Wenig verlässlich: Algen, Bier, Sauerkraut, Keimlinge

In verschiedenen Publikationen werden fermentierte Lebensmittel (etwa Sauerkraut, Miso oder Tempeh), Algen, Bier oder Keimlinge als alternative Vitamin B12-Lieferanten genannt – allerdings dienen diese „leider nicht als verlässliche Quelle“, wie Katharina Petter, Ernährungswissenschaftlerin der VGÖ (Vegane Gesellschaft Österreich) im Vegan Blatt sagt: „Studien zeigen, dass es sich dabei eventuell sogar um sogenannte Analoga handelt, die zwar einen ähnlichen Molekülaufbau besitzen, aber die Aufnahme des wirklichen Vitamins B12 sogar verhindern können.“ Sauerkraut enthält zwar Vitamin B12, ist aber „als eine zuverlässige Vitamin B12-Quelle keinesfalls geeignet“, befindet auch die Verbraucherzentrale Bayern.

Der Vebu schreibt dazu: „Vegan lebende Menschen können mit herkömmlichen pflanzlichen Lebensmitteln keine ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 erreichen.“ und „Der Verzehr von fermentierten Produkten, Algen und Lebensmitteln, die mit Bodenbakterien kontaminiert sind, kann eine sichere Vitamin-B12-Versorgung nicht gewährleisten.“

Wer sich vegetarisch oder vegan ernähren will, ist also leider auf B12-Präparate angewiesen, die es in Tabletten- und Ampullenform gibt.

Vitamin-Präparate: Tabletten, Tropfen, Spritze?

Wichtig ist: Vor der Verabreichung jedes Vitamin B12-Präparates sollte ein Arzt konsultiert werden. Anders als bei der Umwandlung des durch Mikroorganismen erzeugten natürlichen Vitamins entsteht bei künstlich hergestelltem B12 auch das Gift Cyanid – zwar in extrem geringen Spuren, dennoch sollte dieser Umstand vor allem von gesundheitlich angeschlagenen Personen nicht außer Acht gelassen werden.

Wurde ein Vitamin-B12-Mangel festgestellt, so reicht es nicht immer aus, das fehlende Vitamin durch die Gabe von Präparaten zuzuführen. Liegt eine Resorptionsstörung vor, also kann der Körper aus irgendeinem Grund das Vitamin gar nicht aufnehmen, so ist auch mit Vitaminpräparaten keine Besserung möglich. Daher sollte nach einer gewissen Zeit der Supplementierung ein weiterer Test erfolgen, um sicher zu stellen, dass das Vitamin B12 überhaupt aufgenommen wurde.

Obwohl es sich bei Vitamin-B12-Tabletten nur um „Nahrungsmittelergänzungspräparate“ handelt, solltest du dich bei der Auswahl eines Produkts vom Arzt beraten lassen.

Tabletten: eine beliebte Einnahmeform

Tabletten sind die gängigste Verabreichungsform: entweder als Lutschtabletten, dann erfolgt die Vitamin B12-Aufnahme über die Mundschleimhaut; oder als normale Tablette, dann gelangt der Wirkstoff über den Dünndarm in den Körper. Einige Produkte sind auch in Kapselform erhältlich, mit dem Vorteil, dass außer Zellulose und dem Wirkstoff keine anderen Stoffe enthalten sind (was bei Tabletten durchaus der Fall sein kann – ein Studium der Packungsbeilage empfiehlt sich).

Der Hersteller „vellvie“ verkauft B12-Tabletten plastikfrei.

Eine weitere Form sind Vitamin-B12-Tropfen, die oft weniger Zusatzstoffe enthalten als Tabletten – allerdings verwenden einige Hersteller Glycerin mit tierischem Ursprung, weshalb viele dieser Produkte für Vegetarier und Veganer nicht geeignet sind.

Vitamin B12 Spritze

Sind Spritzen eine Alternative?

Auch die Verabreichung als Spritze ist eine gängige Form, durch die das Vitamin B12 in den Blutkreislauf gelangt. Die Verabreichung von Vitamin B12 durch Spritzen ist für alle eine Alternative, deren Körper oral (zum Beispiel als Tabletten oder Tropfen) aufgenommenes Vitamin B12 nicht verwerten kann.

Von der Wirkung her sind beim gesunden Menschen Vitamin B12-Tabletten, -Tropfen und -Spritzen so gut wie gleichwertig. Während Tabletten einfacher zu handhaben sind, bedarf es bei Spritzen einer gewissen Übung – man sollte sich ggf. vom Hausarzt schulen lassen.

Produkte mit Vitamin-B12-Zusatz

Vitamin B12
Zahnpasta mit Vitamin B12. (Foto: © Sante Naturkosmetik)

Produkte wie mit Vitamin B12 angereicherte Zahncremes (z. B. „Dental med Zahncreme Vitamin B12“ von Sante Naturkosmetik) oder Limonaden sind bei Vegetariern und Veganern zwar sehr beliebt, allerdings ist bislang noch recht wenig über ihre Langzeitwirkung bekannt. Auf eine zusätzliche Vitamin B12-Zufuhr sollte daher nicht verzichtet werden. Für welche Art der Verabreichung man sich letztlich entscheidet, bleibt dem jeweiligen Gusto vorbehalten.

Die richtige Dosierung von Vitamin B12

Im Vergleich zu anderen Vitaminen ist der Tagesbedarf an Vitamin B12 recht gering.

  • Laut den Schätzwerten für eine angemessene Zufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) beträgt der tägliche Vitamin B12-Mindestbedarf eines Erwachsenen etwa vier Mikrogramm (µg).
  • Dieser Schätzwert lässt sich eine Tabelle der DGE zufolge beispielsweise mit einem kleinen Glas Milch, einem Becher Jogurt, einem Ei und 60 Gramm Camembert erreichen.
  • Wer auf tierische Nahrungsmittel verzichtet, sollte auch mit Nahrungsergänzungsmitteln oder mit Vitamin B12 angereicherten Produkten mindestens 4 µg pro Tag aufnehmen.

Ein erhöhter Bedarf von 4,5 bis 5,5 Mikrogramm Vitamin B12 gilt für schwangere und stillende Frauen. Säuglinge zwischen dem vierten und zwölften Lebensmonat brauchen täglich 1,4 Mikrogramm. Dies wird ihnen über die Muttermilch zugeführt – deshalb sollten Frauen, die sich vegan ernähren und stillen auf eine zusätzliche Vitamin B12-Versorgung achten.

Steigender B12-Bedarf mit zunehmendem Alter

Die benötigte Vitamin B12-Tagesmenge steigert sich langsam, bis sie im Alter von 15 Jahren dann beim Erwachsenenwert ankommt. Im Körper ist die Leber der zentrale Vitamin-B12-Speicher. Beim gesunden Erwachsenen enthält sie zwischen 2000 und 5000 Mikrogramm; das reicht aus, um eine eventuelle Unterversorgung über einige Jahre hinweg zu kompensieren. Das ist ein Grund, weshalb beispielsweise ein durch Ernährungsumstellung auftretender Mangel oft erst nach langer Zeit sichtbar wird.

Vitaminpillen und VItamin B12 gegen Mangel: nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen
Vitaminpillen: nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen (Foto Raysonho unter CC0 1.0)

Kann man Vitamin B12 überdosieren?

Eine Überdosierung von Vitamin B12 ist normalerweise ausgeschlossen: da das Vitamin wasserlöslich ist, wird überschüssiges Vitamin B12 über den Urin einfach wieder ausgeschieden. Laut Öko-Test verhalten sich die meisten Produkte „auch in hoher Dosierung vergleichsweise harmlos.“ Bei der Verabreichung mittels Spritze kann es bei Überdosierung allerdings zu allergischen Reaktionen kommen.

Halten Vitamin B12-Präparate was sie versprechen?

Darüber sind die Meinungen durchaus geteilt, zumal die im Handel befindlichen Vitamin B-Produkte nicht nur Vitamin B12 enthalten, sondern auch andere B-Vitamine. Laut Öko-Test war Vitamin B12 in allen 2009 getesteten Produkten in der richtigen Dosierung enthalten, während andere B-Vitamine oft in zu großen oder zu kleinen Mengen vorhanden waren.

Nicht alle Präparate sind Top

Im Vergleich der Vitamin B12-Präparate stand unter dem Strich nur drei Mal ein „gut“, elf Mittel fielen hingegen mit „mangelhaft“ oder gar „ungenügend“ durch. Laut Öko-Test enthalten beispielsweise die „Biovital Dynamic B12 Trinkfläschchen neben vier B-Vitaminen die Aminosäuren Glutamin und Serin, die als ‚wichtige Eiweißbausteine der Nervenzellen Konzentration, Gedächtnis und ein gesundes Nervensystem‘ unterstützen sollen. Allerdings: 0,1 Gramm Glutamin, die in einer Tagesdosis stecken, muten wie ein Witz an, wenn man bedenkt, dass im Nahrungseiweiß zirka fünf bis sieben Gramm der Aminosäure stecken.“

Packungstext und Wahrheit

Ähnlich verhält es sich bei der Wirkstoffdosierung in mehreren Produkten – und auch die Poesie mancher Hersteller verursachte bei Öko-Test ein leichtes Kopfschütteln: „Aussagen wie ‚unterstützt Zellfunktion von Nerven und Haut, unterstützt Konzentrationsfähigkeit, Aufrechterhaltung der mentalen und physischen Leistungsfähigkeit‘ sind so richtig wie nichtssagend.“

Fazit zu Vitamin B12

B12 ist eines der wichtigsten Vitamine für uns. Wer sich ausgewogen ernährt und dabei auch Lebensmittel tierischer Herkunft zu sich nimmt, muss sich darum in der Regel keine Sorgen machen.

Werdende Vegetarier und vor allem Veganer sollten von Selbstmedikation mit Vitaminpillen absehen, dafür ärztlichen Rat in Anspruch nehmen, sich regelmässig auf Vitamin-B12-Mangel testen lassen, das Vitamin B12 supplementieren und sich intensiv mit dem Thema Ernährung beschäftigen (was erfahrende Veganer meist auch tun). Dann müssen auch sie sich keine Sorgen machen.

Veganismus und Nachhaltigkeit

Argumentiert dieser Beitrag gegen Veganismus? Nein, und so wollen wir ihn auch auf keinen Fall verstanden wissen. Wir raten aus Gründen der Nachhaltigkeit dringend dazu, unseren Konsum von Fleisch und Produkten tierischen Ursprungs stark zu reduzieren!

Wir helfen hierbei aktiv mit Beiträgen wie 10 einfache Tipps für weniger tierische Produkte und vielen anderen, Bestenlisten zu vegetarischen und veganen Schnitzeln oder veganen Online-Shops sowie unzähligen veganen Rezepten, plus Informationen über TofuSeitanLupineQuorn,  Tempeh oder pflanzlichen Milchersatz und regelmässiger aktueller Berichterstattung zum Thema.

Doch wer rein vegan leben und gesund bleiben will, muß sich sehr bewusst ernähren – und es wäre aus unserer Sicht unverantwortlich, dies nicht deutlich zu machen, ganz ähnlich, wie das auch der Vebu tut.

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(34) Kommentare

  1. danke für den artikel. leider ist der sehr einseitig geschrieben. werden sie von der fleischlobby finanziert?
    auch den tieren wird b12 mit der nahrung zugeführt, damit genug dann im fleisch landet. warum also den umweg übers tier nehmen?

  2. Erstens wird nicht allen Tieren B12 zugeführt.
    Das macht man vor allem bei Tieren wie Schweinen und Hühnern.
    Das sind normalerweise Allesfresser, werden allerdings meist vegan gehalten, weil Soja und anderes Getreide einfach billiger ist.
    Folglich muß das B12 genauso sublimiert werden, wie bei jedem Veganer.
    Rinder können sich selbst über das Futter mit B12 versorgen.

    Zweitens finde ich den Artikel oben nicht einseitig geschrieben.
    Es wird über alle Aspekte berichtet.
    Auch wie man als Veganer für Ersatz sorgen kann.

    Aber es stimmt nun mal, daß man seinen B12 Bedarf von Natur aus über tierische Nahrungsmittel stillt.
    Natürlich steht es Dir frei, das anders zu machen und B12 künstlich zuzuführen, aber der normale Weg ist es nun mal nicht.

  3. Der natürliche Weg ist selbstverständlich nicht, Tieren ihre Muttermilch wegzunehmen. Vitamin B12 wird von Bakterien erzeugt. Tiere nehmen es meist mit der Nahrung auf. Das wäre auch beim Menschen der natürliche Weg, wenn wir nicht immer jedes Salatblatt penibel abwaschen würden, wodurch natürlich neben dem Dreck auch die Bakterien und eben auch das Vitamin B12 abgewaschen wird…
    Sehr informativ ist der Artikel nicht gerade und er passt und nicht so recht auf eine der Nachhaltigkeit verschriebenen Seite…

  4. „Der natürliche Weg ist selbstverständlich nicht, Tieren ihre Muttermilch wegzunehmen.“
    Wieso ist das nicht natürlich? Und wieso „selbstverständlich“? Hast Du auch Belege für diese Behauptungen?
    (Anmerkung: Die lapidare Unterstellung, etwas sei selbstverständlich, ist kein Beleg.)

    „Vitamin B12 wird von Bakterien erzeugt. Tiere nehmen es meist mit der Nahrung auf. Das wäre auch beim Menschen der natürliche Weg“
    Eben. Auch tierische Nahrung ist ja wohl Nahrung, die wir auf „natürlichem Weg“ aufnehmen.

    „Sehr informativ ist der Artikel nicht gerade und er passt und nicht so recht auf eine der Nachhaltigkeit verschriebenen Seite“
    Wenn Du einen Beitrag, der verschiedene Aspekte eines Sachverhalts beleuchtet, natürlich nur danach beurteilst, ob er voll und ganz Deine Dogmen bestätigt, dann wird das schon so sein. Oder… Du setzt Dich einfach mal hin, liest den Text mal wirklich und machst Dir mal Gedanken darüber, ob es nicht vielleicht doch sinnvoll sein könnte, eine Sache aus verschiedenen Blickwinkeln anzugehen. Man munkelt, das brächte den größeren Erkenntnisgewinn.

  5. Martin, es reicht eben nicht, das Gemüse ungewaschen zu essen.
    Manche Menschenaffen essen für den Zweck ihre eigene Kacke.
    Das ist jetzt nicht so mein Ding.
    Aber bitte, wenn Du meinst…

  6. WernerMax, von jemandem einen Beleg zu verlangen, dass das Wegnehmen von Muttermilch anderer Tiere mit darauffolgendem Konsum derselbigen unnatürlich ist, ist schon ziemlich lächerlich.
    Das ist, als würde ich sagen, man solle mir doch erst einmal beweisen, dass Wasser zwischen 0 und 100 °C flüssig ist.

    Aber davon abgesehen ist Natürlichkeit auch kein Argument, auf das sich die vegane Bewegung beruft, das wäre auch ein wenig schizophren…

  7. Ihr lieben, danke für den Artikel!
    allerdings wird weder Insulin noch Vitamin B12 intravenös verabreicht! In besonderen Fällen ist das möglich aber nur unter ärztlicher Überwachung. Vitamin B12 gibt man normalerweise intramuskulär oder subcutan.
    Bitte ändert das doch noch.
    Liebe Grüße,
    Christina (Ärztin aus Bochum)

  8. Liebe Kollegin,
    das wollte ich auch gerade schreiben, dann habe ich aber gesehen, dass Du das schon gemacht hast. Leider ist der Text immer noch falsch, ich hoffe, das wird noch geändert. Ich bin immer wieder erschrocken, wie leichtfertig Journalisten medizinische Sachverhalte falsch darstellen.
    Schöne Grüße,
    Frederic

  9. Ein Zahnarzt in meiner Nähe hat in einem Leserbrief einmal geschrieben: Daß Journalisten von einem Thema nur 50% verstehen, ist kein Problem. Das Problem ist, daß sie über die anderen 50% schreiben.

  10. Warum berichten Sie nicht von der Veganen Gesellschaft Deutschland (u.a. vegan magazin)? Es gibt inzwischen rein pflanzliches und hochwertiges Vit. B12 aus der Quecke! (u.a.: http://www.vegane-gesellschaft.org/ernahrung).
    Dieser Text entspricht nicht dem neuesten Erkenntnisstand!! Auch zum Ablauf der Kontrolluntersuchungen gibt es z.B. von der Albert Schweitzer Stiftung wesentlich
    verlässlichere Informationen (https://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/Infoblatt-Vitamin-B12-2016.pdf#utm_source=infoblatt-button&utm_medium=intern&utm_campaign=maxb) — Wir bitten um eine Antwort!!

  11. Wo steht in dem Link von der veganen-Gesellschaft etwas über die Quecke?
    Ich habe auf der ganzen Webseite nichts zum Thema Quecke gefunden.
    Ich habe im ganzen Netz nichts vernünftiges über B12 und Quecke gefunden.
    Wäre also dankbar für weitere Infos.

  12. Ich stimme dem Kommentar von Jürgen Kruse vollinhaltlich zu. Ich bin seit 30 Jahren Vegetarierin (ovo-lacto), ernähre mich ausgewogen, habe mich seit meiner Umstellung immer vielseitig informiert. Ich habe hervorragende Blutwerte, auch Vit B 12 und substituiere nicht.

  13. Wer an den Vitamin B12 Mythos mit seinen zahlreichen Widersprüchen glauben will, darf das tun. Schade nur um das unnötige Leiden, dass er/sie durch diesen Glauben verursacht. Diejenigen, die ahnen, dass es sich bei B12 um ein großes Geschäft und einen wissenschaftlichen Irrtum handelt, mögen den folgenden Artikel zum Thema lesen: „Mythos B12 – Wann ist das Spiel vorbei?“ http://vastevolution.blogspot.pt/2015/01/mythos-b12-wann-ist-das-spiel-vorbei.html

  14. Ein interessanter Artikel, der allerdings gleich mit einem Fehler anfängt – es gibt zwei Sorten von Cobalamin, nämlich Methylcobalamin und Cyancobalamin – das ist leider falsch.

  15. Wenn ich nur lese „Der Mensch ist anatomisch gesehen klar ein Pflanzenfresser/Frugivore.“, dann ist mir eines klar: Der Text ist für die Tonne und Weiterlesen ist Zeitverschwendung.

  16. Frage deinen Arzt ist die Lachnummer schlechthin, der hat mir Cyanocobalamin verschrieben, nachdem ich bei einem Mangel an roten Blutkörperchen nach diversen Irrungen auf B12-Mangel kam.

    Alles was ich darüber weiß, habe ich mir selbst beigebracht. Mit dem Wissen gehe ich zum Arzt und lasse z.B. Homocystein untersuchen (aus der eigen Tasche bezahlt). Wenn ich gut drauf bin, erkläre ich meinem Arzt weshalb ich das mache (völlig kostenlos), wenn nicht muß er dumm sterben.

    Leider bringt bei mir die Einnahme von Cyanocobalamin (ist in den meisten Tabletten) keine Besserung (die kann ich kiloweise einnehmen)

    Eine kostengünstige Methode ist für mich die Einnahme von Methylcobalamin in flüssiger Form (PZN: 9745204).

    5 Tropfen meines Präparates ergeben 10.000% des Tagesbedarfs.
    Die löse ich in einer 50ml Sprayflasche (etwa 1000 Pumpstöße) in Wasser und Alkohol.
    5×5 Pumpstöße auf den Tag verteilt unter die Zunge ergeben 250% am Tag.

    Damit habe ich meinen B12 Mangel beseitigt

    Zu dem Artikel:
    Spritzen geht, ist aber wesentlich teurer (aber mit Sicherheit nicht intravenös, und gleich in den Magen gelangt das B12 auch nicht). Sauerkraut hat auch geringe Mengen B12, aber nur wenn es nicht termisch konserviert wurde (also immer schön selbermachen)

    Nach meinem Kenntnisstand kann der Körper die im eigenen Darm produzierten B12 nicht aufnehmen, weil die Aufnahme am Anfang des Dünndarms passiert, während die Bakterien, die B12 produzieren erst dahinter tätig werden, deshalb fressen manche Pflanzenfresser auch Kacke.

    Was man mal wieder merkt ist, dass wir (die Experten eingeschlossen) so gut wie nichts über die Abläufe in unserem Körper wissen.

  17. Ja, in manchen Fällen sind die Ärzte leider wirklich absolut fehlinformiert.
    Bei uns auf dem Land besteht solcher Ärztemangel, daß keine Zeit mehr für den einzelnen Arzt bleibt, sich irgendwie auf dem neuesten Stand zu halten.
    Da wird es dann tatsächlich begrüßt, wenn sich der Patient selbst informiert und nur noch die notwendigsten Dienstleistungen abholt.
    Und wie ist es bei Dir zu dem B12 Mangel gekommen?

  18. Stimmt…das beste Kombi-Präparat ist eine ausgewogene Ernährung mit überwiegend pflanzlichen, aber auch tierischen Grundnahrungsmitteln.
    Die nehme ich jeden Tag zu mir und mir gehts bestens. 😉

  19. Warum dieses Rumgereite auf einem Arztbesuch? B12 ist ein Vitamin. Das nehme ich als Veganerin nicht ausreichend über die Nahrung auf. Ergo: Ich ersetze es. Mein Arzt und mein Arbeitgeber würden mir schön einen husten, wenn ich extra für die Feststellung dieses Zusammenhangs und/oder die Präparatauswahl in die Sprechstunde renne. Dass man B12 auch über die Munschleimhaut aufnehmen kann, musste ich meinem Arzt erst mit dem guten Bluttestergebnis „beweisen“. (Für ihn war das ein Beweis. Dass der Blutwert auch vom Depot in der Leber herrühren kann, wusste er nicht, hat er sogar abgestritten.)

    Ich halte es für gefährlich, den Arztbesuch so überzubetonen. (Bei einem schon vorliegenden Mangel ist der Arzt sicher nützlich, aber die Idee sollte doch sein, eben nicht auf den Mangel zu warten!) Bei Leuten, die ein Präparat nötig hätten und sich vll einseitig (d.h. nur hier) informieren, erhöht das nur unnötig die Hürde im Kopf und sie machen gar nichts.

    Und übrigens nur mal so als Feedback: Eine Zeit lang habe ich sehr gerne Utopia gelesen, aber mittlerweile kostet es mich echte Überwindung, mir eure Veganismus-Artikel anzutun, denn unterschwelliges Anti-Gerede habe ich im Alltag schon genug. „Veganer ernähren sich entweder ungesund oder unnatürlich und gehören in jedem Fall in ärztliche Obhut.“ So die Message dieses speziellen Textes. Fragt das Fleisch oder die Eier auf euren Tellern mal, wie „natürlich“ sie sind mit der Überzüchtung, den Medikamenten, dem Leben unter absoluter menschlicher Kontrolle, der Autofahrt zum Schlachthof, … Ganz schön dystopisch, finde ich.

  20. Hallo
    Meine Mutter hatte eine Magen-Totalentfernung aufgrund einer Krebserkrankung.
    Da kann man kein B12 mehr aufnehmen und wer erlebt hat, wie deppressiv und grummelig sie innerhalb von 4 Jahren ohne regelmäßige Substitution wurde….
    Also das ist ein wichtiges Vitamin und es wird und kann subcutan sehr einfach verabreicht werden, wird dann auch gut verträglich aufgenommen, muß aber regelmäßig erfolgen und nicht nur aufgrund von vorliegenden Laborwerten. Mancher braucht einfach mehr. Und wer Magen/Darmprobleme hat und zu Depression neigt, sollte da mal nachgehen.
    Und leider denke ich schon mitlerweile, dass mancher Vegetarier einfach zu wenig darauf achtet. So ungehalten wie viele auf Fleischesser reagieren…
    Jeder muß und soll selber entscheiden, was er Essen will.
    Aber dann auch kein Gejammere über diverse, durch Ernährung ausgelöste Erkrankungen. Vieles kann man 30 Jahre ungestraft machen, aber dann gibts oft Probleme, ob Rauchen, Essen oder Bewegungsmangel.

  21. „bei künstlich hergestelltem B12 auch das Gift Cyanid“ – bei Cyanocobalamin, dass in vielen Tabletten verarbeitet wird schon.

    Es gibt aber auch noch Adenosylcobalamin, Hydroxocobalamin und Methylcobalamin (PZN: 9745204) – die kommen auch natürlich vor und da ist kein Cyan drin.

    Weshalb in Mitteln zur Förderung der Gesundheit ganz oft die giftige Variante vorkommt, weiß die kaufmännische Abteilung