Fructosefreie Lebensmittel: Was du bei Unverträglichkeit essen kannst

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Bei einer Fruktose-Intoleranz solltest du auf möglichst fructosefreie Lebensmittel zurückgreifen. Hier erfährst du, welche Produkte du problemlos essen kannst und welche du meiden solltest.

Was ist Fruktose-Intoleranz?

Fruktose-Intoleranz ist eine spezielle Nahrungsmittelunverträglichkeit, bei der Betroffene fruktosehaltige Lebensmittel eingeschränkt oder gar nicht vertragen. Dies liegt daran, dass der Fruchtzucker nicht richtig verdaut werden kann. Dadurch kommt es zu Verdauungsproblemen, wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall.

Bei einer normalen Fruktose-Intoleranz musst du jedoch nicht völlig auf Fruchtzucker verzichten. In kleinen Mengen bereitet er in der Regel keine Probleme. Nur bei der seltenen Form der hereditären Fruktose-Intoleranz muss strikt auf jegliche Fruktose verzichtet werden.

Wie viel Fruktose genau vertragen wird, ist von Person zu Person unterschiedlich. Daher musst du austesten, wie dein Körper auf bestimmte Lebensmittel reagiert und dich mit einem Arzt oder Ernährungsberater absprechen.

Normalerweise versuchst du nach der Diagnose, erstmal so wenig Fruktose wie möglich aufzunehmen, um deinen Verdauungstrakt zu schonen. Danach kannst du die Fruktose-Zufuhr kontinuierlich steigern und in einem Ernährungstagebuch aufschreiben, wie du dich fühlst, nachdem du bestimmte Lebensmittel gegessen hast. Dein Verdauungssystem gewöhnt sich mit der Zeit immer mehr an Lebensmittel, die Fruktose enthalten. Teilweise verschwindet die Unverträglichkeit sogar wieder.

Fructosefreie Lebensmittel – Das kannst du essen!

Eine leckere Reispfanne mit fruktosearmen Gemüse ist eine schnelle und gesunde Mahlzeit, die kaum Fruktose beinhaltet.
Eine leckere Reispfanne mit fruktosearmen Gemüse ist eine schnelle und gesunde Mahlzeit, die kaum Fruktose beinhaltet.
(Foto: CC0 / Pixabay / Einladung_zum_Essen)

Gut verträglich sind in der Regel Lebensmittel, die einen sehr niedrigen Fruktose-Anteil haben oder in denen mindestens genau so viel Glukose wie Fruktose enthalten ist. Zu diesen Produkten zählen unter anderem:

Andere Produkte enthalten zwar etwas mehr Fruktose, aber in der Regel kannst du sie in Maßen ebenfalls gut vertragen:

Beachte: In der Karenzphase, also in der Schonphase nach der Diagnose, solltest du auch diese Produkte besser meiden. Wenn du beginnst, deine Fruktose-Zufuhr zu steigern, kannst du die Lebensmittel nach und nach in deinen Speiseplan integrieren.

Zudem hilft es, Früchte nicht pur zu essen, sondern in Kombination mit fructosearmen Lebensmitteln, wie Milchprodukten oder Getreide, zu verzehren.

Um deinem Darm die Verarbeitung der Fruktose zu erleichtern, kannst du außerdem deine Speisen mit etwas Traubenzucker süßen. Die Glukose erleichtert es deinem Verdauungssystem, den Fruchtzucker aufzunehmen. Wie viel Glucose du dabei zu dir nehmen musst, variiert je nach Lebensmitteln und deiner individuellen Toleranzgrenze. Du solltest es mit diesem Trick jedoch nicht übertreiben, da sich Traubenzucker in zu hohen Mengen schnell negativ auf deine Gesundheit auswirkt.

Fruktose-Intoleranz: Diese Lebensmittel solltest du meiden

Fruktose ist nicht nur in Früchten zu finden, sondern versteckt sich auch in vielen Getränken, Backwaren und Milchprodukten.
Fruktose ist nicht nur in Früchten zu finden, sondern versteckt sich auch in vielen Getränken, Backwaren und Milchprodukten.
(Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Zu Produkten, die bei einer Fruktose-Intoleranz nicht vertragen werden, gehören:

Auch viele Backwaren, wie Brot, Brötchen und Knäckebrot, können relativ stark gesüßt sein. Daher solltest du vor dem Verzehr die Inhaltsstoffe beziehungsweise Nährwertangeben ansehen. Das gilt ebenfalls für Joghurts oder Milchmixgetränke.

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(2) Kommentare

  1. Noch viel besser ist es die Unverträglichkeit behandeln zu lassen und dann wieder alles essen zu können. Wir haben das ganz toll hinbekommen mit der Hilfe vom Institut für Nahrungsmittelunverträglichkeiten Ärzte mbH in Hamburg.

  2. Vielen Dank für diesen sehr interessanten Artikel! Nachdem bei einer Cousine und zwei guten Freunden Fructoseunverträglichkeiten diagnostiziert worden sind, kenne ich mich seit einiger Zeit etwas mit dieser Thematik aus. Ich habe gelernt, dass der Fruchtzucker-Gehalt immer unterschiedlich ist und genau das ist der Grund, warum beispielsweise Honigmelonen keine Probleme darstellen. Das ist eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass einige denk ich generell beliebte Früchte wie Äpfel einen höheren Fructosegehalt haben. Was auch meine Cousine anfangs geärgert hat. Das heißt allerdings nicht, dass man pauschal auf Lebensmittel mit mehr als das tolerierte Fruchtzucker-Gehalt verzichten muss. Es gibt heutzutage Kapseln, die Fructose in Glucose umwandeln. Ich weiß beispielsweise von einem Medikament, das Fructosin heißt. Und dass man sich bei einer Unverträglichkeit an einen Arzt wenden sollte, liegt auf der Hand.