Sicheres Surfen: So bist du sicher im Netz unterwegs

Computer, Notebook, Webseite, Internet
Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos

Sicheres Surfen im Internet wird immer wichtiger, denn viele Webseiten sammeln immer mehr Daten von den Usern. Diese nutzen sie dann zum Beispiel für Werbung. Hier zeigen wir dir, wie du dich vor Datensammlern und Betrügern schützt.

Sicher surfen im Netz: Vergiss Google, Bing und Co.

Statt Google und Bing: Suchmaschine Metager
Statt Google und Bing: Suchmaschine Metager (Foto: Screenshot metager.de)

Schnell mal etwas googeln – der Suchmaschinenriese Google hat sich nicht nur in unserem Sprachgebrauch etabliert, sondern ist auch die am häufigsten genutzte Suchmaschine der Welt. Die Energiebilanz ist erschreckend: Eine einzige Google-Suchanfrage verbraucht 0,3 Wattstunden. Mit der Energie von 100 Suchanfragen könnte man schon ein Hemd bügeln. Zwar will Google zunehmend auf grünen Strom setzen und ab Ende 2017 ausschließlich Ökostrom nutzen, doch der hohe Energieverbrauch bleibt.

Außerdem sammelt Google von seinen Nutzern unzählige Daten zu Werbezwecken. Wer etwas ins Suchfenster eingibt, wird von Google verfolgt: Google protokolliert welche Seite du öffnest und wertet die Daten aus.

Dabei gibt es viele gute Alternativen zu Google. Neben den bekannteren Alternativen DuckDuckGo und ecosia.org ist besonders MetaGer interessant, wenn du anonym und sicher surfen möchtest.

MetaGer ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Server in Deutschland stehen und deutschem Datenschutz unterliegen.

  • Die Suchmaschine bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie Google: Webseiten, Nachrichten, wissenschaftliche Artikel und eine Karte können nach einem Schlagwort durchsucht werden.
  • Die IP-Adresse wird nicht gespeichert.
  • Es gibt keine Cookies oder Tracking-Tools, die deine Bewegung im Netz verfolgen.
  • Die Suchergebnisse werden anonym geöffnet: Der Webseitenbetreiber erfährt nicht, wer du bist und von wo du seine Seite aufrufst. Auch Folgeklicks anonymisiert die Suchmaschine.
  • MetaGer läuft mit 100 Prozent CO2-neutral mit Ökostrom.

Fazit: MetaGer ist eine der wenigen Suchmaschinen, die sowohl höchste Datenschutzstandards, als auch auf Ökostrom setzen.

Firefox oder Chrome – so surfst du sicherer

Sicherer surfen mit dem Avira Scout Browser
Sicherer surfen mit dem Avira Scout Browser (Foto: Screenshot / Avira.com)

Eine sichere Suchmaschine hilft dir nur, wenn du auch einen sicheren Browser hast. Die meisten verwenden Google Chrome oder Mozilla Firefox. Doch gerade Google Chrome steht immer wieder in der Kritik, die Verläufe seiner Nutzer zu speichern und auszuwerten.

Dies schreibt Google auch ganz offen in seinen Datenschutzrichtlinien, denen jeder Nutzer zustimmen muss. Doch nur wenige lesen sich den langen Text auch durch – ablehnen kann man sowieso nicht. Auch Firefox sammelt Daten, allerdings nur anonymisiert und zur „Produktentwicklung„. In Sachen Datenschutz gilt Firefox daher auch als etwas sicherer, als Chrome. Doch es gibt auch hier eine bessere Alternative:

Der Avira Scout Browser sammelt keine Daten, sondern schützt sogar noch vor dem Tracking anderer Seiten.

  • Der Scout Browser deaktiviert Cookies von Webseiten, die dich im Netz verfolgen wollen.
  • Da Avira sich auf Virenschutz spezialisiert hat, kommt das auch beim Browser nicht zu kurz: Öffnest du versehentlich eine Webseite, die für viele Viren bekannt ist, blockiert der Browser die Seite automatisch.
  • Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagram verfolgen ihre Nutzer schon lange auch auf anderen Seiten. Denn alle Webseiten, auf denen du für Beiträge ein Like hinterlassen kannst, protokollieren für Facebook deine Spuren im Netz. Auf solche Seiten weist dich der Scout Browser rechtzeitig hin.

Fazit: Mit dem Scout Browser hast du eine sichere Alternative zu Chrome und Firefox. Denn deine Daten solltest du nicht großen US-Unternehmen geben, sondern sicher bei dir behalten. Am besten nutzt du den Browser in Kombination mit der Suchmaschine MetaGer.

Surfen im privaten Modus – wie sicher ist das?

Surfen im privaten Modus - ist das sicher?
Surfen im privaten Modus – ist das sicher? (Foto: Screenshot Google Chrome / Utopia)

Wenn du weiterhin mit Firefox oder Chrome surfen möchtest, dann am besten im privaten / abgesicherten Modus. Diesen findest du immer über das Menü-Icon nach Start des Browsers. Der private Modus öffnet beim Start immer das Programm, als ob du es gerade zum ersten Mal verwenden würdest. Gespeicherte Daten von früherem Surfen gibt es nicht. Trotzdem legen die Browser auch im privaten Modus eine Chronik an. Im Unterschied zum normalen Modus wird diese aber gelöscht, sobald du das Fenster schließt.

5 kleine Tipps mit großer Wirkung: von Online-Banking bis zu sozialen Netzwerken

Statt Tracking bei Amazon: fair und nachhaltig bei Avocadostore einkaufen
Statt Tracking bei Amazon: fair und nachhaltig bei Avocadostore einkaufen (Foto: Screenshot avocadostore.de)
  • Betrüger lassen sich inzwischen einiges einfallen, um dich in die Falle zu locken. Zum Beispiel bauen sie ganze Webseiten nach, damit du sie für echt hältst und deine privaten Daten eingibst. Das passiert schnell, wenn du dich etwa einmal beim Eingeben der Webseite vertippst. Prüfe deshalb bei allen Seiten mit sensiblen Daten genau die Internetadresse.
  • Noch mehr Vorsicht gilt bei Online-Banking: Alle Banken benutzen verschlüsselte Webseiten. Achte darauf, dass sich ein grünes Schloss in der Adresszeile befindet. Dieses zeigt dir an, dass die Seite verschlüsselt ist. Außerdem beginnt die Internetadresse mit „https“.
  • Achte in sozialen Netzwerken darauf, wer welche Informationen sehen darf. Ob Facebook oder Snapchat – überall kannst du genau einstellen, wer Bilder und Informationen über dich sehen kann.
  • Bevor du auf einen Link klickst, prüfe ihn genau: Der angezeigte Text muss nicht identisch mit der Link-Adresse sein. Denn wohin dich der Link leitet, siehst du nur unten am Bildschirmrand.
  • Bei der Shopping-Tour im Internet stößt du hin und wieder auf Amazon. Allerdings merkt sich Amazon jedes Produkt, sammelt diese Daten und wertet sie aus. Wir empfehlen deshalb ökologische, faire und nachhaltige Shops wie avocadostore.de oder memolife.de.

Sicher mit dem Handy surfen

Nicht nur am Computer kannst du mit einigen Tricks schnell für mehr Sicherheit sorgen. Auch am Smartphone solltest du auf Datenschutz und Privatsphäre achten.

  • Über deine mobile Datenverbindung zu surfen, ist grundsätzlich sicherer als öffentliche WLAN-Hotspots. Vor allem in Cafés, Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Gefahr, dass deine Daten heimlich ausgelesen werden. Selbst vermeintlich sichere WLAN-Netzwerke, wie in Universitäten oder kleinen Unternehmen sind nicht immer sicher. Im Zweifelsfall solltest du auf eine VPN-App setzen. Die verschleiert die Daten.
  • Auch die mobilen Browser Firefox und Chrome haben einen privaten Modus. Wer noch privater surfen will, kann zur App „Cliqz“ (auch für iPhones verfügbar) greifen. Der Browser aus Deutschland schützt vor Tracking und verhindert, dass Webseiten persönliche Daten erfahren.

Weiterlesen bei Utopia:

Schlagwörter:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.