7 Knollen und Wurzeln, die man jetzt essen sollte

Wintergemüse: Wurzeln und Knollen
Foto: Colourbox.de

Im Winter beschleicht einen regelmäßig das Gefühl, dass kaum etwas wächst. Dabei vergisst man oft die vielen nährstoffreichen Wurzeln und Knollen, die während der Wintermonate Saison haben. Diese 7 zeigen, dass der Winter bunter ist, als man denkt.

Schwarzwurzel – der Winterspargel

Schält man die schwarzen Stangen, sehen sie aus wie weißer Spargel, die Schwarzwurzel wird deshalb auch gerne Winterspargel genannt. Sie schmeckt würzig und leicht nussig, ihre Konsistenz ähnelt der von Karotten oder Pastinaken. Von Oktober bis April bekommt man sie vor allem auf Wochenmärkten und in Gemüseläden, aber auch in manchen Supermärkten. Kaufen sollte man nur unversehrte Wurzeln; gebrochene trocknen schnell aus und werden hart. Die Schwarzwurzel ist reich an Nährstoffen wie Calcium und Phosphor; dank des hohen Ballaststoffgehalts ist sie zudem sehr figurfreundlich und gut für die Verdauung.

Die Zubereitung der Schwarzwurzel ist ein wenig aufwendiger:  sie muss gut gebürstet und roh mit einem Sparschäler geschält werden. Hier am besten Handschuhe tragen, denn der klebrige milchige Saft, der austritt, hinterlässt dunkle Flecken auf der Haut und auf Textilien. Die Wurzeln kann man anschließend garen. Sie schmecken in Salaten, Risotto oder als Teigtaschenfüllung oder wie Spargel mit geschmolzener Butter und Pellkartoffeln.

Schwarzwurzel: Knollen und Wurzeln im Winter
Schwarzwurzel (Foto: Colourbox.de)

Karotten: gut für Haut und Sehkraft

Ob roh, gebraten gekocht oder püriert, Karotten schmecken eigentlich immer und sind noch dazu gesund: Das reichlich enthaltene Betacarotin, die Vorstufe von Vitamin A, wirkt sich positiv auf unser Sehvermögen und das Wachstum unserer Haut aus. Damit man es optimal aufnehmen kann, isst man Karotten am besten gekocht und noch besser zusammen mit etwas Fett. Daneben enthalten Karotten auch noch kleinere Mengen Eisen, Kalium und Calcium. Geerntet werden die Wurzeln von März bis Dezember. Im Januar und im Februar bekommt man sie aus Lagerung.

Übrigens: Dass sich das Betacarotin auch auf die Farbe unserer Haut auswirkt, stimmt zwar, um einen dunkleren Teint zu bekommen müsste man allerdings etwa fünf Kilo Karotten am Tag verzehren.

Topinambur – unterschätzte Vitaminbombe

Topinambur kommt ursprünglich aus Amerika und wird heute überwiegend in Südfrankreich angebaut. Das Gewächs ist eine Sonnenblumenart, an deren Wurzeln sich die bizarr geformten Knollen bilden. Diese sind etwas schwer zu schälen, können dafür aber auch roh und ungeschält verzehrt werden.

Das Knollengemüse wird oft als unliebsames Unkraut angesehen, denn ist es einmal im Boden wird man es nur schwer wieder los. Dabei schmeckt es nicht nur lecker, es ist auch eine wahre Nährstoffbombe: die Knolle enthält viel Eiweiß, Kalium, Calcium, Phosphor und die Vitamine A, B und C und ist zudem reich an Ballaststoffen und Eisen.

Topinambur wird von Oktober bis März geerntet und am besten frisch verzehrt und verarbeitet: in Cremesuppen, Sauce, Gemüseauflauf, Gratin oder Püree. Aufgrund der dünnen Schale ist die Knolle nur wenige Tage im Kühlschrank haltbar.

Topinambur: Knollen und Wurzeln im Winter
Topinambur (Foto: „Jerusalem Artichokes“ von allispossible.org.uk unter CC-BY-2.0)

Pastinaken: mildes Wintergemüse

Alte Gemüsesorten sind wieder im kommen, so auch die Pastinaken. Sie gehörten früher zu den Grundnahrungsmitteln, wurden zwischendurch von ertragreicheren Gemüsesorten verdrängt und haben mittlerweile ihren Weg auf unsere Teller zurückgefunden: In Eintöpfen und Suppen, als Gratin, im Salat oder als Ofengemüse.

Die Knolle schmeckt mild und ist besonders für empfindliche Mägen und als Babynahrung geeignet. Zubereiten kann man sie ganz einfach wie Karotten. Am besten isst man sie mit Schale, denn hier stecken die meisten Nährstoffe drin: viel Vitamin C und Mineralstoffe. Geerntet werden die Wurzeln ab September, Saison haben sie den ganzen Winter über – Pastinaken zählen zu den wenigen Gemüsesorten, die durch Frosteinwirkung milder und süßer werden.

Steckrübe – unbeliebtes Superfood

Die Steckrübe war besonders in Kriegs- und Notzeiten der einzige Kohlenhydrat-Lieferant für Mensch und Tier – und deshalb lange von unserem Speiseplan gestrichen. Dass sie zu Unrecht einen eher schlechten Ruf haben, wissen sogar Sterneköche. Steckrüben schmecken mild und leicht süßlich und machen sich besonders gut als Suppe, Püree oder 30 bis 40 Minuten in Salzwasser oder Brühe gegart. Beim Kauf gilt: Je kleiner die Rübe, desto zarter und frischer schmeckt sie.

Auch die Steckrübe könnte als regionales Superfood durchgehen, sie enthält viel Eiweiß, Betacarotin, die Vitamine B1, B2 und C und reichlich Mineralstoffe. Geerntet wird sie im Oktober und November, danach gibt es sie aus Lagerung.

Steckrüben: Knollen und Wurzeln im Winter
Steckrüben (Foto: „Swede“ von Nick Saltmarsh unter CC-BY-2.0)

Kartoffeln: der Klassiker unter den Knollen

Die bekannteste und damit beliebteste Knolle ist wohl immer noch die Kartoffel. Die vielseitig einsetzbare Knolle gehört zu den Grundnahrungsmitteln; dank vieler Nährstoffe und der Mischung verschiedener Ballaststoffe ist sie sehr gesund.

Geerntet werden Kartoffeln von Mai bis Oktober, das restliche Jahr kommen sie aus Lagerware. Dabei sollte man hier unbedingt zu Bio-Kartoffeln greifen: Bei der konventionellen Lagerung werden flüssige Herbizide eingesetzt, die das natürliche Auskeimen der Kartoffel verhindern. Die Mittel sind keineswegs harmlos und gehen zu einem kleinen Teil auch von der Schale ins Fruchtfleisch über. Bei Bio-Ware dürfen solche Keimhemmer nicht benutzt werden.

Rote Bete – die bunte Salatzutat

Rote Bete ist ein wahres Superfood: Reich an Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure wirkt sie blutreinigend, entsäuert den Organismus, senkt den Blutdruck und regt den Stoffwechsel an. Die heimische rote Knolle  schmeckt aromatisch erdig und leicht säuerlich, je nach Zubereitungsart. Roh im Salat schmeckt sie besonders in Kombination mit Äpfeln. Gekocht ist sie eine herrliche Zutat im Couscous oder eine leckere Beilage für deftige Speisen. Zur Zubereitung trägt man am besten Handschuhe, da der Saft stark abfärbt.

Die heimische Rübe hat von September bis März Saison. Kaufen sollte man am besten die eher kleineren Knollen, große, dicke sind oftmals holzig.

In unserem Saisonkalender für Februar findest du weitere Gemüsesorten, die du im Winter regional bekommst.

Saisonkalender Übersicht Februar

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(1) Kommentar

  1. Seit dem wir bei der solidarischen Landwirtschaft mitmachen, haben wir auch viele dieser Gemüsesorten bekommen und man Leckeres daraus machen. Ich kann es nur weiterempfehlen!

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