Kochen mit Kindern: Tipps und Inspirationen

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Kochen mit Kindern macht nicht nur Spaß, sondern schult auch ihr Gespür und ihre Wertschätzung für die einzelnen Zutaten und die fertigen Gerichte. Hier erfährst du, was du dabei beachten solltest und welche Rezepte besonders gut geeignet sind.

Kinder interessieren sich oft schon früh für alle möglichen Prozesse, die in der Küche ablaufen. Sie sind fasziniert von Zutaten, Küchengeräten und beobachten gespannt, wie sich Lebensmittel durch Kochen, Backen & Co. verändern und schließlich ganze Gerichte ergeben.

Dieses Interesse kannst du aufgreifen, indem du Kinder so früh wie möglich in die Herstellung von Mahlzeiten einbeziehst. Dadurch lernen sie verschiedene Lebensmittel kennen, entwickeln Freude am Kochen und eine höhere Wertschätzung für ihr Essen.

Kochen mit Kindern: Das solltest du beachten

Achte darauf, dein Kind auf gefährliche Utensilien aufmerksam zu machen oder sie vorher zu entfernen.
Achte darauf, dein Kind auf gefährliche Utensilien aufmerksam zu machen oder sie vorher zu entfernen. (Foto: CC0 / Pixabay / severyanka)

Um das Kochen möglichst angenehm zu gestalten und Unfälle zu vermeiden, solltest du dabei ein paar Hinweise beachten:

  • Gerade für Kinder ist es angesichts der vielen interessanten Küchenutensilien leicht, sich zu verletzen. Bevor du mit dem Kochen beginnst, solltest du ihnen deshalb genau erklären, welche Geräte tabu sind. Sorg außerdem dafür, dass sich gefährliche Utensilien, die ihr nicht braucht, gar nicht erst in Reichweite befinden.
  • Je nach Alter und individuellen Voraussetzungen des Kindes solltest du entscheiden, ob es bereits beim Schneiden von Gemüse, Obst & Co. helfen darf. Ist dies der Fall, kannst du spezielle Kindermesser mit Schneideschutz kaufen, um Unfällen vorzubeugen.
  • Fang mit einfachen Gerichten an, von denen du weißt, das sie funktionieren und deinem Kind auch schmecken werden. Erreicht ihr am Ende nicht das erwünschte Resultat, kann es sonst passieren, dass sich Kinder entmutigt fühlen und die Lust am Kochen verlieren.
  • Nimm dir Zeit, deinem Kind während des Kochens spielerisch etwas über die unterschiedlichen Lebensmittel beizubringen. Du kannst zum  Beispiel erzählen, wann eine Gemüsesorte Saison hat, wo sie angebaut wird oder warum sie besonders gesund ist. Verpackst du diese Informationen in eine lustige Geschichte, hat dein Kind nicht nur mehr Spaß am Zuhören, sondern kann sie sich auch besser einprägen.

Herzhafte Gerichte: Diese eignen sich für Kinder

Beim Kochen mit Kindern solltest du auf einfache und bewährte Grundrezepte setzen, die ihr dann nach Belieben verfeinern könnt.
Beim Kochen mit Kindern solltest du auf einfache und bewährte Grundrezepte setzen, die ihr dann nach Belieben verfeinern könnt. (Foto: CC0 / Pixabay / laterjay)

Welche Gerichte du zubereitest, hängt von den Vorlieben deines Kindes ab. Einige typische Rezepte sind besonders gut geeignet und schmecken typischerweise vielen Kindern. (Die Rezepte sind verlinkt):

  • Pasta: Ein einfaches Nudelgericht mit einer leckeren Soße ist fast immer ein Erfolg und daher besonders für den Einstieg ins Kochen geeignet.
  • Pizza: Schon bei der Zubereitung des Pizzateiges kannst du dein Kind mit abwiegen, mischen und kneten lassen. Besonders viel Spaß haben Kinder beim Belegen der Pizza. Hier können sie selbst auswählen, welche Lebensmittel sie essen möchten und sie nach Herzenslust auf der Pizza verteilen.
  • Salate: Diese eignen sich besonders, wenn dein Kind das Gemüse bereits mitschnippeln kann. Auch hier besteht der Vorteil darin, dass ihr kein festes Rezept befolgen müsst, sondern selbst nach Belieben verschiedene Zutaten kombinieren könnt. Ist dein Kind kein großer Fan von Gemüse, kannst du es mit Hilfe von Nudelsalaten langsam an einige Sorten heranführen.

Kochen mit Kindern: Süße Ideen

Süße Rezepte für Kuchen, Kekse & Co. machen Kindern oft besonders viel Spaß.
Süße Rezepte für Kuchen, Kekse & Co. machen Kindern oft besonders viel Spaß. (Foto: CC0 / Pixabay / Skitterphoto)

Süße Rezepte bereiten Kindern meist gleich doppelt so viel Freude. Um die Gerichte dennoch etwas gesünder und zuckerärmer zu gestalten, kannst du die Zuckermengen in Backwaren etwas reduzieren oder durch natürlichen Fruchtzucker aus Bananen, Trockenfrüchten oder Apfelmark ersetzen. Fügst du zudem etwas Vollkornmehl hinzu, enthalten sie zudem mehr Ballast- und Mineralstoffe, sowie Vitamine.

  • Kuchen, Kekse & Co.: Die Zubereitung einfacher Backwaren macht Kindern oft besonders viel Spaß. So können sie Zutaten verrühren, vom Teig naschen, Keksformen ausstechen und die fertigen Backwaren mit Zuckerguss, Schokoraspeln & Co. dekorieren. Ideen für einfache und etwas gesündere Kuchen findest du hier: Kuchen für Kinder: 3 gesunde Rezepte
  • DIY-Eisbecher: Als ein einfaches Dessert kannst du Kleinkindern eine Portion Vanilleeis und dazu verschiedene mögliche Toppings reichen. So kann dein Kind auswählen, mit welche Zutaten es seine Eis-Portion verfeinern will und diese anschließend verrühren. Als Toppings kannst du zum Beispiel Schokoraspel, Früchte, Nüsse, Apfelmus oder Marmelade reichen. Als gesündere Variante kannst du das Basis-Eis auch aus gefrorenen Früchten und eventuell etwas Joghurt im Mixer selbst herstellen.
  • Frucht-Schoko-Spieße: Dafür kannst du gemeinsam mit deinem Kind einige Obstsorten, wie Bananen, Äpfel, Erdbeeren, etc. in Stücke schneiden und auf einem Holzspieß aufspießen. Bring anschließend etwas Schokolade im Wasserbad zum Schmelzen. Nun kann dein Kind die Früchte in die Schokolade tauchen und beobachten, wie sie langsam wieder fest wird.

Rezept-Idee: Auflauf mit Kartoffelbrei

Kartoffelbrei ist ein beliebtes Kindergericht. In diesem Rezept wird es als Auflauf etwas abgewandelt.
Kartoffelbrei ist ein beliebtes Kindergericht. In diesem Rezept wird es als Auflauf etwas abgewandelt. (Foto: CC0 / Pixabay / 422737)

Kartoffelbrei gilt als beliebtes und einfaches Kindergericht. Mit einigen weiteren Zutaten im Ofen gebacken, kannst du ihn etwas innovativer gestalten. Kindern macht es oft besonders viel Spaß, verschiedene Zutaten in der Auflaufform zu stapeln und Kartoffeln zu zerdrücken.

Für einen Auflauf brauchst du:

So geht’s:

  1. Wasche die Kartoffeln und schäl sie nach Belieben. Koch sie anschließend in ausreichend Salzwasser für 20 bis 30 Minuten.
  2. Gieß das Wasser ab und zerdrück die Kartoffeln mit einem Stampfer oder gib sie durch eine Kartoffelpresse.
  3. Gib Majoran, Salz, Frischkäse und Kräutern zu der Kartoffelmasse und verrühr alles gut miteinander.
  4. Schäl die Zwiebeln und hack sie klein.
  5. Erhitze das Öl in einer Pfanne und brate die Zwiebeln für circa fünf Minuten an.
  6. Putz die Champignons und schneid sie in Viertel oder Scheiben. Gib sie anschließend mit in die Pfanne und brate sie für weitere drei bis vier Minuten an.
  7. Gib die Kartoffelmasse in eine Auflaufform und verteil anschließend das gebratene Gemüse darüber.
  8. Streu abschließend die Sonnenblumenkerne über den Auflauf.
  9. Gib den Auflauf nun für circa 20 Minuten bei 180 Grad Celsius Umluft in den Ofen. Dekorier ihn anschließend mit der frischen Petersilie.

Tipp: Da Champignons unter Kindern durchaus ein umstrittenes Gemüse ist, kannst du diese auch durch andere Gemüsearten ersetzen, etwa gekochte Möhren, Spinat, Tomaten, etc. Dabei kannst du dich auch nach der jeweiligen saisonalen Verfügbarkeit richten. Willst du wissen, welche Gemüse- und Obstsorten in einem Monat regional erhältlich sind, kannst du den Utopia-Saisonkalender nutzen.

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(1) Kommentar

  1. Oje, Eure Ratschläge sind wunderbar geeignet aber auch jedem Kind den Spaß am Kochen zu verderben. Erst mal ein Vortrag, was man alles nicht darf (dieses Messer ist tabu, die Reibe darfst du nicht, der Herd ist heiß…), dann den Kindern Werkzeuge geben, die nicht gut funktionieren (ein Messer muss schneiden, und wenn es das nicht tut, dann macht das Schneiden keinen Spaß) und dann natürlich immer die Ansage (jetzt tu dies und jetzt tu das). Und die Empfehlung Fruchtzucker ist ja völlig daneben. Entweder kein Zucker, weil die Banane ja süßt oder eben weniger Zucker.