Pflanzenmilch als Milchersatz: Die besten pflanzlichen Alternativen zu Kuhmilch

Foto: nadianb / stock.adobe.com

Vieles spricht für pflanzlichen Milchersatz. Zum Tag der Pflanzenmilch am 22.8. stellen dir die besten pflanzlichen Alternativen zu Milch vor: Hafermilch, Mandelmilch, Sojamilch, Getreidemilch … Außerdem zeigen wir dir, welche Pflanzendrinks für Kaffee, Müsli oder zum Kochen taugen.

Im Beitrag 5 Argumente gegen Milch sprechen wir schwere Fragen an: Ist Kuhmilch eher ungesund als gesund? Ist sie ethisch vertretbar? Wieso „brauchen“ wir angeblich Kuhmilch, wenn in Wirklichkeit ein Großteil der Weltbevölkerung lak­to­se­in­to­le­rant ist?

Milch zu kaufen ist nur noch für wenige eine Selbstverständlichkeit, über die man mal nachdenken kann. Doch jeder kann auch einfach mal anfangen, eine der pflanzlichen Milch-Alternativen auszuprobieren. Denn es gibt viel mehr als nur eine!

Hafer-Pflanzenmilch: regionaler Milchersatz

Hafermilch
Hafermilch vom Hofgut Storzeln

Manchem gilt heute Hafermilch als bester Milchersatz, sowohl geschmacklich als auch aus nachhaltiger Sicht. Im konventionellen Supermarkt gibt es Hafermilch noch nicht immer, in Bioläden, Biosupermärkten und Reformhäusern findest du eine große Auswahl (etwa Alnatura, Provamel, Natumi, dm Bio, Hofgut Stoerzeln). Seltener als Hafermilch findet man auch Dinkelmilch und Hirsemilch.

Hafermilch empfiehlt sich als Milchersatz, weil sie keine Laktose, kein Milcheiweiß und keine Sojabestandteile enthält. Allerdings enthält Hafermilch Gluten und ist auch ziemlich kalorienhaltig. (allerdings weniger als Kuhmilch). Zugleich ist Hafermilch als Milchalternative ziemlich arm an Nährstoffen und Proteinen.

Für Hafermilch spricht seine gute Ökobilanz. Der Anbau kommt meist ohne Herbizide aus, es gibt viel Hafer aus Bio-Anbau. Hafer kann bei uns zudem aus regionalem Anbau kommen – ob das im einzelnen immer der Fall ist, muss man bei jedem Produkt natürlich selbst prüfen. Der Haferdrink von Hofgut Storzeln (s. Bild) kommt zum Beispiel vom Bodensee. Bei Ökotest bekam viele Hafermilchprodukte ein „sehr gut“.

Geschmack: Bei der Herstellung wird Getreidestärke in Zucker umgewandelt – darum schmeckt Getreidemilch auch ungezuckert leicht süßlich. Hafermilch, Dinkel- und Hirsedrinks eignen sich als Kuhmilch-Ersatz zum Kochen und Backen. Ihre Süße macht sich außerdem gut im Müsli – genau wie Reismilch. Hafermilch schmeckt im Kaffee zwar etwas getreidig, aber eigentlich sehr angenehm.

Worauf achten? Achte bei Hafermilch auf das EU-Bio-Siegel, besser noch Siegel namhafter Bio-Anbauverbände wie z.B. Bioland. Achte auf Angaben zur regionalen Herkunft, idealerweise Deutschland oder wenigstens EU. Viele Hersteller setzen Getreidemilch Calcium oder andere Inhaltsstoffe zu, auch hier signalisiert das Bio-Siegel, dass die Zusätze im vernünftigen Rahmen bleiben.

Beispiele:

  • Oatly Bio Haferdrink (erhältlich** bei Rewe)
  • Allos Hafer Drink Naturell Bio (erhältlich** bei vekoop)
  • Provamel Haferdrink ohne Zucker Bio (erhältlich** bei vekoop)

Preis: ca. 1 bis 3 Euro pro Liter
Mehr Infos: Alles über Hafermilch – Hafermilch selber machen: einfaches Rezept

Alles über Hafermilch als Milchersatz

Mandelmilch: die geschmackvolle Milchalternative

Milchersatz: Mandelmilch
Milchersatz: Mandelmilch (Foto: © Provamel)

Mandelmilch ist in den USA längst Trend, auch bei uns ist sie als Milchersatz schon fast so populär wie Sojamilch. Zu kaufen gibt es Mandelmilch in den meisten Bioläden und Reformhäusern. Seltener gibt es auch andere Milch-Alternativen aus Nüssen, zum Beispiel Haselnussmilch oder Cashewmilch.

Mandelmilch enthält im Vergleich zu Kuh- und Getreidemilch nur sehr wenig Eiweiß und auch kaum Calcium. Dafür bietet Mandelmilch reichlich Spurenelemente, Vitamine und relativ wenig Fett.

Zusammengenommen sind Mandeldrinks eine durchaus gesunde Milchalternative. Im Vergleich dazu ist Haselnussmilch fett, nämlich ebenso fett wie Kuhmilch.

Geschmack: Mandelmilch gilt als hervorragender Milchersatz beim Backen. Das leicht nussige Aroma bereichert je nach Geschmack auch jedes Müsli. Im Kaffee neigt Mandelmilch zur flockigen Konsistenz, wir raten eher ab. Haselnussdrinks sind vielleicht mehr eine Alternative zu Kakao als zu Milch: Sie schmeckt pur schön nussig, ist dafür aber längst nicht so zuckrig (außer mit Zuckerzusatz).

Worauf achten? Besonders nachhaltig ist Mandelmilch nicht: Mandeln brauchen viel Wasser, die Anbaugebiete liegen in trockenen Regionen, die Transportwege sind lang. Betrachte es als Lebensmittel, nicht als Getränk. Achte unbedingt auf Bio-Produkte, etwa von Alnatura, dm Bio, Provamel. Vorsicht: Nuss- und Mandelmilch wird manchmal Zucker zugesetzt!

Beispiele:

  • Provamel Mandel Drink ungesüßt Bio (erhältlich** bei vekoop)
  • Soyatoo Milli Mandel-Drink Bio (erhältlich** bei vekoop)
  • Allos Mandel Drink Bio (erhältlich** bei vekoop)

Preis: ca. 2,50 Euro pro Liter Mandelmilch oder Haselnussmilch
Mehr Infos: Alles über Mandelmilch

Alles über Mandelmilch als Milchersatz

Sojamilch: der klassische Milchersatz

Milchersatz: Sojamilch
Bio-Sojamilch von Alnatura (Foto: © Alnatura)

Sojamilch ist die bekannteste Milch-Alternative, aber auch eine sehr umstrittene. In Bio-Läden und Reformhäusern gibt es Sojadrinks bei uns schon seit vielen Jahren, inzwischen findet man Sojamilch auch in jedem Supermarkt und in Drogeriemärkten. Sie dienen vielen, die vegan leben wollen, als Eiweiss-Lieferant.

Sojadrinks enthalten gesunde Stoffe wie Folsäure und pflanzliche Proteine – und kein Cholesterin. Allerdings ist der Gehalt an Calcium geringer als bei Kuhmilch, darum bieten die meisten Hersteller inzwischen Sojamilch mit zugesetztem Calcium an. Strittig sind „Isoflavone“- pflanzliche Hormone, die dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln. In Asien glaubt man, dass sie vor Krebs schützen und gegen Beschwerden in den Wechseljahren helfen. Hierzulande spricht man vorsorglich von einer „unklaren Wirkung“ und das Bundesinstitut für Risikoforschung rät, Säuglingen und Kleinkindern keine Sojamilch zu geben. Mehr im Beitrag Sojamilch und Kuhmilch im Vergleich – was ist gesund?

Geschmack: An Sojamilch pur scheiden sich die Geister. Die einen schätzen den getreidigen, teils auch nussigen Geschmack, den anderen schmeckt Sojamilch zu penetrant nach Bohnen. Häufig gelobt wird Sojamilch als Ersatz im Kaffee – auch weil man sie gut aufschäumen kann. Viele Hersteller haben süße Sojadrinks in den Geschmacksrichtungen Vanille und Kakao im Programm. Es gibt auch Soja-Joghurt.

Worauf achten? Etwa die Hälfte des weltweit produzierten Sojas stammt aus Südamerika. Vor allem in Brasilien und Argentinien werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt, um Platz für die Sojaproduktion zu schaffen. Wir empfehlen deshalb nur Sojamilch mit Soja aus Europa. Das Bio-Siegel schützt zudem vor Gentechnik.

Beispiele:

  • Natumi Soja Drink Bio (erhältlich** bei purenature)
  • Provamel Sojadrink Calcium Bio (erhältlich** bei alles-vegetarisch)
  • Soyatoo Milli Natural Sojakeim-Drink Bio (erhältlich** bei vekoop)

Preis: ca. 1 Euro pro Liter Sojamilch
Mehr Infos: Alles über SojamilchKuh- und Sojamilch im Vergleich

Alles über Sojamilch als Milchersatz

Pflanzenmilch aus Getreide

Noch eine Alternative zu Kuhmilch: Getreidemilch und Getreidedrinks. Die werden aus klassischen Getreidesorten wie Dinkel, Hafer (siehe oben), Roggen zubereitet und eignen sich vor allem für Milchallergiker. Selten kommt sie tatsächlich als „Getreidemilch“ bzw. „Getreidedrink“ daher, meist ist sie eben Hafermilch oder Dinkelmilch.

Je nach Sorte ist Getreidemilch kein glutenfreies Lebensmittel. Die Nährstoffe sind okay, Proteine kaum enthalten  – der Name klingt gesünder, als es ist. Ökologisch hat diese Milchalternative aber den Vorteil, das sie vergleichsweise regional produziert werden kann. Diesen Milchersatz gibt es in besseren Supermärkten, in Reformhäusern und in Bioläden.

Geschmack: Zu Müsli passt Kuhmilch-Ersatz aus Getreide naturgemäß besonders gut. Auch in Kaffee und Tee schmecken Getreidemilchsorten meist gut, sofern man eben den getreidigen Geschmack mag. Für Milchschaum braucht man spezielle Sorten wie Oatly oder Dinkelmilch.

Worauf achten? Achte auf Bio-Anbau und eine möglichst regionale Herkunft und studierte die Lebensmittel-Zutatenliste, denn hier wird zuweilen etwas viel Zucker oder anderes hinzugefügt.

Beispiele:

  • Natumi Dinkel Drink (erhältlich** bei purenature)
  • Allos Reis Dinkel Mandel Drink Bio (erhältlich** bei vekoop)

Preis: ca. 1 bis 3 Euro pro Liter
Mehr Infos: Alles über Getreidemilch

Alles über Getreidemilch als Milchersatz

Hanfmilch: als Milchalternative ein Geheimtipp

Hanfmilch von der österreichischen Firma Frenkenberger
Hanfmilch von der österreichischen Firma Frenkenberger

Hanfmilch, das verheisst irgendwie psychoaktive Bewusstseinserweiterungen. Doch viele, die sich das erhofft haben, wurden enttäuscht: Hanfmilch wird aus Hanfsamen hergestellt, nicht aber aus den Blüten oder Blättern der Hanfpflanze, daher gibts hier keinen Milchrausch. In Großbritannien ist Hanfmilch weit verbreitet, bei uns ist die Milch-Alternative noch nicht sonderlich bekannt. Zu kaufen gibt es sie in manchen Bio-Läden und Reformhäusern sowie teilweise in Supermarkt-Filialen. Sie ist allerdings ziemlich teuer.

Hanfmilch enthält kaum ungesundes Fett, dafür wertvolle Omega3- Fettsäuren und pflanzliches Protein. Bio ist EcoMil, ein Hanfdrink aus Spanien, den es zum Beispiel bei Alnatura oder im Onlineshop von Veganz gibt. Nicht-Bio sind „Frenkenberger Hanfprodukte“, die keinerlei Zusatzstoffe verwenden und im Glas kommen, und „Good Hemp“ im Tetrapack.

Geschmack: Im Kaffee schmeckt Hanfmilch fast wie fettarme Kuhmilch. Man kann sie auch gut pur trinken, dann kommt ein leicht nussiges Aroma durch.

Worauf achten? Das Angebot ist derzeit noch sehr klein. Solltest du eine Auswahl vorfinden, achte auf Bio-Anbau und eine möglichst regionale Herkunft.

Beispiele:

  • EcoMil Hanfdrink ohne Zuckerzusatz (erhältlich** bei purenature)
  • Good Hemp Milk (erhältlich** bei Amazon)

Preis: ca. 3 bis 6 Euro pro Liter Hanfmilch

Mehr Infos: Alles über Hanfmilch

Alles über Hanfmilch als Milchersatz

Reismilch: als Alternative zu Milch eher mau

Eigentlich ist auch Reismilch eine Getreidemilch, weil sie aber zu den beliebtesten und am weitesten verbreitetsten pflanzlicher Milchersatz-Drinks gehört, führen wir sie hier gesondert auf.

Reismilch ist reich an Kalorien und arm an Nährstoffen. Das macht sie nicht gerade zu einem empfehlenswerten Ersatz für Milch. Immerhin ist sie laktosefrei, milcheiweißfrei und auch glutenfrei, daher eignet sich Reismilch als Milchalternative vor allem für Allergiker.

Geschmack: Reismilch ist eine ziemlich dünne Milch, optisch nicht sonderlich schön, geschmacklich eher neutral mit einer süßlichen Note. Wegen der eignet sich Reismilch als Milchersatz für Süßspeisen aller Art, vom Grießbrei bis zum Kuchen. Für Kaffee empfehlen wir Reismilch eher nicht.

Worauf achten? Auch bei Reismilch unbedingt auf Bio-Erzeugung achten. Bei kleinen Kindern sollte man auf Reismilch verzichten (siehe BfR über Reisprodukte)

Beispiele:

  • Allos Reis Drink Naturell Bio (erhältlich** bei vekoop)
  • Provamel Reisdrink Bio (erhältlich** bei alles-vegetarisch)
  • Berief Bio Reis-Drink Natur (erhältlich** bei Rewe)

Preis: ca. 2 Euro pro Liter Reismilch
Mehr Infos: Alles über Reismilch

Alles über Reismilch als Milchersatz

Lupinenmilch: der Milchersatz der Zukunft?

Lupinenmilch Lupinendrink Made With Luve

Süßlupinen sind einer der Hoffnungsträger der pflanzlichen Ernährung. Sie können regional, also in Europa oder Deutschland angebaut werden. Sie enthalten viel Protein, sogar mehr als Sojabohnen. Lupinen werden daher bereits für pflanzliche Fleischersatzprodukte verwendet. Lies dazu den Beitrag Produkte aus Lupine: So vielseitig ist die regionale Soja-Alternative.

Doch auch als pflanzlicher Milchersatz kann die Lupine dienen: Die Hülsenfrüchte werden dazu getrocknet, eingeweicht, gemahlen und der Brei ausgepresst. Lupinenmilch wäre geradezu ideal, denn sie enthält weder Gluten, noch Laktose, Milcheiweiß oder Sojaproteine. Zugleich kann Lupinenmilch Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen enthalten.

Allerdings gibt es derzeit kaum Hersteller von Lupinenmilch. Uns bekannt sind nur der Made with Luve Lupinendrink, der allerdings nur einen Lupinenanteil von 2,3 Prozent hat, und der Süßlupinen-Drink Milli! Lupine der Marke Sayatoo! (Bio) mit immerhin 10 Prozent Lupinensamen.

Geschmack: Nicht wie Milch, aber relativ geschmacksneutral.

Worauf achten? Das Angebot ist derzeit zu klein, um eine echte Wahl zu haben. Solltest du eine Auswahl vorfinden, achte auf eine möglichst regionale Herkunft und möglichst wenig Inhaltsstoffe, die über das Notwendige hinausgehen. Der Made With Luve Lupinendrink ist gezuckert. Der Milli! Lupinendrink gefällt uns wegen des EU-Bio-Siegels und einer kürzeren Zutatenliste besser.

Beispiele:

Preis: ca. 2,50 bis 3,00 Euro pro Liter Lupinenmilch
Mehr Infos: Alles über Lupinenmilch

Alles über Lupinenmilch als Milchersatz

Erbsenmilch: hippe Alternative aus den USA

In den USA hat auch Erbsenmilch als pflanzliche Milchalternative von sich reden gemacht, aber vielleicht vor allem deshalb, weil das produzierende Unternehmen Ripple Foods ein hippes Startup-Unternehmen aus dem Silicon Valley ist. Die haben den veganen Milchersatz aus Erbsen im Mai 2016 auf den US-amerikanischen Markt gebracht.

Der vegane Milchersatz aus Erbsen (die übrigens gelb sind, nicht grün) ist laktose-, gluten-, soja-, nuss- und gentechnikfrei, enthält keinerlei Milcheiweiß und soll laut Ripple durch nachhaltige Produktion den ökologischen Fußabdruck reduzieren. Die Milchalternative aus Erbsen ist in fünf verschiedenen Sorten zu haben. Ab April 2019 kommt die Erbsenmilch auch auf den deutschen Markt – und zwar als „Princess and the Pea“ von DrinkStar.

Geschmack: Wir haben es nicht selbst probiert, aber es soll weder nach Milch noch nach Erbsen schmecken.

Worauf achten? Aus den USA sollte man sich die Erbsenmilch lieber nicht bestellen. Die Erbsen kommen ohnehin aus Frankreich, hätten dann also den doppelten Weg hinter sich. Auch die regionale Alternative gibt es derzeit nur im Onlineshop – ab April kann man sie aber auch im Einzelhandel kaufen und sich selbst von dem Geschmack überzeugen.

Beispiel:

Preis: ca. 3 Euro (Princess and the Pea)
Mehr Infos: Erbsenmilch als veganer Milchersatz.

Alles über Erbsenmilch als Milchersatz

Mehr erfahren:

Übrigens: Auf Wunsch der Milchindustrie darf sich kein pflanzlicher Milchersatz „-milch“ nennen. „Die Bezeichnung ‚Milch‘ ist ausschließlich dem durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenen Erzeugnis der normalen Eutersekretion, ohne jeglichen Zusatz oder Entzug, vorbehalten“, heißt es dazu hier.

Handel und Anbieter werden daher bei Milch-Alternativen zu Fantasienamen wie „-drink“ oder „-getränk“ gezwungen. Das gilt aber nur für die „Vermarktung“. In diesem Beitrag verwenden wir den Begriff lobbybefreit – wie ihn der normale Konsument eben auch verwendet.

Welche vegane Milchalternative nutzt ihr wofür? Welcher Milchersatz schmeckt euch – und mit welchem könnt ihr so gar nichts anfangen? Wo verwendet ihr was am liebsten? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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(216) Kommentare

  1. Sobald jemand eine Milch macht, die auch EXAKT wie Kuhmilch schmeckt (und welche auch bezahlbar ist), DAS ist der Moment in dem ich mich für die Alternative entscheide.
    Sojamilch, Hafermilch… alles schon probiert. Schmeckt ekeleregend. Mir zumindest.

    Meine Milch hole ich mir beim Bauern 200 Meter weiter. Da gibts eine „Milchtankstelle“.
    Pasteurisiert (Weil er das muss) und ohne abgeschöpfte Sahne. Fettgehalt so um die 7% zwar aber irre lecker.

    Discountermilch kommt da auch vom Geschmack nicht hin.
    Würde ich jedem empfehlen, der auf dem Land wohnt.

    Und es geht doch nix über ein Glas Milch zu einem schönen saftigen Steak.

  2. Cancel Annual Dog-Eating Festival in China
    @gotthardt.der.barde schade, dass man den meisten Chinesen Laktoseintoleranz nachsagt, sonst könnten sie zum schönen saftigen Steak des Dog-Eating Festivals noch ein Glas Milch trinken.

  3. @Sema: Das ist echt schade für die Chinesen dass sie das nicht können. Die würden das bestimmt lecker finden.

    Und woher nehmen eigentlich diese hochnäsigen „Bessermenschen“ das Recht, andere Kulturen für deren Nahrungskultur zu verurteilen?!

    In Teilen Asiens isst man eben Hund, Katze und Vogelspinne. DAS IST DEREN TRADITION! Und da haben wir nichts, aber auch gar nichts dagegen zu sagen. Bei uns isst man eben verdorbene Milch und nennt es Käse.

    Blos weil hier bei uns Hunde und Katzen als Haus- und Schmusetiere gehalten werden heißt das nicht, dass wir über Kulturen richten dürfen bei denen dies nicht so ist.

    In Argentinien isst man Meerschweinchen. Hab noch nie gehört dass es da einen Aufschrei dagegen gibt.

  4. Ich bin gegen die Ermordung aller Lebewesen gotthardt.der.barde. Egal welchen „Namen“ sie dieser Ermordung geben. Ich bin kein „Bessermensch“, ich verachte diese auch, die selbst Kühe und Schweine essen, aber gegen Hunde- und Katzenfleisch sind. Ich bin bestimmt die letzte die andere Kulturen verurteilt, ich bin einfach gegen das Leid, dass wir Menschen anderen Lebewesen zufügen.

  5. Sarkasmus Beginn:
    Wenn Gott gewollt hätte, dass wir keine Tiere essen, wieso hat er diese dann so lecker gemacht?
    Sarkasmus Ende.

    „[…] bin einfach gegen das Leid, dass wir Menschen anderen Lebewesen zufügen. “
    Ich erschlage Stechmücken, Spinnen und Insekten, die in meiner Wohnung Hausverbot haben. Und ich wette, dass auch Du nach Stechmücken schlägst oder die Zecken rausdrehst usw.
    Damit tust Du Tieren ein Leid zufügen und damit sind Aussagen wie die oben genannte ziemlich fadenscheinig.
    Die Natur hat es meiner Meinung nach so eingerichtet, dass wir eine erweiterte Großhirnrinde besitzen und dadurch die Tierwelt, welche diese Eigenschaft nun mal nicht besitzt, zu beherrschen und diese zu unserem Vorteil zu nutzen.
    Sei es als Arbeitstier (Wie bitteschön hätten früher die Felder gepfügt werden sollen?), als Nahrung (Forscher sind der Meinung, dass unsere selbsterkennende Intelligenz auch daher rührt, dass wir Allesfresser sind) oder eben zum persönlichen Vergnügen (Katze, Reitpferd usw).

  6. Wette verloren gotthardt.der.barde 🙂 ich muss tagaus tagein mitansehen, wozu Menschen für die Befriedigung ihrer Gelüste bereit sind. Worte finde ich dazu nicht, solange Dein Gewissen rein ist, ist ja kein Problem gotthardt.der.barde. Du scheinst ja auch sonst alles zu akzeptieren was in der Welt so passiert. Andere Länder, andere Sitten, auch jenseits der „Nahrungs-gewohnheiten“.

  7. Gut, das ist vom Thema jetzt schon weit entfernt, ich wollte es trotzdem noch loswerden:
    Du drehst Dir keine Zecke raus? Dann dürftest Du nicht dort leben wo ich wohne. Denn da ist die Chance sich von Zecken FSME zu holen extrem hoch. Oder Du dürftest nicht raus in die Natur abseits der Wege.

    So und nun denke ich ist es Zeit für Back2Topic

  8. „Ich bin kein „Bessermensch“,…“
    aber:
    „ich verachte diese…“
    Na, aber doch ganz bestimmt nicht aus dem selbstgefälligen Gefühl der eigenen moralischen Überlegenheit heraus, oder?
    Aber wie begründet sich Verachtung dann?

    Wer allerdings „gegen die Ermordung aller Lebewesen“ ist und gleichzeitig andere Menschen verachtet, welche diese „Moral“-Vorstellungen nicht teilen, sollte jedoch, um wenigstens noch einen Rest an Glaubwürdigkeit zu behalten, auch selbst alles unterlassen, „wozu Menschen für die Befriedigung ihrer Gelüste bereit sind“, sich also umgehend vom Internet trennen, dem Stromversorger kündigen, das Heizen einstellen, sich nicht mehr fortbewegen (ganz egal wie) usw. …

  9. @gotthardt.der.barde:
    Wie kommst Du darauf, dass „die Natur“ (was auch immer damit gemeint ist) als aktiv steuernde Instanz irgendetwas „so eingerichtet“ habe?

  10. @WernerMax: In dem ich mir das anschaue, was ist. Die Evolution (unbestritten ein Bestandteil der Natur) hat uns Menschen an die Spitze der geistigen Leistungsfähigkeit gesetzt.
    Es gibt stärkere und schönere Lebewesen und viele davon haben die Chance sich in etlichen Jahrtausenden ebenfalls zu ähnlich entwickelten Lebensformen wir den Menschen zu entwickeln.

    Damit ist gemeint, dass nur der Mensch durch sich heraus sich selbst verbessert, Technologien ersinnt und sein Umfeld „verbessern“ will (Ob nun Verbesserungen auch wirklich dabei herauskommen sei dahingestellt).

    Diese Entwicklung ist evolutionsbedingt, also natürlich eingerichtet.

    Sarkasmus Beginn:
    Es bleibt zu hoffen, dass RTL II diese Entwicklung mit dem Vor- und Nachmittagsprogramm nicht wieder umkehrt.)
    Sarkasmus Ende

  11. „In dem ich mir das anschaue, was ist.“
    Aha!

    „Die Evolution (unbestritten ein Bestandteil der Natur) hat uns Menschen an die Spitze der geistigen Leistungsfähigkeit gesetzt.“
    Dann ist also die Evolution eine aktiv steuernde Instanz?

    „Es gibt stärkere und schönere Lebewesen und viele davon haben die Chance sich in etlichen Jahrtausenden ebenfalls zu ähnlich entwickelten Lebensformen wir den Menschen zu entwickeln.“
    Welche denn? Und wie kommst Du zu dem Schluss?

    „Damit ist gemeint, dass nur der Mensch durch sich heraus sich selbst verbessert, Technologien ersinnt und sein Umfeld „verbessern“ will (Ob nun Verbesserungen auch wirklich dabei herauskommen sei dahingestellt).
    Diese Entwicklung ist evolutionsbedingt, also natürlich eingerichtet.“
    Wieso „eingerichtet“?

    Du antwortest mit der Wiederholung der Behauptung, die ich hinterfragt habe. Aber vielleicht bin ich ja einfach etwas spitzfindig.

  12. Vor ca. 2 Jahren wurde mir Dinkelmilch empfohlen und ich war vom Geschmack begeistert. Dinkelmilch finde ich im Geschmack noch besser als Hafermilch – diese beiden Milchalternativen sind für mich allerdings die einzigen, die auch pur schmecken. Seit einem Jahr verwende ich Dinkelmilch auch im Kaffee.
    Soja mag ich sehr gerne in Form von Tofu oder Sojawürfeln, aber nicht als Drink.
    Hanfmilch kenne ich auch – schon deshalb weil Frenkenberger eine wöchentliche Bio-Hauszustellung betreibt, die wir nutzen. Als Zutat finde ich auch Hanfmilch lecker.
    Mandelmilch pur schmeckt mir nicht, aber es gibt einen Mandel-Dinkel -Drink, er super schmeckt.
    Haselnussmilch hab ich noch nicht probiert, werde das jetzt aber nachholen.

  13. Ich möchte einen Aspekt in die Diskussion einbringen, den ich beim „überfliegen“ der Beiträge nirgends gefunden habe.
    Genauso wie die Haltung unserer Milchproduzentinnen in Frage gestellt werden muss, unabhängig von der physiologischen Sinnhaftigkeit, ist auch bei sogenannten Ersatzprodukten die Produktion bzw. deren Herstellung zu beachten. Wer kennt nicht die riesigen Mandel*- und Haselnuss- und Sojamonokulturen aus denen dann diese Produkte technisch+industriell gewonnen, bzw. hergestellt werden.
    Für mich ist/wäre unter anderem die Transportfrage, die hinter jedem Produkt steht ein wichtiger Indikator. Wie viel „billige“ Energie steckt im Produkt, würde es sich noch rechnen wenn der Ölpreis 3 oder 5mal so hoch wäre…?????

    *vllt. auch aus Bienensterben bekannt

  14. Ich finde, dass es KEINE Alternative ist, Kinder nach der Stillzeit auf Kuhmilch zu trainieren. Kuhmilch gehört den Kälbern, nicht uns. Solange aber den Müttern vorgegaukelt wird, dass ihre Kinder nach der Muttermilch noch Kuhmilch bräuchten, um groß und stark zu werden, braucht es Aufklärung. Deshalb schreibe ich auf meinem Blog darüber: http://doreenbrumme.de/?p=1377

  15. Mandelmilch gilt ja als einer der leckereren Milch-Ersatzprodukte und Mandeln sind sehr gesund.
    Bevor man allerdings über 2,50€ für einen Liter Mandelmilch ausgibt, sollte man wissen, was wirklich drinnen ist.
    Bei Alnatura wenigstens 7% Mandeln, beim Marktführer Alpro sind es gerade einmal zwei Prozent.
    Der Rest ist Wasser und Zucker.
    Das war’s zum Thema Gesundheit.
    Wer dann noch sagt, die Ökobilanz sei aber besser, als bei Kuhmilch, möge sich bitte über den Wasserverbrauch von Mandelplantagen bzw. die Auswirkungen der Monokulturen z.B. auf Bienen vor Augen halten.
    Leider kaufen viele Veganer keine Bio-Produkte sondern meinen, der Ökobilanz durch Verzicht auf tierische Produkte Genüge getan zu haben.
    Das stimmt leider nicht.
    Und dann kommt noch das Thema Fairer Umgang mit Produzenten dazu.
    Da können sich Mandel- und Milchbauern die Hand reichen.
    Meine Meinung dazu: Würde der Liter Kuhmilch 2,50€ kosten, die größtenteils den Erzeugern für eine artgerechte Tierhaltung zu Gute kommt, dann wäre allen geholfen.
    Dazu hier ein interessanter Bericht:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/milchersatzprodukte-vegane-milch-boomt-aber-die-bauern-profitieren-nicht-1.2721991

  16. Vom Preis der „Milchalternativen“ mal abgesehen: auch Mandelmilch hat mir „pur“ nicht geschmeckt: ich empfand den Geschmack als „sehr bitter“ (war übrigens Bio-Qualität ohne Zuckerzusatz: um diese Milch pur genießbar zu machen, hätte ich wahrscheinlich Zucker hinzufügen sollen/müssen).

    Zum Thema der Mandelbäume-Monokulturen in Kalifornien und deren Auswirkungen auf Bienenvölker hier weitere Infos:

    http://www.igbiene.ch/2013/11/14/bienensterben-in-kalifornien-immer-schlimmer/

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17654-2014-06-10.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/Colony_Collapse_Disorder

  17. „Würde der Liter Kuhmilch 2,50€ kosten, die größtenteils den Erzeugern für eine artgerechte Tierhaltung zu Gute kommt, dann wäre allen geholfen.“ ….

    Außer den Kälbern, die man trotzdem im besten Fall schlachtet oder (wie in Italien) mit zugebundenem Maul verhungern lässt.

    Na Bravo!

  18. „Außer den Kälbern, die man trotzdem im besten Fall schlachtet“
    Was kein Problem darstellt, solange man Fleischverzehr, welcher in diesem Thread jedoch nicht zur Diskussion steht, akzeptiert.
    „oder (wie in Italien) mit zugebundenem Maul verhungern lässt“
    Für diese, so das dann tatsächlich zutrifft, absolut inakzeptable Ungeheuerlichkeit hätte ich gerne einen Beleg (aus dem auch die genaueren Umstände und die Häufigkeit hervorgehen). Übrigens hat Maria_L die artgerechte Tierhaltung als Voraussetzung auch genannt, wie Du selbst zitiert hast.

  19. Danke für den Link.
    Das ist wirklich eine riesige Sauerei aber dennoch kein Argument gegen Milch sondern lediglich eines gegen Büffelmozzarella aus konventioneller Erzeugung.

  20. Das Verfahren gehört für mich deutlich nicht zur artgerechten Tierhaltung.
    Natürlich gehören dazu auch strenge Kontrollen, um die schwarzen Schafe zu bestrafen.
    Für den genannten Preis kann man auch vernünftige Kontrollverfahren etablieren.

  21. Nein! Von einer generellen Schädlichkeit steht da gar nix.
    In dem Artikel steht lediglich, dass Milch nicht vor Osteoporose schützt und Knochenbrüche durch HOHEN Milchkonsum (was auch immer damit gemeint ist) zunehmen.

  22. Aus dem Link zu swr.de:
    „Vergleicht man Vielmilchtrinker, die täglich mehr als einen halben Liter Milch und rund 50 Gramm Käse zu sich nehmen mit Wenigmilchtrinkern, die weniger als ein kleines Glas Milch und etwas Käse essen, dann haben die Vielmilchtrinker ein um 22 Prozent höheres Risiko an Krebs zu erkranken.“

    Weiter oben im swr.de Artikel finden sich die Kalzium (Tages) Werte von 1.000 bzw. 1.200 mg (entspräche 1 Liter), dann hat man eine ergänzende Mengenrelation, was hoher Konsum bedeuten KÖNNTE.

    Nach der vebu Liste kommt vegane (angereicherte) Soja/Hafermilch auf denselben Kalzium Gehalt wie Kuhmilch.
    https://vebu.de/themen/gesundheit/naehrstoffe/kalzium

    Siehe dort im Abschnitt „Kalziumbedarf“:
    „(…) Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wäre eine Kalziumzufuhr von 600 mg pro Tag bedarfsdeckend, wenn sich der in den Industrieländern übliche Konsum von tierischem Protein von etwa 60 auf 20 g pro Tag verringern würde.“

    Weniger „Fleisch“ weniger Kalziumbedarf, das eine begünstigt das andere.

  23. Mußt Du genau lesen……, was ich geschrieben habe, WernerMax.
    Die Ärzte empfehlen bei der o.g. Krankheit sehr viel Milch und Milchprodukte zu essen, da dies ein Weiterfortschreiten der Krankheit verhindern könne.Dieser Konsum aber führt zu m e h r Brüchigkeit der Knochen.

  24. Tja, mein Versuch mit Dinkelmilch im Kaffee ist leider kläglich gescheitert, geschmacklich hat es leider nichts gebracht. Dinkelmilch läßt sich tatsächlich gut aufschäumen, aber einen Kaffee rund zu machen und die Haptik zu verbessern, funktioniert nicht. Da hätte ich den Kaffee auch gleich pur trinken können. Letztenendes wird es auf Dauer wohl darauf hin hinauslaufen, Kaffee schwarz und das wars!

  25. Ich habe mich beim Foto des Artikels ja riesig gefreut – endlich mal eine Pflanzenmilch in einer Glasflasche! Doch dann der Preis: 5-6€. Sorry, aber das ist ein Luxusprodukt und nicht für den täglichen Bedarf zu empfehlen. Ich hoffe die „normalen“ Pflanzenmilchproduzenten ziehen beim Thema Verpackung bald mal nach, es wird wirklich Zeit!

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