Pflanzenmilch als Milchersatz: Die besten pflanzlichen Alternativen zu Kuhmilch

Foto: nadianb / stock.adobe.com

Vieles spricht für pflanzlichen Milchersatz. Zum Tag der Pflanzenmilch am 22.8. stellen dir die besten pflanzlichen Alternativen zu Milch vor: Hafermilch, Mandelmilch, Sojamilch, Getreidemilch … Außerdem zeigen wir dir, welche Pflanzendrinks für Kaffee, Müsli oder zum Kochen taugen.

Im Beitrag 5 Argumente gegen Milch sprechen wir schwere Fragen an: Ist Kuhmilch eher ungesund als gesund? Ist sie ethisch vertretbar? Wieso „brauchen“ wir angeblich Kuhmilch, wenn in Wirklichkeit ein Großteil der Weltbevölkerung lak­to­se­in­to­le­rant ist?

Milch zu kaufen ist nur noch für wenige eine Selbstverständlichkeit, über die man mal nachdenken kann. Doch jeder kann auch einfach mal anfangen, eine der pflanzlichen Milch-Alternativen auszuprobieren. Denn es gibt viel mehr als nur eine!

Hafer-Pflanzenmilch: regionaler Milchersatz

Hafermilch
Hafermilch vom Hofgut Storzeln

Manchem gilt heute Hafermilch als bester Milchersatz, sowohl geschmacklich als auch aus nachhaltiger Sicht. Im konventionellen Supermarkt gibt es Hafermilch noch nicht immer, in Bioläden, Biosupermärkten und Reformhäusern findest du eine große Auswahl (etwa Alnatura, Provamel, Natumi, dm Bio, Hofgut Stoerzeln). Seltener als Hafermilch findet man auch Dinkelmilch und Hirsemilch.

Hafermilch empfiehlt sich als Milchersatz, weil sie keine Laktose, kein Milcheiweiß und keine Sojabestandteile enthält. Allerdings enthält Hafermilch Gluten und ist auch ziemlich kalorienhaltig. (allerdings weniger als Kuhmilch). Zugleich ist Hafermilch als Milchalternative ziemlich arm an Nährstoffen und Proteinen.

Für Hafermilch spricht seine gute Ökobilanz. Der Anbau kommt meist ohne Herbizide aus, es gibt viel Hafer aus Bio-Anbau. Hafer kann bei uns zudem aus regionalem Anbau kommen – ob das im einzelnen immer der Fall ist, muss man bei jedem Produkt natürlich selbst prüfen. Der Haferdrink von Hofgut Storzeln (s. Bild) kommt zum Beispiel vom Bodensee. Bei Ökotest bekam viele Hafermilchprodukte ein „sehr gut“.

Geschmack: Bei der Herstellung wird Getreidestärke in Zucker umgewandelt – darum schmeckt Getreidemilch auch ungezuckert leicht süßlich. Hafermilch, Dinkel- und Hirsedrinks eignen sich als Kuhmilch-Ersatz zum Kochen und Backen. Ihre Süße macht sich außerdem gut im Müsli – genau wie Reismilch. Hafermilch schmeckt im Kaffee zwar etwas getreidig, aber eigentlich sehr angenehm.

Worauf achten? Achte bei Hafermilch auf das EU-Bio-Siegel, besser noch Siegel namhafter Bio-Anbauverbände wie z.B. Bioland. Achte auf Angaben zur regionalen Herkunft, idealerweise Deutschland oder wenigstens EU. Viele Hersteller setzen Getreidemilch Calcium oder andere Inhaltsstoffe zu, auch hier signalisiert das Bio-Siegel, dass die Zusätze im vernünftigen Rahmen bleiben.

Beispiele:

  • Oatly Bio Haferdrink (erhältlich** bei Rewe)
  • Allos Hafer Drink Naturell Bio (erhältlich** bei vekoop)
  • Provamel Haferdrink ohne Zucker Bio (erhältlich** bei vekoop)

Preis: ca. 1 bis 3 Euro pro Liter
Mehr Infos: Alles über Hafermilch – Hafermilch selber machen: einfaches Rezept

Alles über Hafermilch als Milchersatz

Mandelmilch: die geschmackvolle Milchalternative

Milchersatz: Mandelmilch
Milchersatz: Mandelmilch (Foto: © Provamel)

Mandelmilch ist in den USA längst Trend, auch bei uns ist sie als Milchersatz schon fast so populär wie Sojamilch. Zu kaufen gibt es Mandelmilch in den meisten Bioläden und Reformhäusern. Seltener gibt es auch andere Milch-Alternativen aus Nüssen, zum Beispiel Haselnussmilch oder Cashewmilch.

Mandelmilch enthält im Vergleich zu Kuh- und Getreidemilch nur sehr wenig Eiweiß und auch kaum Calcium. Dafür bietet Mandelmilch reichlich Spurenelemente, Vitamine und relativ wenig Fett.

Zusammengenommen sind Mandeldrinks eine durchaus gesunde Milchalternative. Im Vergleich dazu ist Haselnussmilch fett, nämlich ebenso fett wie Kuhmilch.

Geschmack: Mandelmilch gilt als hervorragender Milchersatz beim Backen. Das leicht nussige Aroma bereichert je nach Geschmack auch jedes Müsli. Im Kaffee neigt Mandelmilch zur flockigen Konsistenz, wir raten eher ab. Haselnussdrinks sind vielleicht mehr eine Alternative zu Kakao als zu Milch: Sie schmeckt pur schön nussig, ist dafür aber längst nicht so zuckrig (außer mit Zuckerzusatz).

Worauf achten? Besonders nachhaltig ist Mandelmilch nicht: Mandeln brauchen viel Wasser, die Anbaugebiete liegen in trockenen Regionen, die Transportwege sind lang. Betrachte es als Lebensmittel, nicht als Getränk. Achte unbedingt auf Bio-Produkte, etwa von Alnatura, dm Bio, Provamel. Vorsicht: Nuss- und Mandelmilch wird manchmal Zucker zugesetzt!

Beispiele:

  • Provamel Mandel Drink ungesüßt Bio (erhältlich** bei vekoop)
  • Soyatoo Milli Mandel-Drink Bio (erhältlich** bei vekoop)
  • Allos Mandel Drink Bio (erhältlich** bei vekoop)

Preis: ca. 2,50 Euro pro Liter Mandelmilch oder Haselnussmilch
Mehr Infos: Alles über Mandelmilch

Alles über Mandelmilch als Milchersatz

Sojamilch: der klassische Milchersatz

Milchersatz: Sojamilch
Bio-Sojamilch von Alnatura (Foto: © Alnatura)

Sojamilch ist die bekannteste Milch-Alternative, aber auch eine sehr umstrittene. In Bio-Läden und Reformhäusern gibt es Sojadrinks bei uns schon seit vielen Jahren, inzwischen findet man Sojamilch auch in jedem Supermarkt und in Drogeriemärkten. Sie dienen vielen, die vegan leben wollen, als Eiweiss-Lieferant.

Sojadrinks enthalten gesunde Stoffe wie Folsäure und pflanzliche Proteine – und kein Cholesterin. Allerdings ist der Gehalt an Calcium geringer als bei Kuhmilch, darum bieten die meisten Hersteller inzwischen Sojamilch mit zugesetztem Calcium an. Strittig sind „Isoflavone“- pflanzliche Hormone, die dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln. In Asien glaubt man, dass sie vor Krebs schützen und gegen Beschwerden in den Wechseljahren helfen. Hierzulande spricht man vorsorglich von einer „unklaren Wirkung“ und das Bundesinstitut für Risikoforschung rät, Säuglingen und Kleinkindern keine Sojamilch zu geben. Mehr im Beitrag Sojamilch und Kuhmilch im Vergleich – was ist gesund?

Geschmack: An Sojamilch pur scheiden sich die Geister. Die einen schätzen den getreidigen, teils auch nussigen Geschmack, den anderen schmeckt Sojamilch zu penetrant nach Bohnen. Häufig gelobt wird Sojamilch als Ersatz im Kaffee – auch weil man sie gut aufschäumen kann. Viele Hersteller haben süße Sojadrinks in den Geschmacksrichtungen Vanille und Kakao im Programm. Es gibt auch Soja-Joghurt.

Worauf achten? Etwa die Hälfte des weltweit produzierten Sojas stammt aus Südamerika. Vor allem in Brasilien und Argentinien werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt, um Platz für die Sojaproduktion zu schaffen. Wir empfehlen deshalb nur Sojamilch mit Soja aus Europa. Das Bio-Siegel schützt zudem vor Gentechnik.

Beispiele:

  • Natumi Soja Drink Bio (erhältlich** bei purenature)
  • Provamel Sojadrink Calcium Bio (erhältlich** bei alles-vegetarisch)
  • Soyatoo Milli Natural Sojakeim-Drink Bio (erhältlich** bei vekoop)

Preis: ca. 1 Euro pro Liter Sojamilch
Mehr Infos: Alles über SojamilchKuh- und Sojamilch im Vergleich

Alles über Sojamilch als Milchersatz

Pflanzenmilch aus Getreide

Noch eine Alternative zu Kuhmilch: Getreidemilch und Getreidedrinks. Die werden aus klassischen Getreidesorten wie Dinkel, Hafer (siehe oben), Roggen zubereitet und eignen sich vor allem für Milchallergiker. Selten kommt sie tatsächlich als „Getreidemilch“ bzw. „Getreidedrink“ daher, meist ist sie eben Hafermilch oder Dinkelmilch.

Je nach Sorte ist Getreidemilch kein glutenfreies Lebensmittel. Die Nährstoffe sind okay, Proteine kaum enthalten  – der Name klingt gesünder, als es ist. Ökologisch hat diese Milchalternative aber den Vorteil, das sie vergleichsweise regional produziert werden kann. Diesen Milchersatz gibt es in besseren Supermärkten, in Reformhäusern und in Bioläden.

Geschmack: Zu Müsli passt Kuhmilch-Ersatz aus Getreide naturgemäß besonders gut. Auch in Kaffee und Tee schmecken Getreidemilchsorten meist gut, sofern man eben den getreidigen Geschmack mag. Für Milchschaum braucht man spezielle Sorten wie Oatly oder Dinkelmilch.

Worauf achten? Achte auf Bio-Anbau und eine möglichst regionale Herkunft und studierte die Lebensmittel-Zutatenliste, denn hier wird zuweilen etwas viel Zucker oder anderes hinzugefügt.

Beispiele:

  • Natumi Dinkel Drink (erhältlich** bei purenature)
  • Allos Reis Dinkel Mandel Drink Bio (erhältlich** bei vekoop)

Preis: ca. 1 bis 3 Euro pro Liter
Mehr Infos: Alles über Getreidemilch

Alles über Getreidemilch als Milchersatz

Hanfmilch: als Milchalternative ein Geheimtipp

Hanfmilch von der österreichischen Firma Frenkenberger
Hanfmilch von der österreichischen Firma Frenkenberger

Hanfmilch, das verheisst irgendwie psychoaktive Bewusstseinserweiterungen. Doch viele, die sich das erhofft haben, wurden enttäuscht: Hanfmilch wird aus Hanfsamen hergestellt, nicht aber aus den Blüten oder Blättern der Hanfpflanze, daher gibts hier keinen Milchrausch. In Großbritannien ist Hanfmilch weit verbreitet, bei uns ist die Milch-Alternative noch nicht sonderlich bekannt. Zu kaufen gibt es sie in manchen Bio-Läden und Reformhäusern sowie teilweise in Supermarkt-Filialen. Sie ist allerdings ziemlich teuer.

Hanfmilch enthält kaum ungesundes Fett, dafür wertvolle Omega3- Fettsäuren und pflanzliches Protein. Bio ist EcoMil, ein Hanfdrink aus Spanien, den es zum Beispiel bei Alnatura oder im Onlineshop von Veganz gibt. Nicht-Bio sind „Frenkenberger Hanfprodukte“, die keinerlei Zusatzstoffe verwenden und im Glas kommen, und „Good Hemp“ im Tetrapack.

Geschmack: Im Kaffee schmeckt Hanfmilch fast wie fettarme Kuhmilch. Man kann sie auch gut pur trinken, dann kommt ein leicht nussiges Aroma durch.

Worauf achten? Das Angebot ist derzeit noch sehr klein. Solltest du eine Auswahl vorfinden, achte auf Bio-Anbau und eine möglichst regionale Herkunft.

Beispiele:

  • EcoMil Hanfdrink ohne Zuckerzusatz (erhältlich** bei purenature)
  • Good Hemp Milk (erhältlich** bei Amazon)

Preis: ca. 3 bis 6 Euro pro Liter Hanfmilch

Mehr Infos: Alles über Hanfmilch

Alles über Hanfmilch als Milchersatz

Reismilch: als Alternative zu Milch eher mau

Eigentlich ist auch Reismilch eine Getreidemilch, weil sie aber zu den beliebtesten und am weitesten verbreitetsten pflanzlicher Milchersatz-Drinks gehört, führen wir sie hier gesondert auf.

Reismilch ist reich an Kalorien und arm an Nährstoffen. Das macht sie nicht gerade zu einem empfehlenswerten Ersatz für Milch. Immerhin ist sie laktosefrei, milcheiweißfrei und auch glutenfrei, daher eignet sich Reismilch als Milchalternative vor allem für Allergiker.

Geschmack: Reismilch ist eine ziemlich dünne Milch, optisch nicht sonderlich schön, geschmacklich eher neutral mit einer süßlichen Note. Wegen der eignet sich Reismilch als Milchersatz für Süßspeisen aller Art, vom Grießbrei bis zum Kuchen. Für Kaffee empfehlen wir Reismilch eher nicht.

Worauf achten? Auch bei Reismilch unbedingt auf Bio-Erzeugung achten. Bei kleinen Kindern sollte man auf Reismilch verzichten (siehe BfR über Reisprodukte)

Beispiele:

  • Allos Reis Drink Naturell Bio (erhältlich** bei vekoop)
  • Provamel Reisdrink Bio (erhältlich** bei alles-vegetarisch)
  • Berief Bio Reis-Drink Natur (erhältlich** bei Rewe)

Preis: ca. 2 Euro pro Liter Reismilch
Mehr Infos: Alles über Reismilch

Alles über Reismilch als Milchersatz

Lupinenmilch: der Milchersatz der Zukunft?

Lupinenmilch Lupinendrink Made With Luve

Süßlupinen sind einer der Hoffnungsträger der pflanzlichen Ernährung. Sie können regional, also in Europa oder Deutschland angebaut werden. Sie enthalten viel Protein, sogar mehr als Sojabohnen. Lupinen werden daher bereits für pflanzliche Fleischersatzprodukte verwendet. Lies dazu den Beitrag Produkte aus Lupine: So vielseitig ist die regionale Soja-Alternative.

Doch auch als pflanzlicher Milchersatz kann die Lupine dienen: Die Hülsenfrüchte werden dazu getrocknet, eingeweicht, gemahlen und der Brei ausgepresst. Lupinenmilch wäre geradezu ideal, denn sie enthält weder Gluten, noch Laktose, Milcheiweiß oder Sojaproteine. Zugleich kann Lupinenmilch Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen enthalten.

Allerdings gibt es derzeit kaum Hersteller von Lupinenmilch. Uns bekannt sind nur der Made with Luve Lupinendrink, der allerdings nur einen Lupinenanteil von 2,3 Prozent hat, und der Süßlupinen-Drink Milli! Lupine der Marke Sayatoo! (Bio) mit immerhin 10 Prozent Lupinensamen.

Geschmack: Nicht wie Milch, aber relativ geschmacksneutral.

Worauf achten? Das Angebot ist derzeit zu klein, um eine echte Wahl zu haben. Solltest du eine Auswahl vorfinden, achte auf eine möglichst regionale Herkunft und möglichst wenig Inhaltsstoffe, die über das Notwendige hinausgehen. Der Made With Luve Lupinendrink ist gezuckert. Der Milli! Lupinendrink gefällt uns wegen des EU-Bio-Siegels und einer kürzeren Zutatenliste besser.

Beispiele:

Preis: ca. 2,50 bis 3,00 Euro pro Liter Lupinenmilch
Mehr Infos: Alles über Lupinenmilch

Alles über Lupinenmilch als Milchersatz

Erbsenmilch: hippe Alternative aus den USA

In den USA hat auch Erbsenmilch als pflanzliche Milchalternative von sich reden gemacht, aber vielleicht vor allem deshalb, weil das produzierende Unternehmen Ripple Foods ein hippes Startup-Unternehmen aus dem Silicon Valley ist. Die haben den veganen Milchersatz aus Erbsen im Mai 2016 auf den US-amerikanischen Markt gebracht.

Der vegane Milchersatz aus Erbsen (die übrigens gelb sind, nicht grün) ist laktose-, gluten-, soja-, nuss- und gentechnikfrei, enthält keinerlei Milcheiweiß und soll laut Ripple durch nachhaltige Produktion den ökologischen Fußabdruck reduzieren. Die Milchalternative aus Erbsen ist in fünf verschiedenen Sorten zu haben. Ab April 2019 kommt die Erbsenmilch auch auf den deutschen Markt – und zwar als „Princess and the Pea“ von DrinkStar.

Geschmack: Wir haben es nicht selbst probiert, aber es soll weder nach Milch noch nach Erbsen schmecken.

Worauf achten? Aus den USA sollte man sich die Erbsenmilch lieber nicht bestellen. Die Erbsen kommen ohnehin aus Frankreich, hätten dann also den doppelten Weg hinter sich. Auch die regionale Alternative gibt es derzeit nur im Onlineshop – ab April kann man sie aber auch im Einzelhandel kaufen und sich selbst von dem Geschmack überzeugen.

Beispiel:

Preis: ca. 3 Euro (Princess and the Pea)
Mehr Infos: Erbsenmilch als veganer Milchersatz.

Alles über Erbsenmilch als Milchersatz

Mehr erfahren:

Übrigens: Auf Wunsch der Milchindustrie darf sich kein pflanzlicher Milchersatz „-milch“ nennen. „Die Bezeichnung ‚Milch‘ ist ausschließlich dem durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenen Erzeugnis der normalen Eutersekretion, ohne jeglichen Zusatz oder Entzug, vorbehalten“, heißt es dazu hier.

Handel und Anbieter werden daher bei Milch-Alternativen zu Fantasienamen wie „-drink“ oder „-getränk“ gezwungen. Das gilt aber nur für die „Vermarktung“. In diesem Beitrag verwenden wir den Begriff lobbybefreit – wie ihn der normale Konsument eben auch verwendet.

Welche vegane Milchalternative nutzt ihr wofür? Welcher Milchersatz schmeckt euch – und mit welchem könnt ihr so gar nichts anfangen? Wo verwendet ihr was am liebsten? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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(216) Kommentare

  1. 75% der Weltbevölkerung ist laktoseintolerant? ich wusste gar nicht, dass die Zahl so hoch ist. Also mein Beitrag zu den Fragen „welche schmeckt euch und welche Milchalternativen wir nutzen“ kann ich nur sagen: ich hab den Ruf: alles was vegan ist schmeckt mir 🙂 Ich nutze Getreidemilch gerne zum Backen, Nussmilchsorten zum morgendlichen Shake. Bei sooo viel Auswahl an „Milch“-sorten haben wir natürlich großen Spielraum

  2. Ich habe bereits einige Milchalternativen probiert: da ich Milch sehr gerne „pur“ (als H-Milch mit mind. 1,5% Fett) trinke, kam für mich bisher keine Alternative an diesen „Kuhmilchgeschmack“ heran.

    Was die Literpreise angeht, sind die Milchalternativen auch eine Kostenfrage.
    Zuletzt hatte ich mir einen Liter Mandelmilch für 2,69 Euro gekauft-wobei diese mir vom Geschmack her überhaupt nicht zusagte (nicht „nussig“, eher „bitter“); also nichts zum puren Trinken.

    Da ich weiterhin Kuhmilch trinken möchte-wobei mir die Problematik durchaus bewusst ist-wäre ich durchaus bereit, einen höheren Preis (bis zu 2 Euro/Liter) für diese zu zahlen, wenn dieser Mehrbetrag auch direkt bei den Milchbauern ankommen und zur tiergerechteren Haltung verwendet werden würde.

    Was die „Wirklichkeit“ der weltweiten Lactoseintoleranz von 75% angeht: da würde ich gerne wissen, woher diese Zahl stammt und welche Zahlen für Deutschland erhoben wurden-freue mich über einen Quellenhinweis.
    Ich habe bereits mit einigen Menschen gesprochen, die von einer „gefühlten“ Lactoseintoleranz sprachen: und ihnen geraten, von der „Selbstdiagnose“ abzusehen und zuerst einen Test beim Arzt machen zu lassen.
    Auf weitere Nachfrage zu einem späteren Zeitpunkt (von sich aus hatte mich keiner mehr angesprochen ;-)) war ein Teil
    -beim Arzt gewesen und hatte den Test machen lassen-Ergebnis negativ
    -nicht beim Arzt gewesen: war aber nach wie vor der Überzeugung, eine Lactoseintoleranz zu haben, da seit Genuß der lactosefreien Produkte (mittlerweile auch im Discounter zu höheren Preisen erhältlich) keine Beschwerden mehr aufgetreten seien
    -beim Arzt gewesen, ein negatives Testergebnis erhalten: trotzdem weiterhin davon überzeugt, dass die lactosefreien Produkte „besser“ seien
    -Achtung: keine repräsentative Studie aufgrund Teilnehmerzahl <10 😉

    Den "Geheimtipp" Hanfmilch werde ich gerne mal ausprobieren: Bei einem Literpreis von 4 bis 6 Euro werde ich mir diesen "besonderen Tropfen" als Highlight mal zum Wochenende gönnen 🙂

  3. Danke Dir für die links.

    In Deinem erstgenannten link finde ich bereits eine Antwort, die ich hier zitieren möchte:

    ..“Die meisten Europäer aber können aufgrund einer Genmutation ein Leben lang Milch trinken, ohne Bauchschmerzen zu bekommen. Durchschnittlich 90 Prozent der erwachsenen Nordeuropäer vertragen Milch. Je weiter es in Richtung Süden geht, desto weniger werden es: Mehr als zwei Drittel der Südeuropäer haben eine Laktoseintoleranz, in Asien vertragen nur etwa sechs Prozent der Bevölkerung Milch.“..

    Die wissenschaftliche Studie werde ich mir in Ruhe ansehen: eine „gute Verdauung“ bedarf einer gewissen Zeit 😉

    In diesem Zusammenhang auch interessant, was den wachsenden Milchkonsum in China angeht (aus dem Jahr 2013):

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/milch-china-ist-deutschlands-wachsender-absatzmarkt-a-916711.html

    Hier aktueller:
    http://www.agrarheute.com/china-preisverfall-bauern-schuetten-milch-weg

    ..schwer zu verstehen..

  4. Wird in der Studie auch auf Unterschiede zwischen den diversen Milcharten (Roh, pasteurisiert, H-Milch, ESL-Milch) eingegangen?
    Es gibt ja viele Stimmen, die die Unverträglichkeiten vor allem darauf zurück führen, daß die Milch so stark verarbeitet wird.

  5. @ Maria_L: In der Studie geht es um Gen-Mutationen, die vermutlich für LI verantwortlich sind und wie sich die im Laufe der Geschichte (mit der Milchwirtschaft) verbreitet haben.Und dabei wird nur von Milch im Allgemeinen gesprochen.

  6. OK, dann ist das die schon lange bekannte Unverträglichkeit in weiten Teilen der Welt und hat nichts mit der Zunahme der Unverträglichkeitsreaktionen bei den Menschen zu tun, die diese Gen-Mutation nicht haben.

  7. Ich habe schon Soja- und Mandelmilch ausprobiert. Sojamilch finde ich furchtbar und ist zudem überhaupt nicht nachhaltig. Mandelmilch kann man mal zwischendurch trinken (gibts übrigens auch beim REWE gesüßt und ungesüßt), aber in Kombi mit Müsli nicht lecker – deswegen kaufe ich es eher selten, mal so zum Genuss. Zum Backen ist sie allerdings super! Hanfmilch hat mich zwar angesprochen von den hiesigen Beschreibungen aber der Preis…uff, ich benutze oft Milch, das geht für eine Studentin schnell ins Geld. Ich versuche es wohl mal mit Hafer- und/oder Dinkelmilch. Danke, super Artikel! 🙂

  8. Fürs Müsli schmecken mir am besten Dinkel-, Hafer-, Reis und Kokos-Reis-Milch. Ich kaufe nur ungesüßte ohne Zusatzstoffe (enthalten also nur Getreide, Wasser, etwas Pflanzenöl und ggf. Salz) in Bioqualität. Die schmecken schon von Natur aus leicht süßlich. Ab und zu verwende ich die auch für Kaffee und schwarzen Tee.

    Ein Hinweis fehlt mir in diesem Artikel: Pflanzenmilch und -sahne kann man recht einfach selbst machen! Ich koche oft mit Cashewmilch/-sahne. Einfach Cashewkerne mit Wasser pürieren und wie Milch/Sahne weiterverarbeiten. Z. B als Pilz-Sahnesauce zu Pasta. Einweichen ist bei Cashewmilch nicht nötig, den Trester verarbeitet ich mit.

    Ich ziehe selbstgemachte Pflanzenmilch denen aus dem Supermarkt vor. Letztere sind nun mal Fabriknahrungsmittel, also zumindest zu einem gewissen Grad denaturiert.

    Viele Grüße
    Christof

  9. Für’s Müsli nutze ich gern Hafermilch und für den Kaffee Reismilch. Wenn ich beim Kochen Sojamilch verwende, dann füge ich immer noch ein bisschen Säure hinzu (zb Essig, Zitronensaft oder so), damit der „getreidige“ Geschmack verringert wird 🙂

  10. Ich mache mir die Milch inzwischen einfach selbst:
    145 g eingeweichte Cashew-Nüsse und ca. 500 ml Wasser.
    Ab in den Mixer (mit viel Turbo) und dann ca. 90 Sek. pürieren.
    Wem das Ergebnis zu dick ist, der schüttet es durch ein Haushaltstuch.
    Ansonsten einfach komplett verwenden.

    Manche fügen noch etwas Salz dazu. Aber das ist Geschmackssache.

  11. Ich mach Cashewmilch manchmal mit dem Stabmixer, manchmal mit einem Blender/Mixer. Geht beiden. Mich stört der Trester nicht, wenn ich die Cashewmilch zum Kochen verwende. Falls ich doch pure Nussmilch brauche (zum Kaffee etwa), verwende ich ein Wäschenetz zum filtern.

  12. Danke @einfachbewusst.de und @Badabumm! Ich hätte es nicht gedacht, dass man das auch mit einem Stabmixer hinbekommt! Meiner ist das letzte Mal im wahrsten Sinne des Wortes verraucht, als ich gekochte Pasta pürieren wollte für veganen Eiersalat… 🙁
    Den Omniblend (und den Revoblend und natürlich den Vitamix) finde ich einfach viel zu teuer…

  13. das kuhmilch krank macht ist eine steile these für die ihr dann vielleicht mal ein paar links als beleg anführen solltet. eure argumentation, dass 75 % der menschen laktoseintolerant sind, stimmt, allerdings nicht für europa, hier können ca. 85 % der menschen ohne probleme milch trinken, wenn ich eurer argumentation folge, müsste das heissen, dass menschen aus europa also auf jeden fall kuhmilch trinkien sollten, oder? das sojamilch allerdings sehr oft krank macht ist unstrittig und ja auch von euch erwähnt, mandel- und haselnussmilch lösen bei vielen allergien aus, das solltet ihr dann auch erwähnen. ich selbt vertrage kuhmilch übrigens nicht, finde aber die alternativen so wenig reizvoll, dass ich auf jegliche ersatzmilch gern verzichte.

  14. Hallo Rückenschwimmer,

    das Netz ist voller Studien (und Gegenstudien) zum Gesundheitsrisiko von Milch. Ich habe das darum auch vorsichtig formuliert „Milch kann krank machen“.

    Eine der wichtigen Studien der letzten Jahre kommt aus Harvard. Hier ein Link zur Studie: http://www.hsph.harvard.edu/nutritionsource/calcium-full-story/

    Und hier ein ganz guter Überblicksartikel beim HR: http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?&key=standard_document_52868189

  15. vielen dank. leider funktioniert der link bei mir nicht 🙁 – das netz allerdings ist voll mit allem möglichen und unmöglichem. und wenn es sowohl hinweise für und wider gibt, sollte man es vielleicht auch so formulieren: „könnte eventuell krank machen“ müsste es dann allerdings heissen.

  16. danke 🙂 hab jetzt mal den hr link überflogen und wenn ich das richtig lese, dann macht der übermässige verzehr von milch evtl. krank. das wundert dann allerdings auch nicht mehr, weil eine solche aussage auf fast jedes lebensmittel zutrifft. zitat von der hr seite:

    Ob Milch nun gesund ist oder womöglich krank macht, hängt also mit der Menge zusammen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene täglich 200-250 Milliliter Milch oder Milchprodukte wie Quark oder Jogurt und zusätzlich 50-60 Gramm Käse.

  17. es mag ja sein, dass konsumenten von supermarkt h-milch einen geschmacklichn vorteil in hafer-, soja- oder sonst einer pflanzen“milch“ finden.
    mich schüttelt der geschmack dieser ersatzprodukte – die ich in verschiedenen varianten fast alle schon selbst hergestellt habe (aus biogetreide versteht sich)

    ich gehe mit meiner milchkanne zur bäuerin, hole mir meine rohmilch und möchte auf den geschmack nicht verzichten.
    dort werden die ca.15 tiere ziemlich gut gehalten, nicht medizinisch gefüttert (außer sie sind wirklich mal krank) und der geschmack ist unschlagbar.

    diese ganzen – angeblichen – unverträglichkeiten führe ich auf die industrielle behandlung des rohproduktes und die völlig idiotischen hygienevorstellungen der heutige zeit zurück. vor 40 oder 50 jahren war man auch nicht auf alles und jedes allergisch. erst mit den ganzen „schutz“gesetzen und industrieller bearbeitung werden menschen krank.

    meine sicht auf die welt.

  18. Gibt es auch eine Empfehlung, Buttermilch zu ersetzen? Das ist die einzige Milch, die ich mag und ich backe ganz oft Brot damit. Da ist die Säure unverzichtbar.

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