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Comfort Food: Vegane Rezepte fürs „Wohlfühl-Essen“

Foto: CC0 / Pixabay / patikaipmuzika

Comfort Food ist Essen für Leib und Seele. Unsere Rezepte machen satt und glücklich – und kommen dabei ganz ohne tierische Zutaten aus. Hier findest du eine Auswahl der beliebtesten Comfort Foods.

Es gibt Essen, das den Hunger stillt – und es gibt Comfort-Food: Essen, das nicht nur einen leeren Magen füllt, sondern auch glücklich macht und schöne Erinnerungen aufleben lässt.

Comfort Food wird meist auf einfache oder traditionelle Weise zubereitet und ruft oft nostalgische und sentimentale Emotionen hervor. In stressigen Zeiten kann uns Comfort Food so eine Atempause verschaffen, indem es uns zum Beispiel in unbeschwerte Kindheitstage zurückversetzt. Und an kalten, verregneten Tagen hebt Comfort Food die Stimmung durch Gerüche und Geschmäcker, die wir mit positiven Erinnerungen verbinden.

Warum greifen wir zu Comfort-Food?

Comfort Food lässt uns kurzzeitig negative Gefühle vergessen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Welche Gerichte für jemanden Comfort Food sind, ist ganz individuell. Doch die Forschung hat gezeigt, dass es bestimmte Tendenzen gibt. So zeichnet sich Comfort Food laut einer Übersichtsstudie aus dem Jahr 2017 durch folgendes aus:

  • Sie haben meist eine weiche Textur, weil wir diese als beruhigend und nährend empfinden.
  • Zum anderen sind Comfort Foods oft heiße Speisen wie Suppen und Eintöpfe. Hält man eine warme, dampfende Schüssel in der Hand, soll das auch emotionale Wärme vermitteln können.
  • Zudem sind die beliebten Wohlfühlgerichte oft süß oder salzig. Bittere oder saure Aromen kommen hingegen kaum vor.

Dass Comfort Food oft sehr fett-, zucker- oder salzhaltig ist, liegt laut Psychology Today daran, dass solche Speisen das Belohnungssystem des Gehirns aktivieren. So können wir Essen auch nutzen, um Spannungen abzubauen und positive Gefühle auszulösen.

Wenn wir den Gelüsten nach Comfort Foods in Zusammenhang mit negativen Emotionen jedoch zu häufig nachgeben, kann es sich um das Phänomen des emotionalen Essens handeln. Bei Stress, Einsamkeit oder Traurigkeit greifen wir dann zu ungesunden Lebensmitteln, um uns kurzzeitig besser zu fühlen. An den grundlegenden Ursachen für die unangenehmen Gefühle ändert sich so jedoch natürlich nichts. Machen wir uns in solcher Weise von Lebensmitteln abhängig, kann sich daraus eine ungesunde Beziehung zum Essen entwickeln. 

Es gibt jedoch Möglichkeiten, das Verlangen nach Comfort Food zu stillen und dabei ein gesundes Gleichgewicht zu bewahren. So empfiehlt es sich grundsätzlich zu Hause einen Vorrat an gesünderen, selbstgekochten Wohlfühlgerichten anzulegen. Nutze dafür viele vollwertige und pflanzliche Zutaten, wie etwa Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkorngetreide. Achte zudem möglichst auf Bio-Qualität, um eine nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen, auf synthetische Pestizide und Kunstdünger verzichtet.

Baust du diese Comfort Foods bewusst in dein Leben ein, können sie ein Teil von gesundem intuitiven Essen sein. Dabei isst du im Gegensatz zum emotionalen Essen nicht in etwa aus Frust, sondern hörst besonders genau auf die Bedürfnisse deines Körpers, bevor du isst. Manchmal wirst du feststellen, dass dein Körper Lust auf etwas ganz Frisches und Gesundes hat, andere Male wirst du dich eher nach klassischem Comfort Food fühlen.

Veganes Comfort Food zum Frühstück

Waffeln sind ein Comfort Food, das dich gleich gut gelaunt in den Tag starten lässt.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pezibear)

Comfort Food zum Frühstück lässt dich gleich mit einem Stimmungshoch in den Tag starten. Je nach Vorliebe kann das morgendliche Wohlfühlessen kalt oder heiß, süß oder salzig sein. 

  • Porridge: Der heiße Haferbrei stammt ursprünglich aus Schottland, wo er traditionell lediglich mit Wasser und Salz zubereitet wurde. Als Comfort Food darf Porridge dagegen etwas dekadenter sein. Koche ihn mit einer Pflanzenmilch deiner Wahl und wärmenden Gewürzen wie Zimt und Ingwer oder Vanille. Als Topping eignen sich neben frischen saisonalen Früchten auch rote Grütze, Apfelmus, Mandelmus, Saaten und Kerne sowie ein Stückchen selbstgemachte Schokolade
  • Vegane Waffeln: Allein der Duft frisch gebackener Waffeln kann schon die Stimmung steigern. Auch bei diesem Rezept kannst du die Toppings nach Lust und Laune anpassen. Probiere beispielsweise veganen Löwenzahnhonig aus. 
  • Vegane Pfannkuchen: Ein weiterer Frühstücksklassiker, der einfach zu machen ist und je nach Comfort Food-Verlangen abgewandelt werden kann. Gib beispielsweise Blaubeeren, Äpfel oder Schokotropfen mit in den Teig.
  • Knuspermüsli: Eine große Schüssel knusprig gebackener und leicht gesüßter Flocken, Kerne und Trockenfrüchte stillt das Verlangen nach „crunchy“ Texturen und Süße auf gesündere Weise als überzuckerte Cornflakes aus dem Supermarkt. 
  • Veganes Rührei oder veganes Omelette: Weich, warm und salzig sind Eierspeisen ein typisches Wohlfühlessen, das auch vegan gelingt. Als Ersatz für das Hühnerei kommt beispielsweise Tofu zum Einsatz. 

Veganes Comfort Food: Hauptgerichte und Beilagen

Pommes sind eines der beliebtesten Comfort Foods.
(Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Ob knusprige Pommes oder cremige Mac and Cheese: Herzhaftes Comfort Food hebt die Laune dank Wohlfühl- oder Nostalgiefaktor. 

  • Pommes: Es ist keine Überraschung, dass Pommes zu den beliebtesten Comfort Foods gehören. Sie sind heiß, salzig und knusprig – besonders, wenn sie frisch aus dem Backofen kommen. 
  • Kichererbsen-Schnitzel oder Blumenkohlsteak: Serviert mit selbstgemachten Ofen-Pommes ergibt dies ein pflanzliches und gesundes Wohlfühlgericht
  • Veganer Braten mit veganer Bratensoße: Oft prägen besondere Anlässe und Feste unsere Vorliebe für bestimmtes Comfort Food. Beispielsweise freuen sich viele Menschen das ganze Jahr auf den Weihnachtsbraten. Dieser muss aber nicht vom Tier stammen, denn aus Nüssen und Hülsenfrüchten oder Seitan lässt sich eine genauso herzhafte Alternative zubereiten. 
  • Kartoffelbrei: Einen Braten brauchst du noch nicht einmal, wenn es die vegane Bratensoße ist, die dir Glücksgefühle beschert. Diese kannst du auch ganz einfach über ein weiteres beliebtes Wohlfühlessen gießen: cremigen Kartoffelbrei. 
  • Veganer Kartoffelauflauf und Bratkartoffeln: Sowieso stehen Kartoffelgerichte ganz oben auf der Liste beliebter Comfort Foods. Kartoffeln sind reich an sättigenden Kohlenhydraten und lassen sich vielfältig zubereiten.
  • Veganer Zwiebelkuchen: Zwiebelkuchen ist ein echter Herbstklassiker, der die Gelüste nach herzhaften Aromen stillt. 
  • Shepherd’s Pie: Shepherd’s Pie ist ein deftiger Klassiker der irischen Küche. Unter einer im Ofen knusprig gebackenen Schicht an Kartoffelpüree versteckt sich eine Füllung aus Hackfleisch. In der veganen Variante ersetzen Linsen und Pilze das Fleisch. 
  • Vegane Mac and Cheese: Mac and Cheese sind ein klassisches Wohlfühlessen aus den USA.
  • Pasta mit veganer Bolognese: Nudeln mit Hack-Tomaten-Sauce ist eine Leibspeise aus Kindertagen, die auch noch Erwachsene erfreut. Klima- und tierfreundlicher wird der Klassiker mit Soja-Schnetzeln statt Hackfleisch. 
  • Pizza Marinara: Das Geheimnis dieser Pizza liegt in ihrer Einfachheit. Als Pizza Marinara wird die Zubereitungsart einer der einfachsten Pizzen aus Neapel bezeichnet. 
  • Veganes Gyros: Veganes kannst du aus Seitan, Sojaschnetzeln, Pilzen oder Tempeh zubereiten. Eine aromatische Marinade und gebratene Zwiebeln verleihen diesen Fleischersätzen die richtige Würze. 
  • Vegane Hackbällchen: Saftige Hackbällchen sind ein schnell gemachtes Fingerfood, das dank Kidneybohnen auch ohne tierische Produkte gelingt. 
  • Vegane Pho: An einer Schüssel der vietnamesischen Suppe kannst du dir nicht nur die Hände wärmen. Pho steckt auch voller Gewürze, die dir eine wohlige innere Wärme verleihen. 
  • Linseneintopf: Ein schnelles und gesundes Wohlfühlessen ist ein dampfender Linseneintopf mit viel Gemüse. 

Comfort Food: Süß und vegan

Ein Schokokuchen ist ein klassisches süßes Comfort Food.
(Foto: CC0 / Pixabay / Jaye28)

Auch im Rahmen einer veganen Ernährung kannst du dein Verlangen nach süßem Comfort Food mit unseren Rezepten stillen. 

  • Veganer Milchreis: Eine Schüssel warmer Milchreis mit Zimt-Zucker und heißen Kirschen lässt Kindheitserinnerungen aufleben und schenkt ein wohliges Gefühl. 
  • Veganer Schokopudding: Veganes Comfort Food muss nicht aufwendig sein. Ein cremig-schokoladiger Pudding ist schnell zubereitet. Servieren kannst du ihn zum Beispiel mit frischen Früchten und Schokoraspeln.  
  • Veganer Käsekuchen: Ein beliebter Kuchenklassiker, der auch mit pflanzlichen Zutaten cremig und lecker wird. 
  • Veganer Apfelkuchen: Mit fruchtigen Äpfeln und knusprigen Streuseln ist ein veganer Apfelkuchen ein richtiger Glücklichmacher. 
  • Veganer Schokokuchen: Toppe den noch warmen Schokokuchen mit einer Kugel veganem Vanilleeis für den ultimativen Genuss. 
  • Vegane Zimtschnecken: Fluffig, zimtig und mit angenehmer Süße sind Zimtschnecken ein beliebtes Comfort Food zu einer Tasse Tee oder Kaffee. 
  • Vegane Schokokekse: Alternativ passen zum Heißgetränk deiner Wahl auch knusprige Kekse. 
  • Vegane Pralinen: Für den kleinen Genuss zwischendurch kannst du ein paar selbstgemachte Pralinen naschen. 
  • Bratapfel: Die leckersten Düfte der gemütlichen Weihnachtszeit liefert ein Bratapfel frisch aus dem Ofen. 

Comfort Foods zum Trinken

Süß und cremig sollte ein Comfort Food sein.
(Foto: CC0 / Pixabay / Tarmtott)

Comfort Food kannst du auch trinken. Eine große Tasse mit einem Heißgetränk wärmt dich an kalten Tagen von innen und außen. 

  • Heiße Schokolade oder veganer Kakao: Das klassische Heißgetränk kannst du auch mit veganer Milch zubereiten und eventuell mit pflanzlicher Sahne dekorieren.
  • Heiße weiße Schokolade: Auch die helle Variante der heißen Schokolade ist ein cremig-süßer Genuss.
  • Chai Tee und Chai Latte: Die würzigen Aromen wie Zimt, Ingwer und Pfeffer wirken wärmend.
  • Erdbeermilch und Milkshake: Ersetze die Milch in den Rezepten durch eine Pflanzenmilch deiner Wahl.
  • Sanfter Engel: Das Getränk aus Orangensaft und Vanilleeis erinnert an ein bekanntes Eis am Stiel, das früher bei keinem Schwimmbadausflug fehlen durfte. 

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